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22.09.2026

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Vom MMA-Rekord-Event zur etablierten Entertainment-Marke

OKTAGON hat sich in wenigen Jahren von einer MMA-Organisation zu einer der sichtbarsten Sport- und Entertainment-Plattformen Europas entwickelt. Ausverkaufte Arenen, der Weltrekord von 60.000 Fans in Frankfurt und ein starker Fokus auf Athletenstorys, Show und digitale Reichweite krempeln gerade einmal um, wie Kampfsport in Deutschland wahrgenommen wird. Für Marken entsteht dadurch eine neue Möglichkeit, eine junge und stark wachsende Community zu erreichen. Im Expertview spricht Michael Jesswein (Head of Commercial & Co-Lead DACH, OKTAGON) über den rasanten Aufstieg, Sponsoring, mediale Barrieren und die Frage, wie Mixed Martial Arts in Europa weiter an Akzeptanz gewinnt.

OKTAGON hat sich in wenigen Jahren zu einer der sichtbarsten MMA-Plattformen Europas entwickelt. Was waren aus Deiner Sicht die entscheidenden Wachstumstreiber?

Der wichtigste Treiber für mich war die Entscheidung, OKTAGON von Anfang an als Sport-Entertainment-Plattform zu bauen, mit Athletenstorys gleichwertig neben dem sportlichen Ergebnis und einer Content-Maschine, die jedes Jahr tausende Stunden an Teasern, Flagship-Dokumentationen, Behind the Scenes und Social Postings veröffentlicht. Mit RTL haben wir früh einen Streaming- und Free-TV-Partner in Deutschland gewonnen, der uns Reichweite und Vertrauen gleichzeitig gebracht hat. Diese Kombination hat aus einer Kampfsportveranstaltung eine Marke gemacht, die auch für Zielgruppen außerhalb der klassischen MMA-Community funktioniert. Dazu kommt die schiere Taktung: Wir veranstalten mittlerweile rund 20 Events pro Jahr, davon 10 in Deutschland. Diese Kontinuität hat uns erlaubt, jedes Jahr eine Stufe größer zu denken, mit klaren Meilensteinen statt Zufallstreffern. Das zeigt sich auch digital: Unsere Social-Media-Reichweite hat sich von 2025 auf 2026 mehr als verdoppelt, mittlerweile folgen uns über 4 Millionen Menschen. Das wiederum wird auch extern bemerkt: Wie unter anderem SPOBIS berichtete, lagen wir im Zeitraum April 2024 bis April 2025 im medialen Vergleich bereits auf Platz drei der Sportwettbewerbe auf Instagram in Deutschland. Damit bewegten wir uns in einer Liga mit Wettbewerben wie Bundesliga und NBA. Vielen ist unsere Größe und Positionierung aus meiner Erfahrung überhaupt nicht bewusst, aber wir holen auf und bauen alte Barrieren ab. In diesem Jahr sind wir zusätzlich mit einem weiteren Markteintritt in Polen gewachsen, ein Signal, dass sich das Modell europaweit skalieren lässt, nicht nur in Deutschland.

Mit dem Weltrekord von 59.148 Fans in Frankfurt (2024) habt ihr ein starkes Zeichen gesetzt. Was hat dieser Meilenstein für die Wahrnehmung von MMA in Deutschland verändert?

Der Rekord hat die Diskussion beendet, die den Sport bis dahin begleitet hat: die Frage, ob MMA in Deutschland überhaupt massentauglich sein kann. Rund 60.000 Menschen im Stadion beantworten das eindeutiger als jede Studie oder Pitchdeck. Für Marken war das der Moment, an dem OKTAGON von interessantem Nischensport zu relevanter Reichweitenplattform gewechselt ist. Am 26. September 2026 gehen wir im Deutsche Bank Park in die nächste Runde, live auf RTL, mit Weltstar Robin Schulz als Halftime-Act unserer KONZEPT WEISS Halftime Show und unserem zehnjährigen OKTAGON-Jubiläum. Das bestätigt: Die Größenordnung aus 2024 ist unser neuer jährlicher Standard, nicht die Ausnahme. Wie stark das mediale Interesse daran inzwischen ist, zeigt auch unser Zuschauerrekord rund um OKTAGON 85 in diesem Jahr, mit über 1,2 Millionen erreichten Menschen im Streaming und Free-TV.

Kampfsport hat in der öffentlichen Wahrnehmung, wie von dir eingangs erwähnt, noch immer gewisse Barrieren. Wie geht ihr mit Vorbehalten von Sponsoren, Medien oder Entscheidern um?

Wir nehmen diese Vorbehalte ernst und stellen uns dem Diskurs, statt nur zu reagieren. Zwei Beispiele: Mit unserer Kampagne “No to Hate, Yes to Respect” positionieren wir uns gegen das Klischee des rohen, respektlosen Kampfsports und zeigen, wofür MMA tatsächlich steht: Fairness, sportlicher Wettkampf und ein respektvoller Umgang miteinander, der auch außerhalb des Käfigs gilt. Wenn die Cage-Tür geschlossen wird, geht es sportlich um alles. Danach reicht man sich die Hände. Ausnahmen bestätigen diese Regel. Dazu kommen hohe Produktionsstandards auf TV-Entertainment-Niveau und klare Ausschlusskriterien für Kategorien, die für uns als Organisation nicht vertretbar sind. Für Sponsoren ist das der entscheidende Punkt: Sie steigen in ein Format mit definiertem Regelwerk, professionellen Verbandsstrukturen, TV-Validierung und einer klaren Haltung ein, die sich auch im Markenumfeld nachvollziehen lässt.

