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Von interaktiven Produktstationen über digitale Features bis hin zu Storytelling im Raum. Dieser Inside-Artikel zeigt, wie physische Plattformen genutzt werden können, um Markenerlebnisse zu gestalten, die über den Besuch hinaus wirken.

Eine gute Idee allein genügt nicht

Pop-up-Stores und Erlebnisformate sind für uns ein wichtiges Instrument, um das Landquart Fashion Outlet weiterzuentwickeln und unseren Gästen immer wieder neue Besuchsanlässe zu bieten. Dazu zählen die wiederkehrende VIP Lounge für Mitglieder unseres Fashion Clubs, eine Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit gemeinsam mit unserem Partner WWF oder auch die Unterstützung der Schweizer Modeszene mit einem Pop-up Store für Designer gemeinsam mit unserem Partner Zurich Fashion Week.

Gleichzeitig bieten Pop-up-Stores neuen Marken die Möglichkeit, den Standort, die Zielgruppe und ihr Konzept unter realen Bedingungen zu testen. Auch für uns entstehen wertvolle Erkenntnisse, bevor beide Seiten eine längerfristige Partnerschaft eingehen. Erfolg definieren wir ausgehend vom jeweiligen Ziel. Bei einem Store stehen Frequenz, Umsatz und Conversion im Vordergrund; bei Erlebnisformaten beispielsweise Nutzung, Verweildauer, Interaktion und Gästefeedback. Je nach Format betrachten wir zudem Social-Media-Reichweite, CRM-Aktivierung, qualitative Markenwirkung und die Frage, ob das Konzept weiterentwickelt oder skaliert werden kann.

Unsere wichtigste Erfahrung: Eine gute Idee allein genügt nicht. Entscheidend sind klare Relevanz für die Gäste, ausreichende Sichtbarkeit und Bewerbung sowie eine reibungslose operative Umsetzung. Dazu gehören frühzeitig abgestimmte Verantwortlichkeiten, Logistik, Personal und die enge Zusammenarbeit mit Marken, Partnern und internen Stakeholdern. Jedes Pop-up sollte deshalb als Test-and-Learn-Format mit klaren Zielen, definierten Messgrössen und einem strukturierten Debrief verstanden werden.

Georg Fischer, Marketing Director, Landquart Fashion Outlet

Vom Verkaufsraum zum Markenerlebnis

Pop-Up Stores und Erlebnis-Shops sind aus meiner Sicht längst keine temporären Verkaufsflächen mehr. Sie sind physische Plattformen, auf denen Marken, Produkte und Partnerschaften unmittelbar erlebbar werden. Gerade im Sport- und Entertainment-Umfeld entsteht ihre Wirkung durch Emotionalität, Exklusivität und die Nähe zu Fans. Entscheidend ist, dass der Raum nicht nur visuell überzeugt, sondern eine Geschichte erzählt und den Besuchern einen echten Grund bietet, aktiv zu werden (Beispiel: BVB Experience).

Emotionale Bindung entsteht vor allem dann, wenn Fans nicht nur zuschauen, sondern selbst Teil der Inszenierung werden. Interaktive Produktkonfigurationen, personalisierte Inhalte, Fotomomente, Challenges oder exklusive digitale Belohnungen schaffen individuelle Erlebnisse, die über den eigentlichen Besuch hinauswirken. Gleichzeitig können Marken dadurch mehr über die Interessen ihrer Zielgruppen erfahren und die Kommunikation anschliessend gezielter fortführen.

Digitale Features wie AR, QR-Codes oder Social Feeds sollten dabei nicht als technische Einzelmassnahmen betrachtet werden. Sie müssen aus der Customer Journey und dem gewünschten Markenerlebnis heraus entwickelt werden (Beispiel: BVB Jersey Customizer). Wir definieren deshalb zunächst Zielgruppe, Botschaft und gewünschte Interaktion und wählen anschliessend die passende Technologie. Gute digitale Lösungen funktionieren intuitiv, schaffen einen klaren Mehrwert und verbinden den physischen Raum mit Social Media, CRM, E-Commerce oder weiterführenden Fan-Angeboten. So wird aus einem kurzfristigen Pop-Up ein nachhaltiger Touchpoint zwischen Marke und Fan.

