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Nach der Handball-EM ist vor der Handball-EM: Zu Jahresbeginn waren die Männer in Deutschland dran, Ende 2024 steht die Women's EHF EURO in der Schweiz, Österreich und Ungarn an. Aus diesem Anlass zeigen Partner aus dem ESB Netzwerk auf, wo aktuelle Fokusthemen und Trends beim Handball-Sponsoring liegen. Für welche Branchen könnten Sponsorings im Handball besonders interessant sein? Welche Rolle spielt die Frauen-EM? Und wo hat das Sponsoring im Handball noch Nachholbedarf?

SHV: Dynamische Entwicklung und Sponsoringchancen bei der Frauen-EM

Im Sponsoring des Schweizer Handball-Verbands (SHV) hat sich in den letzten Jahren sehr vieles positiv entwickelt. Die Naming Rights verschiedenster Produkte konnten mit Partnern besetzt werden. Beispiel dafür sind die CONCORDIA Handball Akademie der Frauen im OYM, die Quickline Handball League (QHL) bei den Männern, die SPAR Premium League (SPL) bei den Frauen oder der Mobiliar Handball Cup. Mit SULZER engagiert sich ein global tätiges Unternehmen bei der neu geschaffenen Together League, einer inklusiven neuen Meisterschaftsform.

Für die bevorstehende Frauen Handball-Europameisterschaft vom 28. November bis 3. Dezember 2024 in der St. Jakobshalle in Basel suchen wir aktuell noch einige National Supplier Partner und Sponsoren für unser Nachhaltigkeitskonzept. An sechs Spieltagen mit je zwei EM-Spielen wird in zwei Gruppen um die Hauptrundenqualifikation gespielt. Die Schweiz spielt gegen Dänemark, die Färörer und Kroatien. In der zweiten «Basler Gruppe» treten die Weltmeisterinnen aus Frankreich gegen Spanien, Portugal und Polen an. Am Rheinknie gibt sich Ende November also die Welt-Elite im Frauen-Handball die Klinke in die Hand.

©Schweizerischer Handball-Verband (SHV)

Handball ist ein sehr dynamischer, köperbetonter aber fairer Teamsport bei dem viel Action und Tore geboten werden. Die Spieler*innen sind bodenständig und nahbar. Sie engagieren sich auf und neben dem Spielfeld mit Herzblut für ihren Sport und den Nachwuchs. Die Branchen der Finanzdienstleistung und Telekommunikation sind an der EURO noch nicht besetzt und eignen sich neben weiteren Branchen für eine erfolgreiche gemeinsame Partnerschaft.

Roger Keller,  Leiter Marketing / Projektleiter der Frauen Handball Europameisterschaft, Schweizerischer Handball-Verband (SHV)

Aufschwung durch medialen Fokus und Infrastrukturentwicklung

Der Handballsport hat in den letzten Jahren medial mehr Aufmerksamkeit erhalten. Dies hat hauptsächlich mit der Entwicklung der Nationalteams zu tun. Der Andy-Schmid-Effekt hallte bei den Männern nach, mittlerweile spielen so viele Schweizer in der Bundesliga wie nie zuvor. Dies wirkt sich auch auf die Qualität der Nationalmannschaft aus. Im Frauenhandball trägt die Akademie, welche im Chamer Sportzentrum OYM (On Your Marks) perfekte Bedingungen vorfindet, erste Früchte. Die EM 2024, welche u.a. im eigenen Land stattfindet, hat immenses mediales Potential und kann den Frauenhandball nochmals boosten, ähnlich wie es 2019 im Unihockey im «Märchen von Neuchâtel» der Fall war. Ergo sehe ich viel Potential rund um die Nationalteams sowie im Bereich Infrastruktur. Diverse tolle Hallenprojekte wurden in den letzten Jahren entwickelt (Schaffhausen, Bern, Winterthur) und weitere werden folgen (Kriens), dank denen Unternehmen ihre Marke in einem professionellen Umfeld wirkungsvoll präsentieren können. Genau in diesem Bereich gibt es aber auch noch Potential, da nach wie vor in vielen alten Hallen mit zu unruhigem Fernsehbild gespielt wird und oft zu viele Brands transportiert werden.

