Marken managen.
22.01.2026


Emotion schlägt KI: Social Media Trends 2026
Social Media entwickelt sich auch 2026 rasant weiter. KI-Content, neue Community-Räume und Plattform-Shifts stellen Marken vor die Frage: Wie bleibt man sichtbar und relevant? Wir haben unser Netzwerk gefragt, welche Trends jetzt wirklich zählen.
Social Search boomt
Das weit verbreitete Phänomen der ‘Social Search‘, also der Informationssuche in sozialen Netzwerken statt in klassischen Medien, wird noch größer werden. Video-First-Plattformen wie TikTok und YouTube gewinnen hier weiter an Relevanz. Darüber hinaus bleibt zu beobachten, wie sich Plattformen der funktionalen Nische (LinkedIn im Business-Sektor, Reddit im Community-Bereich) entwickeln – als Gegenbewegung zu den stark algorithmus-basierten Playern von Meta, Google & Co.
KI sollte dabei als Produktivitäts- und Skalierungsfaktor wirken und sinnvoll zur Beschleunigung von Recherche, Ideengenerierung und Personalisierung des Contents beitragen. Es bleibt zu hoffen, dass durch das verstärkte Aufkommen von KI im Alltag gleichzeitig auch das Bewusstsein beim Konsum steigt. Durch Haltung, Kontext und Glaubwürdigkeit, sodass Plattformen künftig weniger Quantität, sondern relevanten Mehrwert belohnen. Die Einbindung von Creatorn kann hierauf einen positiven Effekt haben, weil es „echte“ Personen sind. Wie sinnvoll diese für einzelne Brands – oder in meinem Bereich einzelne Sportorganisationen – sind, bleibt aber auch im Jahr 2026 individuell.
David Steinkuhl, Leitung Social Media, Borussia Dortmund

Nahbarer Content statt gescripteter Kampagne
Für uns wird Social Media 2026 weniger von kurzfristigen Plattform-Hypes geprägt sein als von der Frage, wo wir als Marke nachhaltig relevant bleiben und wie wir uns gleichzeitig behutsam für eine jüngere Zielgruppe öffnen. Instagram und TikTok sind zentrale Kanäle, verändern sich jedoch deutlich: weg von reiner Reichweitenlogik, hin zu kuratierten Community-Räumen und qualitativem Content mit echtem Mehrwert. Es geht weniger um Hochglanz-Kampagnen, sondern um nahbaren Content, mit dem sich unsere Zielgruppe identifizieren kann. Wir machen unser Markenversprechen durch die Screens erlebbar. Facebook bleibt dabei, trotz veränderter Wahrnehmung, ein bewusst genutzter und relevanter Kanal.
KI verändert unsere Content-Produktion grundlegend, auch auf Social Media. Besonders in der Model- und Bildproduktion nutzen wir neue Effizienzpotenziale bei gleichzeitiger Klarheit: Auf Social zählen authentische, chaotische und ungeschönte Momente. Produktionen am Berg bleiben real und Creator-Partnerschaften bleiben wichtig, mit Fokus auf glaubwürdigen, emotionalen und weniger gescripteten Content.
Stefan Ostertag, CMO, Schöffel

Instagram & TikTok bleiben Top-Kanäle
Für uns gewinnen 2026 vor allem zwei Plattformen weiter an Relevanz. Instagram bleibt der zentrale Kanal. Diese Plattform erreicht eine breite Zielgruppe, eignet sich sowohl zur Informationsvermittlung als auch zum Aufbau von Emotionen und Hype rund um Spieltage, Spieler und Events. Dazu kommt TikTok. TikTok wird insbesondere bei der jungen Zielgruppe immer wichtiger. Kurze, authentische Videos bieten enormes Potenzial, um Basketball noch erlebbarer zu machen und neue Fans für den Sport zu begeistern. Am Ende geht es immer noch darum echte Stories zu erzählen und für den Sport zu begeistern.
Durch KI verändert sich die Content-Produktion spürbar. In der Foto- und Videoproduktion integrieren gängige Softwares zunehmend KI-Features, die Arbeitsprozesse beschleunigen und vereinfachen. Auch in der Textentwicklung für kurze Beitragstexte oder längere Reportings unterstützt KI effizient. Zusätzlich dazu spielen Creator-Partnerschaften für uns aktuell noch eine untergeordnete Rolle. Statt klassischer Influencer fungieren unsere Spieler als authentische Multiplikatoren. Aufgrund begrenzter Budgets sind gezielte Influencer-Kampagnen derzeit nur eingeschränkt realistisch. Stattdessen müssen wir nahbaren und ungefilterten Content liefern - mit Einblicken, die der „normale Fan“ sonst nicht zu sehen bekommt.
Frederik Kreyenborg, Digital Content Manager, RASTA Vechta