Ihr setzt stark auf Werte wie Courage, Passion und Authenticity. Wie schafft ihr es, diese Werte glaubwürdig in Markenpartnerschaften zu übersetzen?

Wir koppeln diese Werte an echte und emotionale Live-Momente, die es so nur im Kampfsport gibt, statt an einen Kampagnen-Slogan. Ein Logo auf dem Cage transportiert für sich allein noch keine Story, die wir alle im Kopf behalten, egal wie oft man sie im Claim erwähnt. Wirksam wird es, wenn eine Marke durch unsere Plattform Teil der Geschichte unserer Athleten und des MMA-Sports wird: des steinigen Wegs vor dem Kampf, der großen Siege, der bitteren Niederlagen und der Momente, in denen Menschen über sich hinauswachsen. Dafür bauen wir Aktivierungsformate, die es Marken erlauben, an echten Emotionen anzudocken, statt nur an Reichweitenzahlen. Unser Slogan „Face Your Fear“ ist ein Beispiel dafür, wie dieser Wert konkret bei uns gelebt, statt nur behauptet wird.

Mit Partnern wie XTB, ESN, Monster Energy und RTL+ zeigt ihr unterschiedliche Aktivierungsansätze. Welche Cases stehen besonders gut für euren Sponsoring-Ansatz?

Der Kern unserer Zielgruppe ist männlich, 18 bis 44 Jahre alt und social-first geprägt. Genau das macht uns für viele Marken interessant, die über klassische Kanäle nur schwer an diese Community rankommen. Mit Monster Energy und ESN haben wir jeweils den einzigen Partner ihrer Branche im jeweiligen OKTAGON-Ökosystem, das bedeutet ungeteilte Sichtbarkeit ohne Wettbewerber im selben Umfeld. XTB nutzt die Plattform, um eine junge, stark wachsende Zielgruppe europaweit anzusprechen, mit Formaten, die über klassisches Sponsoring weit hinausgehen. RTL+ zeigt als unser Medienpartner, wie mediale Reichweite, gemeinsames Engagement und Live-Erlebnis zusammenspielen, um Fans zu begeistern, aber auch zu halten. Der gemeinsame Nenner: Jede Partnerschaft ist exklusiv für ihre Kategorie und entwickelt sich konstant weiter. Auf dieser Grundlage strukturieren wir jeden größeren Deal. Dass wir dabei nicht nur auf Branding, sondern auch auf harte Performance gehen, haben wir auch in diesem Jahr bewiesen: Für einen neuen Crypto-Partner konnten wir beispielsweise in einem Piloten durch eine einzige Eventwoche über 1.200 Sign-ups sowie 222.800 € an Earned Media Value realisieren. Um solche Erfolge transparent zu machen, machen wir OKTAGON-Partnerschaften bis auf Channel- und Post-Ebene messbar, z. B. über unseren externen Media-Monitoring-Partner Athletia Sport aus Köln. Das gibt Marken eine belastbare Grundlage für ihr eigenes Reporting, statt sich auf reine Reichweitenschätzungen und Eventfotos verlassen zu müssen.

Wo siehst Du die größten Entwicklungspotenziale für MMA im deutschsprachigen Markt: bei Sponsoring, Medienrechten, Live-Events, Community-Aufbau oder gesellschaftlicher Akzeptanz?

Aus unserer Erfahrung verstärken sich diese Bereiche gegenseitig. Je mehr etablierte Marken wie ESN oder Monster Energy MMA für sich entdecken, desto schneller steigt die gesellschaftliche Akzeptanz, und jede weitere ausverkaufte Stadionshow macht den Einstieg für neue Marken noch leichter zu verargumentieren. Das größte Potenzial sehe ich im Zusammenspiel aus Live-Events, Sponsoring und individuellem Storytelling, basierend auf wirklichen Branchenbedürfnissen / Touchpoints. Ein Automobilpartner erzählt eine andere OKTAGON-Geschichte als ein Mobilfunkanbieter. Ein Anbieter für Luxusuhren aktiviert ganz anders als eine Investment-Plattform. Mit München, Stuttgart, Hannover, Köln und z. B. der Uber Arena in Berlin haben wir 2026 und 2027 eine monatliche Eventdichte plus Venues, die es einer Marke erlaubt, über mehrere Städte und Jahre eine durchgängige Präsenz in Deutschlands größten Sportstätten aufzubauen. Dazu kommt, dass wir nach Polen im nächsten Jahr auch offiziell nach Österreich expandieren, mit einer ersten Show in Wien. Der deutschsprachige Markt wächst für uns also über Deutschland hinaus zu einem zusammenhängenden Wirtschaftsraum, in dem eine OKTAGON-Partnerschaft nicht an der Landesgrenze endet. Wer diese Entwicklung jetzt mitgeht, sichert sich eine Position, die in zwei Jahren so nicht mehr verfügbar sein wird.

Wie können interessierte Marken, Agenturen und Entscheider mit euch in Kontakt treten?

Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme aus dem ESB-Netzwerk oder auch ganz informell über LinkedIn. Wie ernst wir es mit dieser nächsten Stufe meinen, zeigt sich am besten live vor Ort, bei dem, was wir gerade für OKTAGON 94 inklusive KONZEPT WEISS Halftime Show mit Robin Schulz in Frankfurt auf die Beine stellen. OKTAGON muss man live erleben, deshalb laden wir herzlich dazu ein, sich am 26.09.26 im Deutsche Bank Park selbst von unserem Potenzial zu überzeugen. Eines ist sicher: Einen langweiligen Abend gibt es bei uns nicht.
 


Kontakt

OKTAGON
Michael Jesswein (Head of Commercial & Co-Lead DACH)
E-Mail: michael.jesswein@oktagonmma.com
Web: oktagonmma.de

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