Benjamin Echaud, Leiter Sponsoring & Live Marketing, die Mobiliar

©die Mobiliar

Digitales Sponsoring steigert Reichweite und Fanbindung

In den letzten Jahren hat sich das Sponsoring im Handball in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt und an Bedeutung gewonnen. Unternehmen nutzen verstärkt digitale Kanäle, um ihre Marke zu präsentieren, ein breites Publikum zu erreichen und mit Fans zu interagieren. Anhand der Men‘s EHF EURO 2024 wurde die einzigartige Plattform des Handballs deutlich: Die digitale Reichweite des Turniers stieg auf 400 Millionen über alle überwachten Kanäle, und die EHF-Kanäle verzeichneten einen Zuwachs von 115.000 Followern. Partner wie Gorenje und Grundfos profitierten von hohem Fan Engagement durch Initiativen wie den Match Predictor und die Wahl zum „Player of the Match“. Auch vor Ort konnten Partner wie Lidl durch Engagement wie die Ausstattung und Koordination der "Lidl-Escort-Kids" bei allen Spielen das Fanerlebnis verbessern und ihre Marke sichtbarer machen. Handball bietet Marken aller Branchen großes Potential, da die direkte Kundeninteraktion vor Ort und die mediale Reichweite die Markenbekanntheit stärken. Die Nutzung der Hospitality Plattform eignet sich zudem für den Beziehungsaufbau zu Geschäftskunden.

©Infront

Die anstehende Women's EHF EURO 2024 ist ein Beispiel für die steigende Attraktivität und Rentabilität des Frauensports, wie unsere wachsende Liste von Partnern unterstreicht. Dies zeigt die wichtige Rolle des Frauensports bei der Inklusivität und Positionierung von Marken in ganz Europa.

Christian Sperling, Associate Director Handball, Infront

Handball in Österreich: Premiumprodukt mit Infrastrukturherausforderungen

Der Handballsport hat für seine Fans und im Sponsoring eine sehr attraktive, positive Anziehungskraft: Die Grundlage dafür ist zweifellos der begeisternde und andauernde Erfolg unseres Herren-Nationalteams. Dieses ist seit über zehn Jahren regelmäßiger Vertreter bei den Handball-Endrunden und hat sich aktuell durch den Sieg gegen Georgien für die WM-Endrunde 2025 qualifiziert. Gratulation! Durch diese konstanten sportlichen Erfolge in einer Mannschaftssportart haben sich Nationalteams generell, aber das Herren-Nationalteam insbesondere, zu einem sportlichen Aushängeschild entwickelt. Dazu kommt, dass im Handball in Österreich sehr professionell gearbeitet wird, was sich wiederum in den Erfolgen widerspiegelt: Viele heimische Spieler finden den Weg in stärkere Ligen im Ausland, profilieren sich dort und stärken somit nicht nur das Nationalteam, sondern die gesamte Sportart. Sie veredeln den Sport zum Premiumprodukt für ADMIRAL.

©ADMIRAL Sportwetten GmbH

Dazu kommt die enge Zusammenarbeit zwischen dem Handballverband und der Handball-Liga, wo man ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit legt. Jedes Jahr stoßen junge Spieler nach, die sich in den Mannschaften etablieren; den besten Talenten gelingt dann der Sprung ins Ausland. Einziges Manko in diesem erfolgreichen Kreislauf ist die Infrastruktur: Für den Nachwuchs stehen nicht genügend Hallen zur Verfügung. Dadurch können nicht alle Spielerinnen und Spieler, die sich für den Sport begeistern, diesem auch nachgehen. Ich höre immer wieder, dass Kindern aufgrund von Kapazitätsproblemen abgesagt werden muss, auch, weil es zu wenige Trainerinnen und Trainer gibt. Das wirkt sich auch auf die Partner aus, denn wenn es zu wenig Spielstätten oder zu kleine Hallen gibt, sind auch die Unterstützungsmöglichkeiten im Sponsoring begrenzt – dabei bietet es soviel Potenzial. Und darum wird sich ADMIRAL weiterhin sehr engagieren, weil wir die große Zukunft vom Handball sehen und sie uns allen so viele Highlights bietet: Wie die kommende Women's EHF EURO in der Schweiz, Österreich und Ungarn. Nachdem wir das Frauen-Nationalteam als Partner begleiten, ist es für ADMIRAL selbsterklärend, dass wir bei der Europameisterschaft im eigenen Land ebenfalls eng an der Seite stehen. Zumal sie im eigenen Land stattfindet: Die Vorrunde wird auf alle drei Länder aufgeteilt, aber die Entscheidungsspiele der Hauptrunde werden in Österreich absolviert. Wir sind überzeugt, dass wir hier einen weiteren großen Wurf in der Geschichte des heimischen Handballsports erleben werden - der wiederum neue Schritte möglich machen könnte.

Jürgen Irsigler, Geschäftsführer, ADMIRAL Sportwetten GmbH

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