Emotionen > KI
Die Künstliche Intelligenz ist unlängst in fast allen Bereichen der Welt angekommen, auch auf Social Media lassen sich KI-Inhalte kaum noch von echten Inhalten unterscheiden. Genau deshalb ist es für uns als Rhein-Neckar Löwen, einem Verein im Profisport von immenser Bedeutung, das zu spielen, worauf wir exklusiven Zugriff haben: Emotionen. Eine ausverkaufte Halle, ein packendes Spiel, die Jubelszenen zwischen Fans und Team, das kann keine KI der Welt in dieser Form nachstellen. Woche für Woche ergeben sich einzigartige Bilder und Geschichten - und darauf setzen wir nach wie vor bei unserem Content.
Trotzdem nutzen auch wir KI in unserer täglichen Arbeit, sei es bei der Planung oder Konzeptionierung von Inhalten. Dabei ersetzt Künstliche Intelligenz keine Arbeitskräfte, sondern wirkt viel mehr als Unterstützung, um Prozesse zu vereinfachen und gibt gleichzeitig mehr Raum für Kreativität. Dabei steht die digitale Welt nicht nur aufgrund von KI in einem stetigen Wandel. Die Plattformen im Bereich Social Media verändern sich nahezu täglich, dabei geht es 2026 längst nicht mehr nur darum, die meisten Follower zu haben. In Zeiten von verschiedensten Filter-Möglichkeiten steht für uns im Fokus, zu verstehen, was für den User wirklich relevantist, um Follower zu binden und Reichweite zu erlangen. Wir als Rhein-Neckar Löwen beobachten die Trends täglich, sind mitten im Kampf um digitale Sichtbarkeit und wollen dabei mit der Emotionalität und Authentizität unseres Sports punkten.
Kevin Sandomir, Leiter Medien & Kommunikation, Rhein-Neckar Löwen

Community Aspekte sind entscheiden
Mein Hot Take ist, dass es nicht einzelne Plattformen sein werden, die Relevanz gewinnen, sondern vielmehr die Community Features der Plattformen noch wichtiger werden. Denn: In vielen Ländern erreicht die Durchdringung durch Social Media langsam ein Plateau und die großen Player sind etabliert. Jede Plattform hat ihr eigene Value Proposition und wir sehen aktuell keinen neuen Player wie das z.B. mit TikTok 2020 der Fall war. Was Nutzer erwarten sind maximal relevante Inhalte, die sie nicht "nur" konsumieren, sondern direkt mit ihren eigenen Freunden und Communities teilen und diskutieren. D.h. ich erwarte leicht sinkende Awareness über den Feed und einen nochmal deutlichen Anstieg von Shares, Direct Messages etc. Dahin verändert sich das Nutzerverhalten. Instagram hat z.B. schon angekündigt, dem Rechnung zu tragen und Metriken wie Shares nochmal deutlich stärker zu gewichten.

