Marken managen.
16.04.2026


Wie Jobbiplace Sportvereine und Unternehmen erfolgreich vernetzt
Sportvereine sind tief in ihrer Region verankert und geniessen das Vertrauen von Mitgliedern, Fans und der lokalen Gemeinschaft. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen darum, passende Nachwuchs- und Fachkräfte zu gewinnen, während traditionelle Recruiting-Kanäle zunehmend an ihre Grenzen stossen. Jobbiplace setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Sport, Wirtschaft und Regionalität über eine professionelle White-Label-Jobplattform. Im Expertview spricht Michael Ferschl von Jobbiplace über die Idee hinter dem Modell, konkrete Einsatzmöglichkeiten im Vereins- und Profisport sowie über die Rolle regionaler Netzwerke im Recruiting der Zukunft.
Was ist Jobbiplace und welches Problem löst ihr an der Schnittstelle von Sportvereinen und Arbeitsmarkt?
Jobbiplace ist eine White-Label-Jobplattform, die die Brücke zwischen Sportvereinen, Schulen und anderen öffentlichen Trägern und der lokalen Wirtschaft schlägt. Wir lösen gleich zwei Probleme auf einmal: Auf der einen Seite kämpfen regionale Unternehmen mit zunehmendem Fachkräftemangel und einer überalternden Gesellschaft. Grosse Jobbörsen oder Headhunter greifen hier oft zu kurz, weil sie keine echte regionale Bindung herstellen. Auf der anderen Seite stagnieren die Einnahmequellen vieler Sportvereine, von klein bis gross.
Unsere Antwort darauf ist denkbar einfach: Vereine haben etwas, das Unternehmen dringend brauchen: Zugang zu einer loyalen, regional verwurzelten Community aus Mitgliedern, Fans, Eltern und Nachwuchskräften. Dieses Potenzial war bislang wirtschaftlich völlig ungenutzt. Jobbiplace macht daraus eine strukturierte, professionelle Plattform, die Jobs, Ausbildungsplätze, Praktika und Ehrenämter enthält. Und das Beste daran: Der Verein profitiert finanziell, ohne einen Euro zu investieren oder administrativen Mehraufwand zu haben.
Ihr arbeitet sowohl mit regionalen Vereinen als auch mit professionellen Clubs und Verbänden. Wie unterscheidet sich der Einsatz eurer Lösung in diesen beiden Welten? (gerne hier dann Praxisbeispiele aus bestehenden Kooperationen)
Der Grundgedanke ist bei beiden identisch, aber die Dimension ist eine andere.
Bei Amateurvereinen wie dem FC Eintracht Rheine geht es darum, lokalen Unternehmen eine professionelle Plattform zu bieten, über die sie ihre Stellen direkt in die Vereins-Community spielen können. Ein Sponsor zahlt 1.000 Euro pro Jahr als Flatrate, davon fliessen 500 Euro als Provision an den Verein. Der FC Eintracht Rheine hat mittlerweile 74 Partner gewonnen, und die daraus entstehenden Einnahmen sind für den Verein bereits ein spürbarer Unterschied.
Bei Profiklubs wie dem TVB Stuttgart, unserem Pilotprojekt im Profisport, können Clubs eine Jobbörse im Look and Feel ihrer Website anbieten und damit gleichzeitig neues Sponsoringinventar schaffen. Ein Paket kostet den Sponsor zwischen 1.500 und 10.000 Euro pro Jahr, wobei der Grossteil direkt beim Verein verbleibt. Bei 100 Partnern entsteht so ein jährliches Einnahmepotenzial von einer Million Euro für den Club.
Welche Rolle spielt der Sportverein als Plattform für Recruiting und Netzwerke?
Sportvereine sind aus meiner Sicht die am meisten unterschätzten Recruiting-Plattformen, die es gibt. Ein typischer Verein im Breitensport vereint Hunderte Mitglieder unter einem Dach: Kinder, Jugendliche, Eltern, Ehrenamtliche. Das ist eine soziale Struktur, die auf echtem Vertrauen gewachsen ist.
