Sport-Marketing.
05.02.2025


Fußball-Fans und Politik: Misstrauen in die politischen Institutionen
Fußball ist längst mehr als nur ein Sport – er ist gesellschaftliches Kulturgut und politisches Spielfeld zugleich. Doch eine aktuelle Sonderauswertung der Sportmarketing-Agentur ONE8Y zeigt: Das aktuelle Vertrauen in die Politik unter Fußball-Interessierten ist gering, die Ablehnung politischer Einflussnahme wächst.
Laut der repräsentativen Studie, die zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 über 13.000 Fußball-Interessierte befragte, sieht sich die Politik mit massivem Vertrauensverlust konfrontiert: 38% der Befragten geben an, keiner politischen Institution zu vertrauen. Besonders die aktuelle Bundesregierung (13% Zustimmung) und der Bundestag (12%) schneiden schlecht ab.
„Der Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft – und die wachsende Politikverdrossenheit macht sich auch hier bemerkbar“, erklärt Dr. Michael Zengel, Studienleiter bei ONE8Y. „Unsere Zahlen zeigen, dass viele Fußball-Fans sich von politischen Institutionen nicht mehr vertreten fühlen – und das hat auch Auswirkungen auf ihre Haltung gegenüber politischer Einflussnahme im Fußball.“
Vertrauen in Politik bleibt auf niedrigem Niveau
Die Umfrage zeigt außerdem, dass das Vertrauen in die Politik unter Fußball-Interessierten konstant niedrig bleibt. Zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 lag der Anteil der Befragten, die ein geringes oder sehr geringes Vertrauen in die Politik haben, konstant über 50%.
Während einzelne politische Debatten immer wieder hohe Wellen schlagen, scheinen sie kaum das Potenzial zu haben, das Grundvertrauen in die Politik zu verbessern. Vielmehr verfestigt sich die Skepsis, was langfristige Folgen für die Akzeptanz politischer Entscheidungen haben könnte.
Politische Unterstützung für den Sport: Fans sind skeptisch
Trotz der Wahrnehmung politischer Einflussnahme ist die Mehrheit der Fußball-Interessierten nicht überzeugt, dass der Sport & Fußball tatsächlich ausreichend von der Politik gefördert wird:
- Nur ein Drittel der Befragten (32%) hält die politische Unterstützung des Sports für ausreichend.
- Gleichzeitig fordern 60% eine stärkere Unabhängigkeit des Sports von der Politik.
Diese Diskrepanz zeigt, dass viele Fußballfans politische Einflussnahme kritisch sehen – während sie gleichzeitig Defizite in der Sportförderung wahrnehmen.
„Die Politik muss sich fragen, ob sie den Fußball wirklich als gesellschaftliche Kraft unterstützt oder ihn vor allem als Bühne nutzt“, analysiert Dr. Michael Zengel. „Viele Fans wünschen sich eine klare Trennung, gleichzeitig erwarten sie aber, dass der Sport von der Politik finanziell und strukturell gestärkt wird.“
Fußball als gesellschaftliches Stimmungsbarometer
Die Ergebnisse der ONE8Y-Studie zeigen, dass Fußball weit mehr als nur Sport ist – er ist auch ein Seismograph für gesellschaftliche Stimmungen. Das sinkende Vertrauen in politische Institutionen, die wachsende Wahrnehmung von Instrumentalisierung und die Forderung nach mehr Unabhängigkeit spiegeln eine allgemeine Entwicklung wider, die über den Sport hinausgeht.
„Der Fußball hat immer auch eine gesellschaftliche Funktion“, betont Agentur CEO Hendrik Fischer. „Die große Frage ist, wie Politik und Verbände diesen Spagat bewältigen: Einerseits erwarten Fans eine starke Förderung des Sports, andererseits lehnen sie politische Einflussnahme deutlich ab.“
Kontakt
ONE8Y GmbH
Hendrik Fischer (CEO)
Web: one8y.de
www.one8y-db.com