Wenig überraschend: Wir werden einen massiven Anstieg an KI generiertem Content sehen und dieser wird sich weiter professionalisieren. Aus unserer Sicht ist es aber essenziell, die Produktion an die Botschaft anzupassen, um die eigene Zielgruppe nicht zu enttäuschen. Wir sehen eine hohe Akzeptanz im Bereich der reinen Produktbewerbung (technische Features, Details, Information). Gerade im Lower Funnel kann hier mit hochpersonalisiertem AI-Content ein großer Mehrwert geschaffen werden. Trotzdem erwarten die Nutzer von starken Marken weiterhin, dass sie sie überraschen, begeistern und emotional abohlen. Dass sie "sich Mühe geben". Und deshalb wird im Brand Building und der Brand Experience an "Real Life Prodiktionen" mit echten Menschen und Protagonisten kein Weg vorbeiführen.
Gerade im Sport haben viele Vereine die besten Creators mit den eigenen Spielern quasi inhouse - das ist ein enormes Asset. Sport- und Fan-relevante Themen können so über die eigenen Kanäle sowie über die der Spieler meist sehr gut abgebildet werden. Gerade im Bereich Social Commerce ist es aber wichtiger, Creator stark mit einzubeziehen, um rein auf Merchandise ausgerichtete Botschaften nicht ausschließlich über die eigenen Kanäle zu spielen. Denn: Social Commerce ist stark getrieben durch in-Feed Discovery und Creators können hier einen starken Beitrag leisten.
Andreas Torwesten, Director Brand Building, LOBECO
KI kann keine inhaltliche Verantwortung übernehmen
Für uns gewinnen 2026 vor allem jene Plattformen an Bedeutung, die Nähe schaffen und Inhalte schnell und direkt ausspielen können. TikTok und YouTube bleiben zentrale Kanäle, weil sie Reichweite auch ohne grosse bestehende Community ermöglichen und stark auf Bewegbild setzen. Instagram bleibt wichtig, vor allem im Zusammenspiel mit Partnern, Sponsoren und konkreten Angeboten wie Tickets oder Merchandise. Gleichzeitig beobachten wir, dass eigene Club-Plattformen und geschlossene Communities an Relevanz gewinnen, weil sie den direkten Austausch unter und mit den Fans ermöglichen.
Künstliche Intelligenz verändert dabei die Content-Produktion spürbar. Sie hilft, Prozesse effizienter zu gestalten – etwa beim Schnitt, bei Untertiteln oder bei Übersetzungen. Die inhaltliche Verantwortung bleibt aber klar beim Menschen: Haltung, Tonalität und Storytelling sind nach wie vor entscheidend. Hierfür können auch Creator-Partnerschaften im Sport- und Entertainmentbereich punktuell sinnvoll sein. Für uns sind sie aktuell jedoch kein Schwerpunkt. Wichtig ist, dass die Inhalte glaubwürdig und authentisch sind und zur Identität der Marke passen.
Gilles Wüthrich, Head of Club Media & Marketing Communications, BSC Young Boys

KI Content Produktion wird vom Buzzword zur Währung
2026 steht nicht für radikale Plattformbrüche, sondern für klare Schwerpunktverschiebungen. Relevanz entsteht dort, wo Aufmerksamkeit, Community und Monetarisierung zusammenkommen – vor allem auf TikTok, Instagram und YouTube. TikTok bleibt der stärkste Growth-Treiber im Sport, da Relevanz wichtiger ist als bestehende Reichweite und Emotionen sowie Persönlichkeiten im Hochformat optimal funktionieren. Instagram entwickelt sich zur kuratierten Premium-Bühne: Reels für Reichweite, Stories für Nähe, Broadcast-Channels für Bindung. YouTube, insbesondere über Shorts, ist ein unterschätzter Stabilitätsanker, weil Reichweite, Suchlogik und langfristige Wertschöpfung hier zusammenspielen. Twitch und Discord ergänzen das Ökosystem als echte Community-Plattformen.
Künstliche Intelligenz ist 2026 kein Buzzword mehr, sondern Standard in der Content-Produktion. Sie automatisiert Clips, priorisiert Highlights und beschleunigt Anpassungen. Ihr größter Wert liegt darin, Zeit für Kreativität, Storytelling und Community-Nähe zu schaffen – Geschwindigkeit wird zur zentralen Währung.

Klassische Influencer-Kampagnen hingegen, verlieren an Wirkung. Erfolgreich sind authentische, langfristige Creator-Partnerschaften, bei denen Creator Teil der Markenwelt und der Story werden. Die Projekte des FC Bayern mit den Kaulitz Brüdern sind hier ein gutes Beispiel.
Alexander Kühn, Co-Founder & CEO, Social Corner
Vertrauen und Community-Aspekte sind entscheidend
2026 gewinnt nicht die lauteste Plattform, sondern die, die Vertrauen und Community-Mechaniken am besten zusammenbringt. Instagram und TikTok bleiben relevant, aber YouTube und LinkedIn legen spürbar zu, weil sie stärker auf Tiefe, Expertise und echte Aufmerksamkeit einzahlen. Parallel wachsen “private” Räume: Discord-Server, Newsletter/Substack, Podcast-Communities – überall dort, wo Bindung wichtiger ist als der nächste Viral-Hit.
Dabei ist KI der Turbo für die Produktion. Ideen, Skripte, Schnitt, Thumbnails, Übersetzungen und zahlreiche Asset-Varianten pro Zielgruppe werden schneller, günstiger und skalierbarer. Das Risiko: Einheitsbrei, Fake-Bildwelten und sinkendes Vertrauen. Die Frage ‚Was ist hier eigentlich noch echt?‘ bewegt die User. Umso wichtiger werden klare Kennzeichnung, Fraud-Checks und vor allem unverwechselbare Creator-Stimmen, denn echte Creator-Stimmen sind die wichtigste Währung. Wer KI als Enabler nutzt und dem Menschen Raum gibt, bleibt relevant.
Zusätzlich sind für Sport und Entertainment Creator-Partnerschaften 2026 kein Add-on mehr, sondern ein strategischer Hebel. Sie verlängern Event-Momente in Storylines, bringen kulturelle Anschlussfähigkeit in Communities und liefern Performance, ohne sich wie Werbung anzufühlen, besonders, wenn man langfristig denkt.
Eva-Maria Hänel, CEO, Reachbird

