Sport-Marketing.
14.08.2026


„Wir wollen Strategieentwicklung neu denken“
Mit devonNEXT erweitert devonSPORT den bisherigen Fokus vom Sportbusiness auf den Mittelstand. Im Zentrum steht eine ungewöhnliche Perspektive auf Strategie: von einer mutigen Zukunft aus rückwärts denken, statt von der Gegenwart aus nach vorne zu planen. Im Expertview erklärt Stephan Westermann, warum es dafür eine neue Marke braucht und was Unternehmen vom Profisport lernen können.
devonSPORT ist seit Jahren im Sportbusiness verankert. Warum jetzt eine zweite Marke und kein weiteres Angebot unter dem bestehenden Namen?
devonSPORT hat sich inzwischen eine sehr klare Position im Profisport erarbeitet. Wir arbeiten mit Vereinen, Verbänden und Organisationen rund um den Sport und das Sportbusiness und werden entsprechend stark mit Vertrieb, Beratung und Weiterbildung im Profisport verbunden.
Mit devonNEXT gehen wir einen Schritt weiter. Das Angebot richtet sich an eine deutlich breitere Zielgruppe und ist längst nicht mehr ausschliesslich auf Sportorganisationen begrenzt. Gleichzeitig wollten wir die klare Positionierung von devonSPORT nicht verwässern.
Wir haben deshalb bewusst zwei Marken geschaffen. Mit devonSPORT bleiben wir die Experten für Vertriebsstrategien, Beratung und Weiterbildung im Profisport. Mit devonNEXT übertragen wir unsere Erfahrungen aus dem Sport auf Strategieentwicklung und Umsetzung im Mittelstand. Die neue Marke schützt damit die bestehende Positionierung und schafft Raum für ein deutlich breiteres Angebot.
Gab es einen konkreten Moment, an dem klar war: devonNEXT muss kommen?
Das war kein singulärer Moment. Die Entwicklung hat sich über längere Zeit aus verschiedenen Richtungen ergeben.
Zum einen ist unsere Zielgruppe im Profisport naturgemäss begrenzt. Der Markt für professionelle Sportorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist überschaubar. Gleichzeitig haben wir unsere Methode zunehmend mit Unternehmen, Wirtschaftsvertretern und anderen Organisationen angewendet.
Damit entstand irgendwann die Frage: Wo bekommt dieses Angebot seine eigene Heimat? Hinzu kam, dass wir unser Portfolio immer spezifischer erweitert haben. So ist devonNEXT aus der praktischen Erfahrung heraus entstanden, dass unsere Methode weit über den Sport hinaus funktioniert.
Welches Problem beobachten Sie im Mittelstand immer wieder, das Unternehmen häufig selbst gar nicht erkennen?
Eine der grössten Herausforderungen ist aus meiner Sicht, dass Unternehmen zu stark im Tagesgeschäft gebunden sind. Die Antwort lautet häufig: Dafür hatten wir bisher keine Zeit. Alle arbeiten, alle sind beschäftigt, alle wollen erfolgreich sein. Aber strategisches Denken bleibt dabei auf der Strecke.
Eine zweite Herausforderung ist fehlende gemeinsame Orientierung. Auf der Führungsebene existiert häufig ein Bild davon, wo das Unternehmen hin soll. Auf den Ebenen darunter fehlt dieses gemeinsame Zukunftsbild jedoch. Das kann auf Dauer frustrieren, gerade bei Leistungsträgern und Menschen, die sich weiterentwickeln wollen.
Und schliesslich fehlt es häufig an einer emotionalen Definition von Zielen. Unternehmen haben Tabellen, Präsentationen und Kennzahlen. Da steht dann vielleicht ein Wachstumsziel von 3,8 Prozent. Aber ein solches Ziel begeistert niemanden. Wir wollen deshalb die Frage schärfen: Wofür lohnt es sich eigentlich, diese Reise anzutreten?
Dazu kommt ein zunehmender Druck von aussen. Märkte, Kosten und Wettbewerb fordern Unternehmen permanent. Dadurch geraten Zukunftsperspektive und eigene Gestaltungskraft schnell in den Hintergrund. Unternehmen reagieren dann nur noch, anstatt selbst wieder zu agieren.
Was macht die Methode von devonNEXT wertvoll und unverwechselbar?
Wir drehen die klassische Logik bewusst um. Wir beginnen nicht mit der Frage, was von heute aus realistisch ist. Wir beginnen mit der Frage: Wo wollen wir hin, wenn wir wüssten, dass es nicht scheitern kann?
Wir entwickeln zunächst ein mutiges, emotionales und begeisterndes Zukunftsbild. Erst danach schauen wir rückwärts: Was musste passieren, damit wir genau dort angekommen sind? Das ist der Kern unserer Methode.