Benjamin Brostian, Chief Innovation Officer Sport & Entertainment, epicto GmbH

Flexible Räume schaffen wo Marken sichtbar werden

Pop-up Stores und Erlebnis-Shops bieten Marken die Möglichkeit, sich in neuen Kontexten zu präsentieren und dadurch noch greifbarer und erlebbarer zu werden. Sie schaffen zusätzliche Berührungspunkte ausserhalb klassischer Shops und digitaler Kanäle und bringen Marken dorthin, wo neue Zielgruppen passgenau erschlossen werden können. Unser Leitsatz lautet deshalb: Wir kommen dahin, wo die Zielgruppe ist.

Das kann auf einem Festival, an der Seitenlinie eines Spielfelds, auf einer Rennstrecke oder mitten im öffentlichen Raum sein. Durch diese besonderen Umgebungen entsteht eine neue Verbindung zwischen Marke und Erlebnis. Wenn Menschen eine Marke im Rahmen eines positiven Moments kennenlernen, Produkte ausprobieren oder direkt mit ihr in Kontakt treten, bleibt diese Begegnung deutlich stärker in Erinnerung. Mit unseren modulboxen schaffen wir dafür flexible Räume, in denen Marken sichtbar werden und echte Begegnungen stattfinden können.

Digitale Features integrieren wir dabei flexibel in das jeweilige Konzept. Displays können direkt in die modulbox eingebaut werden, zusätzliche OneLED-Wände schaffen grossflächige, freistehende digitale Präsentationsmöglichkeiten und weitere Touchpoints lassen sich je nach Kampagne individuell ergänzen. So können beispielsweise Produktinformationen, Social Feeds, interaktive Inhalte oder Fotospots direkt in die Markenfläche eingebunden werden. Die digitalen Elemente erweitern das physische Erlebnis vor Ort und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Aktivierung auch über den Standort hinaus Reichweite erzielt.

Jan Kohlbecker, Senior Sales & Business Development Manager, modulbox mo systeme GmbH & Co. KG

Erlebnisräume, die Marken erlebbar machen

Pop-up Stores und Erlebnis-Shops sind die verdichtete, dreidimensionale Bühne einer Marke. Fans erleben sie hier mit allen Sinnen: Material, Licht, Raumdramaturgie und Interaktion verschmelzen zu einer Geschichte, die in Erinnerung bleibt. Mit messerli to go bringen wir dafür temporäre Eventbauten mit, die sich ideal für Pop-up-Formate eignen: schnell auf- und abbaubar, flexibel im Format und trotzdem hochwertig in der Anmutung – ob auf dem Marktplatz, im Shoppingcenter oder an einem Sport-Event.

Für die emotionale Bindung schaffen wir Räume, in denen Fans selbst Teil der Markenwelt werden: mit Mitmach-Stationen und personalisierbaren Produkten oder Zonen, die zum Verweilen einladen. So wird aus einem kurzen Besuch ein Moment, der bleibt und geteilt wird.

Digitale Features sind dabei unser Verstärker: Unsere Digital Experience Abteilung gestaltet die gesamte Journey – von QR-gestütztem Storytelling über AR-Produktinszenierungen bis zu Social-Feed-Screens, die Fan-Content live in den Raum zurückspielen. So entstehen Erlebnisse, bei denen sich physischer Raum und digitale Welt zu einem stimmigen Ganzen verbinden.

