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Anfang März diskutierten wir beim ESB Markenforum welche Potenziale von der UEFA Women's EURO 2025 in der Schweiz ausgehen. Kurz nach Turnierstart haben wir uns nun nochmal im Netzwerk umgehört: Werden die Potenziale genutzt? Wie wird es nach dem Turnier weitergehen? Hier erfahrt ihr was AXA, Volkswagen und Co. dazu sagen.

Nahe am Fan sein

Im Rahmen der UEFA Women’s EURO 2025 setzen wir auf eine breite Werbekampagne. Während des Turniers werden wir zudem insbesondere in den Austragungsstädten und den Fanzones sichtbar sein. Auch mit Megapostern, einem kreativen Mural sowie einem Online-Spiel möchten wir rund um die Europameisterschaft die Aufmerksamkeit auf uns und den Frauenfussball lenken. Wir sind überzeugt, dass Sichtbarkeit und eine ganzheitliche, ergänzende Förderung wichtig sind, damit der Schweizer Frauenfussball über das Turnier hinaus profitieren kann.

Daher unterstützt die AXA Schweiz nicht nur den Profifussball, sondern fördert bewusst auch regionale Strukturen und den Nachwuchs. Zudem möchten wir die Sichtbarkeit des Frauenfussballs durch gezielte Marketingkampagnen erhöhen. Diese langfristige Perspektive ist auch für uns als Sponsorin relevant. Denn seit dem Beginn unseres Engagements in der AXA Women’s Super League werden wir immer häufiger auch mit den positiven Assoziationen des Frauenfussballs in Verbindung gebracht.

Weitere Informationen zum Sponsoring von AXA bei der UEFA Women’s EURO 2025

Sandro Singer, Lead Sponsoring Women’s Football, AXA Schweiz

Purpose-Driven in die EM

Authentizität und Emotionalität sind nach unserer Auffassung die größten Faktoren in der Kommunikation, um im Umfeld der UEFA Women’s EURO zu positiv aufzufallen. Die Maßnahmen müssen dabei glaubwürdig sein und eine gesellschaftliche Relevanz haben. Der Fokus verschiebt sich dabei immer mehr von Awareness zu Purpose-Driven Marketing. Volkswagen unterstützt den Fußball der Frauen seit Jahrzehnten und wir freuen uns auch auf diese Europameisterschaft.

Ein Großereignis wie die UEFA Women‘s EURO hat viele Überraschungsmomente. Wir sind sehr gespannt auf die Entwicklungen des Turnierverlaufs und auf die Stimmung drum herum. Sehr interessiert werden wir uns natürlich auch die Aktivitäten anderer Partner anschauen. 

Für die stetige Weiterentwicklung des Fußballs der Frauen ist ein Hand-in-Hand von Verbänden, Clubs, Medien, Sponsoren und Spielerinnen unabdingbar. Großereignisse sorgen für stetige Verbesserung der Infrastruktur sowie Aufmerksamkeit für den Sport. Clubs sind ambitioniert, die besten Spielerinnen in ihrem Umfeld zu entwickeln. Die Medien erhöhen ihrerseits die Berichterstattung und sorgen für mehr Sichtbarkeit. Davon profitieren letztendlich die Sponsoren und sie tragen wiederum zur finanziellen Entwicklung ihren Teil bei. Diese vereinfachte Darstellung muss allerdings auch immer die Entwicklung des Amateur-Fußballs mit berücksichtigen – sie ist die Basis für langfristigen und nachhaltigen Erfolg.

Stephan Franssen, Head of Sponsoring & UEFA, Volkswagen AG

Eine Bühne für mehr als nur Fussball

Bereits im letzten Sommer durften wir als Marke Lidl eine UEFA EURO begleiten. Die UEFA Women’s EURO 2025 ist damit nicht nur der logische nächste Schritt, sondern auch weit mehr als nur ein Sportevent – sie ist eine Chance, gesellschaftliche Impulse zu setzen, Gleichberechtigung zu fördern und die gesteigerte Wahrnehmung in eine nachhaltige Entwicklung zu übertragen. Genau da möchten auch wir unseren Beitrag leisten. Das schaffen wir durch echte Nähe zu den Menschen.