Wenn ein Unternehmen über diesen Kanal kommuniziert, ist das eine völlig andere Qualität als eine anonyme Stellenanzeige auf einem grossen Jobportal. Die Hemmschwelle ist niedriger, das Vertrauen ist höher. Natürlich ist das nicht für jeden Business-Partner gleich relevant, aber für diejenigen, die aktiv Nachwuchs- und Fachkräfte suchen, ist es ein wertvolles Asset. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen gewinnt genau das an Bedeutung. Wir sagen intern gerne: Wir bringen den Vitamin-B-Effekt auf die Sportplätze. Und genau das funktioniert.
Was macht euren Ansatz für Unternehmen besonders attraktiv und wie profitieren sie konkret von der Zusammenarbeit mit Vereinen über Jobbiplace?
Drei Dinge machen Jobbiplace für Unternehmen wirklich interessant.
Erstens die Zielgruppe. In der Vereins-Community steckt oft genau die Person, die ein Unternehmen seit Monaten sucht. Nur gab es bisher keinen strukturierten Weg, sie anzusprechen. Zweitens das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 1.000 Euro im Jahr gibt es unbegrenzte Stellenanzeigen, ein professionelles Arbeitgeberprofil und direkten Kandidatenkontakt. Das ist mit keinem anderen Kanal vergleichbar. Drittens das Employer Branding. Wer über Jobbiplace aktiv ist, zeigt: Wir sind Teil dieser Region, wir investieren in die lokale Gemeinschaft. Das ist für junge Fachkräfte heute ein echtes Entscheidungskriterium.
Wie profitieren umgekehrt Vereine und ihre Mitglieder von eurer Plattform, über den sportlichen Kontext hinaus?
Für den Verein als Organisation entsteht eine neue, stabile Einnahmequelle ohne Risiko und ohne Verwaltungsaufwand. Onboarding, Abrechnung und technischer Betrieb liegen komplett bei uns. Der Verein bekommt seine Provision einfach ausgezahlt. Dazu kommt ein spürbar professionellerer Auftritt nach aussen, weil die integrierte Jobbörse die eigene Website aufwertet und das Ansehen bei Mitgliedern und Sponsoren stärkt.
Für die Mitglieder selbst entsteht echter Mehrwert: Jugendliche finden direkt über ihren Verein Ausbildungsplätze, Praktika und Jobs bei Unternehmen, denen sie vertrauen. Vereinsleben und Berufseinstieg wachsen zusammen. Das hält junge Menschen in der Region und stärkt langfristig den sozialen Zusammenhalt.
Für welche Branchen und Zielgruppen funktioniert euer Modell besonders gut und wo seht ihr aktuell die grösste Nachfrage?
Unser Modell ist bewusst branchenoffen. Auf der Plattform finden sich Angebote aus Industrie, Handwerk, IT, Logistik, Kaufmännischen Berufen und vielem mehr. Der gemeinsame Nenner ist nicht die Branche, sondern die regionale Verwurzelung des Unternehmens.
Besonders stark nachgefragt wird Jobbiplace von mittelständischen Unternehmen, die bereits Vereinssponsor sind oder es werden wollen und nach einem zeitgemässen Weg suchen, diese Verbindung für ihr Recruiting zu nutzen. Auf der Bewerberseite funktioniert das Modell besonders gut für Nachwuchskräfte: Schülerinnen und Schüler, die einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum suchen, und junge Menschen in der beruflichen Orientierungsphase.
Wie seht ihr die Entwicklung von regionalem Recruiting im Sportumfeld und welche Rolle kann Jobbiplace dabei in den kommenden Jahren spielen?
Der Fachkräftemangel trifft die Regionen mit voller Wucht und der demografische Druck wird in den kommenden Jahren noch zunehmen. Gleichzeitig merken immer mehr Unternehmen, dass nationale Recruiting-Kampagnen ins Leere laufen, wenn man eigentlich jemanden aus der Nachbarschaft sucht. Die Lösung liegt im Lokalen.
Unsere Vision ist klar: Jobbiplace soll zur zentralen Plattform werden, die Vereine, Schulen, Unternehmen und öffentliche Träger in der Region strukturell miteinander verbindet. Wir skalieren von der Kreisliga bis in den Profisport und zeigen dabei, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Mehrwert sich nicht ausschliessen, sondern gegenseitig verstärken.
Kontakt
Jobbiplace GmbH
Michael Ferschl (Geschäftsführer)
Mail: michael.ferschl@jobbiplace.com
Web: jobbiplace.com