Aus diesem Zukunftsbild entsteht anschliessend der Matchplan. Er übersetzt die Vision in konkrete Ziele, Massnahmen und Handlungsschritte. Danach geht es ins Trainingslager: Welche Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten brauchen wir noch? Und schliesslich geht es aufs Spielfeld, also in die konkrete Umsetzung.
DER VIERKLANG
Zukunftsbild – Wohin ihr wollt
Matchplan – Wie ihr dahin kommt
Trainingslager – Was euch stark macht
Spielfeld – Wo es sich zeigt
Aus unserer Sicht entsteht der entscheidende Mehrwert genau aus diesem Vierklang. Wir verbinden eine sehr emotionale und mutige Zukunftsperspektive mit einer sehr konkreten Agenda für die Umsetzung.
Warum genau diese Reihenfolge?
Weil wir uns zu häufig von den Hindernissen bestimmen lassen. Wenn wir von heute aus nach vorne schauen, sehen wir zuerst das, was nicht funktioniert: Kosten, Ressourcen, Marktbedingungen, Wettbewerb oder frühere Erfahrungen. Diese Faktoren beeinflussen dann automatisch, was wir uns überhaupt noch vorstellen können.
Wir drehen diese Logik um. Wir gehen zuerst in eine Zukunft, in der alles möglich ist. Erst wenn wir wissen, wo wir hinwollen, fragen wir: Was war notwendig, damit wir dort ankommen konnten?
„Wo wollen wir hin, wenn wir wüssten, dass es nicht scheitern kann?“
Welche der vier Phasen wird in der Praxis am häufigsten übersprungen und was kostet das?
Am häufigsten scheitert es aus meiner Sicht an der Umsetzung. Viele Unternehmen haben eine Idee. Manche haben auch bereits ein Zukunftsbild oder eine strategische Richtung. Aber dann fehlt die konkrete Übersetzung in die Frage: Was müssen wir jetzt tatsächlich tun?
Der Matchplan ist deshalb entscheidend. Er macht aus einer Idee konkrete Schritte, bis in alle Ebenen einer Unternehmung.
Und wenn die Umsetzung ausbleibt, entstehen Opportunitätskosten. Es geht um nicht erzielte Umsätze, nicht realisierte Gewinne, nicht genutzte Wachstumschancen und nicht ergriffene Möglichkeiten. Der grösste Kostenfaktor ist deshalb häufig das, was ein Unternehmen nicht erreicht, weil es seine Ideen nicht konsequent umsetzt.
Wie beginnt ein Prozess bei devonNEXT konkret?
Wir starten mit einem Briefing auf Entscheiderebene. Dabei geht es darum, die konkrete Situation des Unternehmens zu verstehen: Wo liegen die Herausforderungen? Welche Besonderheiten gibt es? Was erwartet die Geschäftsführung von der Zusammenarbeit?
Danach folgt der erste grosse Baustein: ein gemeinsamer Workshop mit den relevanten Verantwortlichen. Was viele daran schätzen: Wir benötigen dafür in der Regel nur einen Tag mit dem Führungsteam. Eine umfangreiche Vorbereitung ist nicht nötig. Wir arbeiten mit den Menschen und Ressourcen, die bereits im Unternehmen vorhanden sind, sowie deren Erfahrungen, Einschätzungen und Kenntnissen. Keiner kennt sich besser im Unternehmen aus als die handelnden Personen.
Der Workshop ist bewusst ein sehr intensiver Moment. Die Teilnehmer entwickeln jeweils ihr persönliches Zukunftsbild im beruflichen Kontext. Aus diesen individuellen Perspektiven entsteht anschliessend ein gemeinsames Zukunftsbild für das Unternehmen, eine Abteilung, ein Team oder auch eine konkrete Projektgruppe.
Anschliessend bauen wir den Matchplan darauf auf: Ziele, Massnahmen und konkrete Schritte. Am Ende begleiten wir das Unternehmen bei der Realisierung.
Woran erkennt ein Unternehmen nach einem halben Jahr, dass die Arbeit gewirkt hat?
Die Veränderung beginnt schon unmittelbar nach dem gemeinsamen Zukunftsbild. Die Teilnehmer sprechen anders über diesen Tag. Sie sprechen anders über Zukunft und beginnen auch anders über ihre eigene Rolle darin nachzudenken.
Entscheidend ist aber, dass das Zukunftsbild anschliessend ins Unternehmen getragen wird. Mitarbeitende bekommen eine neue Perspektive darauf, wohin sich das Unternehmen entwickeln möchte und vor allem auch auf das Warum dahinter.
Damit entsteht intern zusätzlich freiwerdende Energie. Menschen verstehen besser, wofür sie arbeiten, welche Stärken das Unternehmen besitzt und welche Zukunft es gestalten möchte. Wie stark diese Wirkung nach aussen sichtbar wird, hängt davon ab, wie konsequent das Unternehmen seine Zukunftsidee kommuniziert und lebt. Dabei unterstützen wir mit Impulsen, Ideen und konkreten Anleitungen.