Ein besonderes Herzensprojekt ist dabei das Lidl Youth Camp, bei dem 100 fussballbegeisterte junge Frauen zusammenkommen. Ziel ist es, einen aktiven und bewussten Lebensstil zu fördern und junge Frauen auf ihrem Weg zu bestärken – sportlich wie persönlich. Auch in den Fanzonen machen wir unsere Botschaften erlebbar: Mit gesunden Früchtebechern und interaktiven Aktivitäten möchten wir bei Familien, Sportlerinnen und Fans das Bewusstsein für gesunde Ernährung stärken. Denn bewusste Ernährung ist ein Schlüssel zu Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Chancengleichheit – vom Alltag zum Spieltag.

Nicolas Cadonau, Department Manager Marketing, Lidl Schweiz

Einzigartige Zielgruppe mit echten Stories fesseln

Die UEFA Women’s EURO ist auf dem besten Weg, sämtliche Rekorde in Sachen Zuschauerzahlen, Reichweite und auch Sponsoreninteresse zu brechen. Der Frauenfußball wird neue Fans begeistern und neue Stars kreieren. Marken, die sich in diesem Umfeld engagieren, erreichen eine im Vergleich zum Männerfußball weiblichere und auch jüngere Zielgruppe, die offen ist für Engagements mit Haltung und auch auf Social Media sehr engagiert ist.

Reichweite allein erfasst nicht den Mehrwert, der mit einem Sponsoring im Frauenfußball verbunden ist. Marken sollten vielmehr auf Storytelling mit Geschichten setzen, wie sie der Frauenfußball zuhauf bietet – sei es die bestehenden Gender Gaps oder gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichberechtigung, Vielfalt und Diversität. Gute Sponsorenbeispiele sind Vorwerk mit seiner aufmerksamkeitsstarken Aktivierung zum Gender Pay Gap gemeinsam mit den DFB-Frauen oder Lidl mit seiner aktuellen "Never Stop Growing Initiative" zur UEFA Women's EURO 2025. Hinzu kommt: Die Spielerinnen sind echte Vorbilder und dabei authentisch, smart, unkompliziert und professionell. Damit bringen sie nicht nur die perfekten Voraussetzungen mit, um ihren Sport und ihre Sponsoren zu repräsentieren. Sie lassen sich auch gern für Sponsorenaktivierungen einbinden. 

Stefan Heitfeld, Executive Vice President Regional & Team Sales, SPORTFIVE

Optimale Plattform für wichtige Themen

Marken können Großevents wie die UEFA Women’s EURO wirkungsvoll nutzen, um sich als glaubwürdige Partner von Themen wie Diversität, Gleichstellung und (Female) Empowerment zu positionieren. Entscheidend sind Kampagnen, die emotionale Zugänge schaffen und über eine reine Logosichtbarkeit hinausgehen – etwa durch Storytelling rund um Spielerinnen oder Social-Media-Aktivierungen, die auch die Zuschauerschaft und Zielgruppe mit einbinden. Besonders erfolgreich sind Partnerschaften mit Spielerinnen, Teams oder Verbänden, die auf gemeinsamen Werten basieren und echte Teilhabe fördern. Strategien, die relevante Kanäle, Zielgruppen und Touchpoints integrieren, sind besonders wirksam – vor allem, wenn sie den Frauenfußball nicht als „Event“ verstehen, sondern als echte Bewegung und den Aufbau einer langfristigen, gemeinsamen Community.

Damit die Aufmerksamkeit auch über das Turnier hinaus Wirkung entfaltet, braucht es gezielte, langfristige Investitionen – etwa in Ligen, Infrastruktur, Nachwuchsförderung und Professionalisierung. Auch die Weiterentwicklung von Medien- und Vermarktungspartnerschaften ist entscheidend, um Sichtbarkeit zu fördern und das neu gewonnene Interesse in dauerhafte Relevanz, wachsende Zielgruppen und wirtschaftliches Wachstum zu überführen. Nur durch klare, langfristige und gemeinsame Ziele von Marken, Rechtehaltern und Verbänden wird der Frauenfußball auch über Großevents hinaus erfolgreich sein.

Lisa Stadler, Consultant, Two Circles

Frauenfußball verstehen und mitgestalten

Frauenfußball ist nicht wie der Männerfußball und muss das auch gar nicht sein: „Es sind andere Leute, die kommen. Es ist familienfreundlicher. Es ist ein anderes Publikum. Eine andere Art und Weise, diesen Fußball zu leben“, sagt Laura Freigang, deutsche Fußball-Nationalspielerin, im Podcast „UNMATCHED“ von Vogue Germany. 

