News aus Sport, Entertainment
& Marketing
KNOW-HOW ARTIKEL
- Purpose Marketing: Haltung zeigen, Wirkung erzielen
- Stadien modernisieren: Ein neuer Investitionszyklus
- «Aufmerksamkeit»: Warum Reichweite noch keine Wirkung ist
- Community wird zur Überlebensstrategie – Warum der wichtigste Marketingkanal künftig der eigene ist
- Warum Gesundheitsförderung neue Wege braucht
- mehr Artikel
31.08.2026 - 14:32
Komoot zeigt, wie sich die Schweiz wirklich bewegt
Die meisten aufgezeichneten Wanderungen in der Schweiz führen höchstens 5 Kilometer weit. Daten von komoot zeigen, wie stark tatsächliches Outdoor Verhalten von gängigen Annahmen abweichen kann und was Destinationen daraus für Angebote, Marketing und Besucherlenkung ableiten können.
Wie bewegen sich Gäste tatsächlich durch die Schweiz? Komoot wertet dafür anonymisierte Bewegungsdaten seiner Nutzer aus. Timmy Hoppe, Partnership Manager bei komoot, gab im Rahmen eines Webinars des Verbands Schweizer Tourismusmanager VSTM Einblick in aktuelle Erkenntnisse zum Wander und Veloverhalten in der Schweiz.
Weltweit zählt komoot mehr als 55 Millionen registrierte Nutzer, rund 1,5 Millionen davon kommen aus der Schweiz. Die daraus entstehenden Daten erlauben einen Blick darauf, wie Menschen tatsächlich unterwegs sind, welche Touren sie wählen und wie sich Nutzung nach Saison, Herkunft oder Region unterscheidet.
Timmy Hoppe brachte den Wert dieser Informationen auf den Punkt: „Millionen GPS Spuren zeichnen jeden Tag ein ehrliches Bild der Gäste. Wer sie nutzt, versteht, was sie wirklich brauchen.“
Die Mehrheit ist kurz unterwegs
Eine der Erkenntnisse aus der Analyse überrascht besonders: 61 Prozent der ausgewerteten Wanderungen in der Schweiz sind maximal 5 Kilometer lang.
Damit unterscheidet sich das tatsächliche Verhalten teilweise deutlich vom klassischen Bild des Wanderurlaubs mit ausgedehnten Tagestouren und Gipfelzielen. Kurze Aktivitäten spielen eine wesentlich grössere Rolle, als viele Destinationen vermuten dürften.
Für Hoppe zeigt sich darin auch, wie selbstverständlich Outdoor Aktivitäten inzwischen in den Alltag integriert sind. „Viele Schweizer nutzen komoot selbst, um auch noch nach der Arbeit eine kurze einstündige Biketour zu unternehmen.“
Für Destinationen ist das ein wichtiger Hinweis. Eine kurze Tour ist kein touristisch weniger relevantes Erlebnis. Sie kann Teil eines Ferientages sein, zwischen anderen Programmpunkten stattfinden oder mit Gastronomie, Kultur und Wellness kombiniert werden.
„Wandern ist in der breiten Masse ein Mikroabenteuer, keine Alpin oder Tagestour“, sagt Hoppe. Für die Angebotsentwicklung stellt sich damit die Frage, ob Destinationen neben den grossen Touren auch genügend einfache, flexibel nutzbare Erlebnisse anbieten.
Herkunft und Topografie verändern das Verhalten
Auch die Topografie spielt eine Rolle. In alpinen Regionen unterscheiden sich Nutzungsverhalten und Saisonverlauf deutlich vom Flachland. Gleichzeitig wird Outdoor auch für urbane Destinationen interessant. Städte wie Genf oder Basel ziehen internationale Gäste an, die einen Aufenthalt mit einer Wanderung oder Velotour verbinden.
Damit kann die Analyse helfen, Angebote stärker auf unterschiedliche Gästegruppen zuzuschneiden, statt für alle Märkte dasselbe Produkt zu kommunizieren.
Frühling und Herbst bieten grosse Chancen
Ein weiterer Einblick betrifft die Saison. Die komoot Daten zeigen, dass Outdoor-Nachfrage keineswegs auf den Sommer beschränkt ist. Frühling und Herbst spielen eine wichtige Rolle, allerdings mit unterschiedlichen Potenzialen je nach Region.
Hoppe fasste die Erkenntnis im Webinar so zusammen: „Frühling fürs Flachland, Herbst für die Alpen.“
Für Destinationen, die ihre Saison verlängern wollen, ist das relevant. Statt neue Nachfrage erst schaffen zu müssen, kann es darum gehen, bereits vorhandenes Interesse mit passenden Angeboten und einer gezielten Kommunikation besser zu nutzen.
Besucherlenkung beginnt digital
Auch für die Besucherlenkung sind Bewegungsdaten wertvoll. Outdoor-Plattformen machen beliebte Strecken sichtbar und können dadurch bestehende Nutzungsmuster verstärken. Gleichzeitig können Destinationen weniger bekannte Alternativen gezielt in die Inspirations und Planungsphase bringen.
„Wer eigene Touren, Routen und Empfehlungen aktiv platziert, beeinflusst bereits die Inspirations und Planungsphase“, sagt Hoppe.
Die im VSTM-Webinar gezeigten Zahlen geben dabei nur einen Ausschnitt dessen wieder, was sich aus den Daten ableiten lässt. Tourismusorganisationen, die mit komoot zusammenarbeiten, können Einblicke in das tatsächliche Outdoor-Verhalten innerhalb ihrer eigenen Destination erhalten. Je nach Fragestellung lassen sich etwa Nutzungsmuster, Zielgruppen, saisonale Potenziale oder Möglichkeiten zur Besucherlenkung genauer analysieren. So werden Daten zum konkreten Arbeitsinstrument.
Kontakt
Komoot GmbH
Timmy Hoppe (Senior Partner Manager)
E-Mail: timmy@komoot.de
Web: komoot.de
KNOW-HOW ARTIKEL
- Purpose Marketing: Haltung zeigen, Wirkung erzielen
- Stadien modernisieren: Ein neuer Investitionszyklus
- «Aufmerksamkeit»: Warum Reichweite noch keine Wirkung ist
- Community wird zur Überlebensstrategie – Warum der wichtigste Marketingkanal künftig der eigene ist
- Warum Gesundheitsförderung neue Wege braucht
- mehr Artikel