Daniel Wyss, CEO, Andreas Messerli AG 

Wir helfen Marken dabei, nahbarer zu werden

In einer digitalen Welt voller Reizüberflutung setzen wir auf echte Live-Erlebnisse. Pop-Up Stores und Erlebnis-Shops sind für uns genau der richtige Weg, um eine Marke spürbar zu machen: Sie holen die Leute vom Bildschirm weg und rein ins reale Geschehen. Durch echte Interaktionen und überraschende Inszenierungen sorgen wir vor Ort für Wow-Momente und verankern die Brand direkt in den Köpfen der Teilnehmer*innen, wodurch die Markenbindung auf ein neues Level gehoben wird.

Wir helfen Marken dabei, nahbarer zu werden. Dafür greifen wir aktuelle Trends sowie die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe auf und machen daraus ein greifbares Konzept. Wenn die Leute eine Brand nicht nur sehen, sondern aktiv mitmachen und gestalten können, wird aus reiner Sympathie eine echte Verbindung.

Mit digitalen Features runden wir die Konzepte ab: Wir planen von Anfang an ‚instagrammable‘ Moments ein, damit das Live-Event direkt wieder auf TikTok oder Instagram landet und gespreadet wird. Gleichzeitig integrieren wir smarte Tools um die Besucher*innen direkt zu Webshops oder Apps führen.

Nicole Pichler, BA Eventmanagerin Corporate Events, strolzevents GmbH

Entscheidend ist nicht die Grösse der Inszenierung, sondern eine klare Leitidee

Pop-Up Stores oder Events bieten Marken die Chance, ihre Werte und Botschaften auf verschiedenen Ebenen erlebbar zu machen. Man schafft einen Ort, an dem Menschen nicht nur Produkte entdecken, sondern eine Marke mit allen Sinnen wahrnehmen können. Gerade in einer digitalen Welt entstehen durch persönliche Erlebnisse nachhaltige Erinnerungen. Entscheidend ist dabei nicht die Grösse der Inszenierung, sondern eine klare Leitidee, die sich konsequent durch Raum, Kommunikation und den Aktivierungen zieht. 
Marken die überraschen und Menschen aktiv einbeziehen, bauen so langfristige Beziehungen und Communities auf. Wir entwickeln für jede Marke individuelle Erlebniswelten, die Geschichten erzählen und zur Interaktion einladen. Von der ersten Idee über die räumliche Gestaltung bis hin zur Kommunikation vor, während und nach dem Besuch denken wir jeden Touchpoint ganzheitlich. So entstehen Momente, die Menschen gerne teilen.
Digitale Elemente setzen wir gezielt ein, sollten aber nicht im Fokus stehen, sondern das Erlebnis erweitern. Zum Beispiel fördern Social Feeds die Interaktion und bringen noch mehr Reichweite. Die Technik soll die Strategie unterstützen und den Besuchern einen echten Mehrwert schaffen.

Michel Staubli, Inhaber und Geschäftsführer, migagentur

Um Fans emotional zu erreichen setzen wir auf echte Erlebnisse

Pop-Up Stores und Erlebnis-Shops sind für uns viel mehr als nur ein Ort zum Verkaufen. Sie sind eine Bühne für die Marke. Hier können Kunden die Marke nicht nur sehen, sondern richtig erleben – mit allen Sinnen. Das haben wir zum Beispiel bei unserem Messeauftritt auf der boe international in Dortmund gezeigt: Statt eines gewöhnlichen Standes haben wir ein echtes Erlebnis geschaffen, mit Wow-Faktor und viel Emotion.

Um Fans emotional zu erreichen, setzen wir auf echte Erlebnisse statt auf reine Werbung. Das heisst: persönlicher Kontakt, kleine Überraschungen und Aktionen zum Mitmachen. Menschen vergessen Werbesprüche schnell. Gefühle bleiben aber lange im Kopf. Genau solche Gefühle wollen wir bewusst schaffen.

Digitale Elemente wie AR, QR-Codes oder Social-Media-Feeds nutzen wir dort, wo sie wirklich etwas bringen – nicht nur als nettes Extra. Zum Beispiel: ein QR-Code, der zu spannendem Extra-Content führt. Oder ein Social-Feed, auf dem Besucher sich selbst wiederfinden. So bleibt das Erlebnis auch nach dem Besuch noch präsent. Wichtig ist uns dabei: Technik soll das Gefühl unterstützen, nicht überdecken.