Auffallen durch Haltung
2026 zeigt, dass Social Media kein Ort mehr für lineare Trends ist – sondern ein Kräftefeld aus Vektoren: Während KI Milliarden von Inhalten ausspuckt, steigt parallel die Sehnsucht nach dem Unperfekten: Handgezeichnete Spots wie von Porsche oder bewusst manuell produzierte Trailer von Apple gewinnen an Wirkung, weil sie sich sichtbar von KI generierter Massenästhetik unterscheiden.
TikTok und YouTube Shorts dominieren kulturelle Sichtbarkeit, aber Discord-Server und Telegram-Gruppen schafft Tiefe – nicht Reichweite. Instagram-Feeds dagegen verlieren rapide an Bedeutung: Wer seinen Freunden folgt, bekommt trotzdem Ads, Reels und „du könntest auch mögen…“. Ohne Kurskorrektur bei Meta stirbt der klassische Feed an Relevanzvergiftung.
KI-Content beschleunigt die Content-Produktion, ersetzt aber keine Idee. Creator-Partnerschaften werden im Sport zur Infrastruktur: Fans vertrauen Menschen, nicht Logos. Plattformen wie Substack ermöglichen neue Tiefe, jenseits von Filterblasen und Like-Sprints.

Fazit: Wer 2026 auffallen will, braucht Haltung, nicht nur Tools. Und eine Strategie, die versteht, dass jedes „Mehr“ auch ein „Zuviel“ sein kann.
Björn Kruse, CEO, Kruse+Company Werbeagentur
Auf den Gegentrend zu KI fokussieren
Auf Social Media ist der Teufel los. Aber ehrlicherweise kann man das ja fast als Dauerzustand beschreiben. Besonders ist, dass die vielzähligen KI-Tools nun auch noch wie ein Brandbeschleuniger wirken. Was die Kanäle angeht, kann man leichte Relevanz-Verschiebungen feststellen. TikTok, Youtube, Meta & Co bleiben stabil. X wird zunehmend verdrängt durch aufstrebende Plattformen wie Threads and Bluesky. Whatsapp ist mittlerweile ein Hybrid, halb messaging, halb social.

Was den Content selbst angeht, stehen wir vor einer spannenden Phase. Etwa 70% des Contents wird jetzt schon mit Hilfe von KI erzeugt. Und jetzt erst werden die Tools so langsam richtig gut. Bald werden wir nur noch anhand der Wasserzeichen erkennen, was echt und was nicht echt ist. Die Unwirklichkeit ist der Trend. Und wenn das so ist, dann empfehle ich allen Marken und Menschen: Stürzt euch auf den Gegentrend. Das Echte. Das Authentische. Das Wahre. Denn das gewinnt jetzt erst recht an Wert und schafft langfristig Vertrauen und Bindung. Auch Creator-Partnerschaften, ganz gleich ob im Sport oder Entertainment-Bereich, können dazu beitragen, den Gegentrend zu beflügeln. KI-Content funktioniert. Aber Echtheit siegt. Hoffentlich.
Dennis Lück, Gründer & Geschäftsführer Kreation, brinkertlück Schweiz
Mess-Mechaniken verschieben sich
Eine der größten Veränderungen im Sponsoring sehe ich aktuell in einem besseren Umgang mit First-Party-Daten. Technologien wie zum Beispiel eine Customer Data Platform ermöglichen es, Daten aus Ticketing, CRM, Apps und digitalen Kanälen zusammenzuführen und Sponsoring stärker an tatsächliche Beziehungen und messbare Geschäfte zu knüpfen, statt an reine Sichtbarkeit. Dadurch verschiebt sich Sponsoring zunehmend von geschätzter Reichweite hin zu nachvollziehbarer Wirkung auf individueller Ebene.
Künstliche Intelligenz wird dabei der nächste wichtige Schritt sein, indem sie Verhaltensprognosen unterstützt, Zielgruppen einfacher segmentiert und Aktivierungen besser auf den richtigen Zeitpunkt abstimmt. Parallel dazu verändert sich auch die „Währung“ im Sponsoring. Entscheidend sind nicht mehr Impressionen, sondern identifizierte und direkt erreichbare Fans, bei denen Interaktionen, Geschäfte und Leads messbar sind. Auch neue Formen der digitalen und anpassbaren Exposition, wie virtuelle Banden oder personalisierte Streams, gewinnen an Bedeutung. Ihr Mehrwert entsteht dann, wenn Botschaften je nach Zielgruppe und Kontext angepasst werden können. Sponsoring wird dadurch relevanter, zielgerichteter und messbarer.
August Berg, Sales Manager Dach, Data Talks

