Event- & Entertainment-Marketing.
18.09.2026


Wie die TORTOUR ihr Sportevent zur Live-Reality-Show macht
Die TORTOUR ist als Nonstop-Ultracycling-Event seit Jahren etabliert. 2026 haben die Veranstalter das Format neu gedacht und mit «TORTOUR Live on the Edge» erstmals das Ultracycling-Event mit Elementen des Reality-TVs verknüpft. Was steckt hinter der Idee, wie wurde das neue Format angenommen und welche Perspektiven ergeben sich daraus für Veranstalter und Sponsoren?
Wann entstand die Idee zu „Live on the Edge“?
Die Idee zu «TORTOUR Live on the Edge» entstand im Vorfeld der Austragung im August 2026. Nach Jahren im Kanton Zürich kehrte das Event zu seinen Wurzeln nach Schaffhausen zurück. Die Veranstalter um Gründer Joko Vogel suchten nach einer Vision, um den faszinierenden, aber für Aussenstehende oft schwer greifbaren Ultracycling-Sport emotional zugänglich zu machen.
Worum geht es bei dem neuen Format genau?
Bei dem neuen Format geht es darum, die Menschlichkeit und extreme Grenzerfahrung ungefiltert zu zeigen. Statt einer klassischen Sportübertragung wird das Rennen als Live-Reality-Story inszeniert. Insgesamt sechs Teams, besetzt mit prominenten Sportgrössen wie Dario Cologna und Alistair Brownlee, bezwingen eine 500 Kilometer lange Nonstop-Strecke. Über 20 Kameras, Drohnen und Onboard-Perspektiven übertragen Teamdynamiken, Konflikte, strategische Fehler und pure Erschöpfung live und in Echtzeit.
Müssen Sportveranstalter heute radikal neu denken und eigene, hybride Plattformen schaffen, um im Kampf um die Aufmerksamkeit der Fans überhaupt noch zu bestehen?
Ja, Sportveranstalter müssen heute radikal umdenken. Der klassische Wettbewerb alleine reicht in einer von Content überfluteten Medienlandschaft oft nicht mehr aus, um jüngere Zielgruppen dauerhaft zu binden.
- Der Fan im Cockpit: Durch die Verknüpfung von Live-Echtzeitdaten – wie Herzfrequenz, Wattwerten und präziser GPS-Ortung – mit bewegten Bildern wechseln Zuschauer von der passiven Beobachterrolle direkt in die Perspektive der Athleten.
- Hybride Plattformen als Standard: Veranstalter werden zunehmend zu eigenen Medienhäusern. Die offizielle TORTOUR-Plattform zeigt, dass der Mehrwert darin liegt, eine Brücke zwischen technischer Datenanalyse, packendem Storytelling und interaktivem Fan-Engagement zu schlagen.
Was waren die grössten Herausforderungen bei der Premiere?
Die Produktion eines über 19 Stunden langen Nonstop-Livestreams quer durch die Topografie der Schweiz brachte extreme logistische und technologische Herausforderungen mit sich:
- Infrastruktur bei Nacht und Speed: Mobile Kamera-Crews und Onboard-Systeme mussten auch bei Dunkelheit und hohen Geschwindigkeiten stabile Signale liefern.
- Extreme Wetterbedingungen: Die Austragung im Sommer 2026 war von einer Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 33 und 38 Grad geprägt. Dies forderte nicht nur den Athleten alles ab, sondern brachte auch das technische Equipment an thermische Grenzen.
- Dramaturgische Balance: Die Regie und die internationalen Kommentatoren wie Matt Stephens und Hannah Walker mussten unvorhergesehene Ereignisse – wie Stürze im Team oder mentale Krisen mitten in der Nacht – feinfühlig, aber dennoch packend für das Publikum aufbereiten.
Wie fällt das Feedback seitens Veranstalter, Sponsoren, Teilnehmer und auch der Fans aus?
Das Fazit der viel beachteten Premiere fällt durchweg positiv und wegweisend aus:
- Veranstalter: Zeigen sich erfreut über den gelungenen technologischen Meilenstein. Das Event hat bewiesen, dass Ultracycling das Potenzial zum Mainstream-Entertainment besitzt.
- Fans: Zeigten sich fasziniert von den intimen Einblicken. Das Mitfiebern via YouTube-Livestream und die TV-Ausstrahlung auf TV24 sowie das Streaming über Social Media Plattformen generierten gute Interaktionsraten.
- Teilnehmer: Lobten die neu geschaffene Bühne. Ihre extremen sportlichen Leistungen erhielten dadurch eine mediale Wertschätzung, die weit über die traditionelle Radsport-Community hinausreichte.
- Sponsoren: Profitierten von einer deutlich verlängerten Verweildauer der Zuschauer auf den Kanälen.
Die Premiere hat gezeigt: Menschen wollen nicht nur Resultate sehen sie wollen mitfühlen. Besonders die Nähe zu den Teams und die ungeschminkten Momente kamen stark an. Gleichzeitig hat der Veranstalter wertvolles Feedbacks erhalten, mit dem er das Format nun gezielt weiterentwickeln können.
Was macht «TORTOUR Live on the Edge» aus eurer Sicht für Sponsoren und Partner attraktiv?
Für Sponsoren verschiebt sich der Fokus von rein passiver Logo-Präsenz hin zu organischem und authentischem Storytelling. Marken werden Teil der Reise:
- Integrierter Content: Partner werden direkt in den harten Alltag des Rennens eingebunden. Ein Beispiel hierfür ist die Verpflegung der Fahrer während der kräftezehrenden Phasen.
- Emotionale Markenaufladung: Sponsoren wie das siegreiche Team KA-EX stehen nicht mehr nur auf einer Sponsorenwand, sondern werden direkt mit den Triumphen, Tränen und dem unbändigen Teamgeist der Athleten assoziiert.
- Crossmediale Omnipräsenz: Durch die parallele Bespielung von TV, Streaming und Social Media entstehen für Partner massgeschneiderte Content-Formate, die auch nach dem Event langfristig ausgespielt werden können.
Wie geht es weiter und wie soll sich das Format künftig entwickeln?
Nach dem Erfolg der Weltpremiere im Jahr 2026 soll «TORTOUR Live on the Edge» fest im jährlichen Programm etabliert und technologisch weiter geschärft werden:
- Erweiterte Interaktivität: Für kommende Austragungen ist geplant, KI-gestützte Analysen noch tiefer zu verankern und den Fans zusätzliche interaktive Möglichkeiten zu geben, direkt Einfluss auf das Renngeschehen oder die Team-Kommunikation zu nehmen.
- Neue Schauplätze: Da sich die Veranstalter offenhalten, die Austragungsorte künftig variabel zu halten , wird auch das visuelle und strategische Setup der Reality-Show flexibel an neue Schweizer Landschaften angepasst.
Die Premiere war für uns kein Abschluss, sondern ein Startschuss. Wir wollen das Format technisch, redaktionell und international weiterentwickeln mit noch mehr Nähe, Interaktion und starken Geschichten. Unser Ziel ist klar: Die TORTOUR soll nicht nur das härteste Rennen sein, sondern eines, das Menschen weltweit bewegt.
Kontakt
TORTOUR GmbH
Joko Vogel (Co-CEO)
E-Mail: joko.vogel@tortour.ch
Web: tortour.ch