Am Ende zählt für uns immer eines: Menschen. Emotionen. Erlebnisse.

Ellen Kamrad, MEE Eventmanagement GmbH

Die Atmosphäre des Raumes spielt eine zentrale Rolle

Pop-up Stores und Erlebnis-Shops sind heute weit mehr als Verkaufsflächen. Sie schaffen Begegnungen und machen Marken dort erlebbar, wo Menschen unterwegs sind. Entscheidend ist dabei nicht möglichst viel Technik oder die grösste Inszenierung, sondern dass Idee, Raum und Marke zusammenpassen und ein stimmiges Gesamterlebnis entsteht. Aus unserer Sicht beginnt eine gelungene Markeninszenierung nicht bei der Infrastruktur, sondern bei der Frage, welches Erlebnis eine Marke schaffen möchte. Deshalb denken wir Konzeption, Rauminszenierung, Kommunikation, Infrastruktur und Eventlogistik von Anfang an als einen durchgängigen Prozess, von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Auch die Atmosphäre eines Raumes spielt eine zentrale Rolle. Pflanzen und natürliche Materialien schaffen Aufenthaltsqualität und verleihen einer Inszenierung Charakter. 

Dafür setzen wir Pflanzen ein, die aus lokalem Anbau im Heggidorn stammen und flexibel in unterschiedlichsten Inszenierungen eingesetzt werden können. Modulare Lösungen wie unser WOOD CUBE zeigen beispielhaft, wie sich hochwertige Gestaltung, Flexibilität und Nachhaltigkeit sinnvoll verbinden lassen. Digitale Features wie QR-Codes, Social Feeds oder interaktive Anwendungen setzen wir dort ein, wo sie das Erlebnis sinnvoll ergänzen. Denn eine gute Inszenierung zeichnet sich nicht durch ihren Aufwand aus, sondern dadurch, dass sie selbstverständlich funktioniert.

Thomas Zimmermann, Leiter Kommunikation/Co-Stv. Geschäftsführung, G.U.S. Productions AG

Die Evolution des Brand Spaces

In einer Welt voller digitaler Reize wächst das Bedürfnis nach echten Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen aktuell stark an. Marken stehen deshalb vor der Aufgabe, mit ihren Pop-up Stores und Erlebnis-Shops nicht nur Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern auch ein Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen. Sie werden zu physischen Orten, an denen sich Menschen im Hier und Jetzt miteinander verbinden. Der Wandel geht zukünftig vom klassischen Brand Space hin zum Community Space. Denn langfristige Markenbindung entsteht nicht allein durch Präsenz oder Konsum, sondern durch das Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein. So werden Kund:innen zu Fans und aus Fans aktive Mitglieder der Brand Community. 

Wir beginnen die Entwicklung eines Erlebnisraums deshalb nicht nur beim Produkt, sondern auch bei der Essenz der Marke: Welches Gefühl soll entstehen? Welche Botschaft soll bleiben? Und wie kann diese räumlich, haptisch und emotional übersetzt werden? Dafür entwickelt Live lab immer ein Storytelling, das den Charakter der Marke direkt in den Raum übersetzt. Bei unserem Pre-Opening für den ON Store in Zürich wurde dieser Ansatz gut sichtbar. Der Store wurde als ganzheitliches Markenerlebnis mit verschiedenen Touchpoints kuratiert und durch sinnvolles digitales Social Storytelling ergänzt. Dadurch wurde die Customer Journey und die Verbindung zur Community über den physischen Raum hinaus weitergeführt und eine zusätzliche Ebene der Interaktion geschaffen. Jeder Raum wird bei uns so zum physischen Träger, der die Marke kraftvoll prägt und nachhaltig verankert.

Tatjana Glemser, Head of Spatial Experience, Live Lab AG

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