Marken managen.
24.06.2026
Go Big or Go Home: Warum die Mitte für Marken zur Gefahr wird
Marketing steht vor einem grundlegenden Wandel. Neue Technologien, verändertes Konsumentenverhalten und die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz stellen bisherige Erfolgsrezepte infrage. Gemeinsam mit StrategyOne beleuchtet ESB in einer siebenteiligen Serie die wichtigsten Zukunftsthesen für Marken und Marketingverantwortliche.
In dieser Ausgabe steht die These «Go Big or Go Home – die Mitte verschwindet» im Fokus. Warum dieses Thema an Bedeutung gewinnt, welche Risiken und Chancen daraus entstehen und wie Unternehmen heute die richtigen Weichen stellen können, liest Du im folgenden Beitrag.
Die Mitte verschwindet
Die grösste Gefahr für Marken sind nicht die disruptiven Veränderungen – sondern das Mittelmass. Rund 65% aller Marken sind zu schwach und austauschbar. Ihre Produkte, Services und Kommunikationsaktivitäten werden immer ähnlicher, irrelevanter und mutloser und führen die Marke in die austauschbare Mitte. Diese Marken sind sichtbar, aber nicht relevant, sie sind aktiv, aber nicht differenzierend und sie sind bekannt, aber nicht begehrenswert. Sie sind ganz einfach nur «Mittelmass». Jahrzehntelang konnte man damit erfolgreich sein – nun funktioniert es nicht mehr.
Künstliche Intelligenz, Automatisierung und die zunehmende Standardisierung des Marketings verstärken dieses Problem und führen zu immer mehr Einheitsbrei.
Die Konsequenz: Mittelmässige Marken sterben aus. Gewinnen werden starke Marken mit glasklarem Profil, mutiger Differenzierung, erkennbarer Haltung / Authentizität und hoher kultureller oder strategischer Relevanz – geführt von Entscheidern, die gross denken und bewusst Risiken eingehen. Überleben werden am anderen Ende aber auch die Marken mit radikaler Preisführerschaft. Dazwischen wird es immer enger und ungemütlicher.
Was tun?
Der erste Schritt ist ein schonungsloser Reality Check. Ein Relevanz- und Impact-Check zeigt auf, wo Ihre Marke heute tatsächlich steht, respektive wie hoch ihre Differenzierung und Authentizität im Wettbewerbsumfeld effektiv ist. Ausserdem zeigt er konkret auf, mit welchen Hebeln und Massnahmen die Markenposition innerhalb von 24 Monaten markant verbessert werden kann.
Self-Check: 3 Fragen
1. Ist unsere Marke heute wirklich differenzierend, relevant und begehrenswert oder nur bekannt, sichtbar und aktiv?
2. Haben wir ein glasklares Profil, das uns im Wettbewerbsumfeld erkennbar abhebt oder bewegen wir uns faktisch in der austauschbaren Mitte?
3. Sind wir bereit, in den nächsten 24 Monaten bewusst grössere strategische Entscheidungen und Risiken einzugehen, um unsere Markenposition markant zu stärken?
Kontakt
StrategyOne
Pascal Kreder (Managing Partner)
E-Mail: pascal.kreder@strategyone.ch
Web: strategyone.ch