Authentisch in den Alltag der Konsumenten vorrücken
2026 geht’s weniger um die nächste Plattform, sondern um bessere Nutzung. Die großen Netzwerke stagnieren auf hohem Level und entscheidend ist, wie gut wir Marke, Community und Paid verbinden. Was aber viele Marken noch nicht im Social Mix denken: WhatsApp und Spotify! Beide sind extrem nah am Alltag, bauen Nähe und Bindung auf. Da sehe ich noch viel Potenzial.
Und KI hilft uns, die Ressourcen dafür frei zu machen. Die Content-Produktion wird spürbar schneller, günstiger und skalierbar. Bis hin zu kompletten KI-Produktionen. Aber es wäre kurzsichtig unseren Vorteil aufzugeben: Emotion, Nähe, Echtheit. Das können wir im Sport wie kaum eine andere Branche. An diesem Punkt helfen uns Creator-Partnerschaften. Doch sollten wir dafür „Creator“ weiterfassen, als Influencer für Reichweite und Affiliate-Umsatz zu nutzen. Auch kleinere Accounts und Leute aus dem Markenumfeld, die in erster Linie perfekt zur Marke passen, geben unserer Marke Ton und Persönlichkeit UND können zeitgleich Umsatz triggern.
Artur Kolodziejski, Geschäftsführer, Trift Social

Das menschliche Aufgabenprofil ändert sich stark
Nach der Klärung der Zukunft für amerikanische Nutzer wird TikTok weiter an Relevanz gewinnen, zumal der Trend, externe Informationen einzubeziehen, eine wichtige Rolle in den geplanten Entwicklungen spielen soll. Da Google jedoch eine besonders gute Ausgangsposition für die Implementierung des für diesen Trend wesentlichen Bausteins Social Search besitzt, ist auch YouTube ein Kandidat, der an Wichtigkeit zulegen wird.
KI revolutioniert die Social-Media-Produktion in Geschwindigkeit, Qualität und Logik. Die automatisierte Erstellung ermöglicht massive Skalierung, schnellere Trendreaktionen und Markenkonsistenz. KI-Agenten verstärken diesen Effekt, indem sie autonome Workflows von der Trendrecherche bis zum Community-Management in Echtzeit übernehmen.

Dadurch verschiebt sich das menschliche Profil: Operative Aufgaben weichen der strategischen Themenführung, dem Storytelling und der redaktionellen Verantwortung. Da KI Content zur Massenware macht, entsteht Wettbewerbsvorteil künftig nicht durch Produktionskapazität, sondern durch strategische Haltung und präzise inhaltliche Steuerung. KI-Agenten agieren hierbei als proaktive Partner für eine kontinuierliche, datenbasierte Optimierung.
Oliver Spring, Group CEO, ARGUS DATA INSIGHTS Schweiz
Sichtbarkeit kriegt, wer relevant ist – nicht wer am lautesten schreit
Die Plattformen, die 2026 zählen, sind nicht zwingend neu – aber sie haben sich neu erfunden. YouTube wird zur Suchmaschine der nächsten Generation, TikTok bleibt der Taktgeber für Trends, und Instagram kämpft mit allen Mitteln um Relevanz. Parallel entstehen neue Community-Spaces, die weniger algorithmisch, aber umso menschlicher funktionieren. Wer hier punkten will, muss mehr bieten als nur hübsch gefilterte Inhalte.
KI übernimmt in der Content Produktion die Fleissarbeit, aber der Mensch bleibt der Gamechanger. Content-Planung, Captions, Thumbnails? Macht die Maschine. Aber: Wirklich gute Geschichten brauchen Empathie, Timing und Haltung – und das bleibt menschlich. Creator sind längst keine Beiwerk-Influencer mehr, sondern die neuen Mediapartner im Sport und Entertainment. Sie liefern nicht nur Reichweite, sondern Kontext, Glaubwürdigkeit und Kreativität – also genau das, was Marken 2026 brauchen, um nicht nur gesehen, sondern gespürt zu werden.
Ferris Bühler, CEO, Ferris Bühler Communications











