Neu Registrieren

Startseite > Themen > Marken managen > Skills Collapse – Warum die Halbwertszeit von Marketingwissen immer kürzer wird

15.09.2026

header
© StrategyOne
banner
© StrategyOne

Skills Collapse – Warum die Halbwertszeit von Marketingwissen immer kürzer wird

Marketing befindet sich im Umbruch. Neue Technologien, verändertes Konsumentenverhalten und die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz stellen bisherige Erfolgsrezepte infrage. Gemeinsam mit StrategyOne beleuchtet ESB in einer siebenteiligen Serie die wichtigsten Zukunftsthesen für Marken und Marketingverantwortliche.

Teil 7 zeigt, warum technologische Innovation allein nicht ausreicht und weshalb die Fähigkeiten von Marketingteams zum entscheidenden Erfolgsfaktor der kommenden Jahre werden.

Bisher erschienen:

Nach den bisherigen Ausgaben zu Markenpositionierung, Künstlicher Intelligenz, AI-Commerce, Authentizität, Marketing-Performance und Community Building richtet der abschliessende Teil den Blick auf den entscheidenden Erfolgsfaktor hinter all diesen Entwicklungen: die Menschen und ihre Kompetenzen.

Unter der These «Skills Collapse – Wissen verliert Haltbarkeit» zeigt StrategyOne, weshalb bestehendes Marketingwissen immer schneller an Aktualität verliert und Unternehmen ihre Organisationen, Rollen und Fähigkeiten neu ausrichten müssen. Der Beitrag erläutert, warum nicht die beste Technologie gewinnt, sondern jene Unternehmen erfolgreich sein werden, die neue Kompetenzen schneller aufbauen, Veränderungen konsequent umsetzen und das Zusammenspiel von Mensch, KI und strategischer Urteilskraft beherrschen.

Wissen verliert Haltbarkeit

Ein grosser Teil des heutigen Marketingwissens verliert gerade seinen Wert. Was gestern Best Practice war, kann morgen bereits irrelevant sein. Die Geschwindigkeit technologischer Entwicklung verändert Marketing schneller, als viele Organisationen lernen können. Sie überfordert Teams, Rollenprofile und ganze Marketingorganisationen. Viele Marketing-Abteilungen sind heute perfekt für eine Welt aufgestellt, die gerade verschwindet.

Bereits heute verfügen zahlreiche Marketing-, Marken- und Kommunikationsteams nicht über die Fähigkeiten, die sie für die neuen Marketing-Weichenstellungen benötigen. Damit verlieren selbst bisher bestens aufgestellte Teams plötzlich den Anschluss und sind nicht mehr in der Lage, Marketing zeitgemäss zu führen. Das Problem ist nicht fehlende Technologie. Das Problem ist die fehlende Fähigkeit, mit ihr zu arbeiten. Wissen veraltet heute schneller als Organisationen lernen.

Der grösste Wettbewerbsvorteil im Marketing ist deshalb nicht die Technologie. Sondern die Fähigkeit, Technologie sinnvoll einzusetzen und das Marketing erfolgreich zu transformieren. Nicht die beste KI gewinnt, sondern die beste Kombination aus Mensch, Maschine und Urteilskraft. Genau hier verfallen viele Unternehmen aktuell einer gefährlichen Illusion: Sie investieren in Technologie und hoffen, dass sich die Organisation von selbst anpasst. Doch Technologie ersetzt keine Fähigkeiten.

Marketing braucht deshalb ein neues Setup. Neue Rollen. Neue Kompetenzen. Neue Organisationsmodelle. Besonders gefragt werden Fähigkeiten wie Transformation Leadership, Data-to-Decision Intelligence, AI Brand Visibility Management, Trust Engineering, Brand Authority Building, Marketing Automation Architecture oder Ecosystem & Community Building. Die Gewinner der nächsten Jahre werden nicht jene Unternehmen sein, die die beste Technologie besitzen. Sondern jene, die schneller lernen, schneller adaptieren und Technologie besser einsetzen als andere.

Was tun?
Ein visionäres Skills-Zielbild 2028 entwickeln. Kritische Kompetenzlücken identifizieren. Organisationsmodelle überprüfen. Neue Rollen definieren. Skills-Programme aufbauen und gezielt jene Fähigkeiten entwickeln, die für das Marketing der nächsten Jahre entscheidend werden.

Self-Check: 3 Fragen
1. Wissen wir, welche heutigen Marketingfähigkeiten in unserer Organisation an Relevanz verlieren und welche neuen Kompetenzen bis 2028 kritisch werden?
2. Haben wir die wichtigsten Kompetenzlücken in Bereichen wie AI Brand Visibility, Data-to-Decision, Trust Engineering, Marketing Automation, Brand Authority und Community Building identifiziert?
3. Entwickeln wir aktiv neue Rollen, Organisationsmodelle und Skills-Programme oder verlassen wir uns darauf, dass Technologie allein die Transformation löst?

Kontakt

StrategyOne
Pascal Kreder (Managing Partner)
E-Mail: pascal.kreder@strategyone.ch
Web: strategyone.ch

Weitere Interessen:

WEITERE ARTIKEL

teaser-baermedia

Experience-Based Training: Vom Wissen zum Handeln

Experience-Based Training schafft geschützte Lernräume, in denen Prozesse realitätsnah erprobt, Entscheidungen…

15.09.2026mehr lesen

Kinder Schokolade führt Werbe-NPS-Ranking an

Welche Werbung bleibt den Menschen besonders positiv im Gedächtnis – und welche Kampagnen steigern darüber hinaus die…

15.09.2026mehr lesen

header

Warum KI allein den Kunden nicht kennt

Die Swisscom, Tirol Werbung und das Österreichische Rote Kreuz arbeiten mit motivbasierten Zielgruppensystemen. Das…

07.09.2026mehr lesen

book2 Themen
news News
group-work Netzwerk
mic2 Events
graduation-hat Academy