Der Markt für Mittelstandsberatung ist stark besetzt. Was fehlt darin, das devonNEXT liefert?
Ich glaube, dass vor allem die Kombination entscheidend ist. Wir verbinden mutiges Zukunftsdenken mit Emotion und mit konkreten Erfahrungen aus dem Profisport, dem Entertainment und persönlichen Geschichten. Gleichzeitig bleibt es nicht bei einer Vision.
Wir übersetzen diese visionäre Zukunftsperspektive sehr schnell in konkrete Handlungsschritte und einen Matchplan. Das ist für mich der entscheidende Unterschied: Wir verbinden Zukunftsbegeisterung mit Umsetzungsstärke. Wir entwickeln gemeinsam mit dem Kunden eine grosse, mutige Perspektive und übersetzen sie anschliessend in eine konkrete Agenda, die ab Tag eins bearbeitet werden kann.
Warum sollte ein Unternehmer eine Beratung beauftragen, deren Herkunft im Sport liegt?
Weil professionelle Sportorganisationen in vielerlei Hinsicht wie mittelständische Unternehmen funktionieren. Sie haben unterschiedliche Einnahme- und Ausgabensäulen, Ziele, Mitarbeiter, Märkte und Wettbewerber. Sie stehen unter wirtschaftlichem Druck und müssen gleichzeitig mit einer hohen öffentlichen Aufmerksamkeit umgehen.
Gerade weil wir aus diesem Umfeld kommen, kennen wir diese Dynamik aus der Praxis. Wir haben die Methode unter anderem bereits mit Fussball, Handball und Basketballorganisationen, im Golfsport sowie in Kooperationen zwischen Vereinen und Sponsoren eingesetzt.
Und dabei geht es nicht nur um sportliche Ziele. Ein Zukunftsbild eines Vereins sollte nicht bei einer bestimmten Tabellenplatzierung enden.
Entscheidend ist die Emotion dahinter: Wie soll sich die Zukunft für alle Beteiligten anfühlen, wenn wir dieses Ziel erreicht haben? Genau diese Perspektive lässt sich auch auf Unternehmen übertragen.
Welche Überzeugung vertreten Sie, obwohl viele Unternehmensberatungen das anders sehen?
Wir glauben, dass Strategieentwicklung nicht ausschliesslich faktenbasiert beginnen sollte. Die klassische Logik ist häufig: Wir schauen uns die Zahlen und die aktuelle Situation an und leiten daraus ab, welche Zukunft realistisch erscheint. Wir machen es andersherum.
Wir entwickeln zunächst ein Zukunftsbild, das emotional ist und Mut braucht. Es entsteht aus dem Zukunftsmut, den Wünschen und der Vorstellungskraft der Menschen, die das Unternehmen gestalten. Erst danach prüfen wir, was notwendig ist, um dieses Bild Realität werden zu lassen.
Das bedeutet nicht, Fakten zu ignorieren. Im Gegenteil. Sie kommen in den nächsten Schritten sehr konkret ins Spiel. Aber sie sollen nicht schon am Anfang bestimmen, wie gross wir denken dürfen.
Was soll man in drei Jahren im Mittelstand über devonNEXT sagen?
Wir wollen einen echten Impuls in die Unternehmenslandschaft geben. Wir wollen dafür stehen, Strategieentwicklung anders zu denken: emotionaler, mutiger und gleichzeitig konkreter.
Wenn Unternehmer, Geschäftsführer oder Führungskräfte nach einem Prozess sagen: Das hat mich wirklich berührt, ich habe unser Unternehmen plötzlich anders gesehen, und ich weiss gleichzeitig ganz konkret, was wir morgen tun können, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Wir wollen dafür stehen, dass Strategie nicht nur auf dem Papier entsteht. Sie soll Menschen begeistern, berühren und anschliessend in konkrete Umsetzung führen. Zukunftsbegeisterung und Umsetzungsstärke gehören für uns zusammen.
Und was bedeutet das für devonSPORT?
Die beiden Marken ergänzen sich sehr gut. Mit devonSPORT bleiben wir im Sport und konzentrieren uns dort auf Vertriebsberatung, Vertriebsstrategien und Weiterbildung. Mit devonNEXT übertragen wir unsere Erfahrungen und unsere Methode auf den Mittelstand und konzentrieren uns auf emotionale Strategieentwicklung und deren Umsetzung.
Unsere Herkunft bleibt also dieselbe. Aber die Anwendungsfelder werden klar getrennt. devonSPORT steht für Vertrieb und Sportbusiness. devonNEXT steht für emotionale Strategieentwicklung und Umsetzung im Mittelstand.
Kontakt
devonSPORT GmbH
Stephan Westermann (Geschäftsführer)
E-Mail: westermann@devon-sport.de
Web: devon-sport.de