Auch wenn die Reichweite und Relevanz von Frauenfußball stetig wächst – laut Nielsen Sports und Pepsi bis 2030 eine der fünftgrößten Sportarten weltweit – braucht es mehr als Awareness-KPIs für ein erfolgreiches Sponsoring. Für eine gelungene Markenaktivierung geht es viel mehr um ein tiefes Verständnis der Zielgruppe und die damit verbundenen Werte.

Lilith Hethey, Strategist

Frauenfußball steht für Nahbarkeit, Vertrauen, Vielfalt und Empowerment. Die Grundlage für ein authentisches, emotionales und nachhaltiges Storytelling, was aber auch ernsthaft gelebt werden muss. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss sich für neue Themen im Fußball öffnen und bereit sein, Narrative zu hinterfragen.

Das bedeutet, dass sich die Kommunikation auch über den Weltfrauentag und große Turniere hinaus erstreckt und dass Maßnahmen in Abstimmung mit Expert*innen gemeinsam bewertet und sinnstiftend eingesetzt werden.

Mehr Infos zum Thema Vielfalt im Sport erhaltet ihr auch im kostenlosen Whitepaper von Apollo18 (in Zusammenarbeit mit The League, Hochschule der Medien und Appinio).

Zum Whitepaper

Lilith Hethey & Isabelle Jentner, Apollo18

Isabelle Jentner, Senior Content Specialist

Es braucht langfristiges Engagement

Als wir unser Projekt mit der UEFA Women’s Euro SA zur nationalen Ticketing-Kampagne starteten, war schnell klar: Wir wollen ein Turnier für die breite Masse – eines, das Familien motiviert, wieder ins Stadion zu kommen. Deswegen müssen auch Marken mutig sein, den Fussball und die Fan-Atmossphäre stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Gleichberechtigung bleibt ein wichtiges Thema, erreicht jedoch nicht direkt die Kernzielgruppe. Unser Ziel: ein Sommerfußball-Märchen, das Menschen nachhaltig begeistert.

Es gab in der Schweiz viele lokale Sponsoring-Partner, die ihre Chance erkannt haben mit der UEFA Women’s Euro ihre Kernzielgruppe zu erreichen. Ob Haushaltsgeräte, frische Lebensmittel oder Versicherungen, es gibt einen sehr guten Markenfit und spannende neue Geschichten. Doch nur Partnerschaften, die langfristig in den Erfolg des Frauenfußballs investieren, werden überproportional vom aktuellen Momentum profitieren. Das sieht man in England in der Women’s Super League, welche regelmässig Rekorde bricht.

Die Begeisterung für nationale Frauenfussball-Turniere ist enorm. Der nächste Schritt ist die weitere, konsequente Professionalisierung und Strukturierung der europäischen Frauenfußball-Ligen. 

Alexander Riggers, Managing Director, PACE

Wertebasiert ein Teil des Fan-Erlebnisses sein

Marken gewinnen, wenn sie über reines Sponsoring hinausgehen und echte Relevanz schaffen. Die Women’s EURO bietet ein emotional aufgeladenes Umfeld, das ideal ist, um Haltung zu zeigen – etwa für Gleichstellung und Empowerment. Wer authentische Geschichten erzählt, Spielerinnen sichtbar macht und über mehrere Kanäle hinweg präsent ist, wird wahr-genommen. Entscheidend ist die Verbindung zur Community: Nicht von oben herab kommunizieren, sondern Teil des Erlebnisses werden.

Erfolgsversprechend sind Marken, die inhaltlich und wertebasiert andocken – etwa durch Kooperationen mit Spielerinnen, die echte Geschichten erzählen. Wer Content, Social Media, klassische Medien und Erlebnisse kombiniert, erzielt hohe Aufmerksamkeit. Besonders stark sind Engagements, die über das Turnier hinausgehen, z. B. durch Initiativen im Nachwuchs- oder Amateursport. Sichtbarkeit entsteht dort, wo Marken nicht nur werben, sondern mitgestalten.

Nachhaltiger Erfolg braucht Kontinuität. Es reicht nicht, nur während des Turniers aktiv zu sein. Medien, Marken und Verbände müssen langfristig investieren: in Strukturen, Sichtbarkeit und vor allem in professionelle Erzählungen. Frauenfussball darf nicht als „Add-on“ betrachtet werden, sondern als eigenständiges, relevantes Produkt. Wer konsequent dranbleibt – medial, kommunikativ und wirtschaftlich –, trägt dazu bei, dass das Momentum bleibt und sich der Sport weiterentwickeln kann.

Ueli Weber, CEO, Media Focus Schweiz

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