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26.05.2026

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© EUROBIKE Frankfurt / Silke Magino
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© EUROBIKE Frankfurt / Silke Magino

Eurobike vor dem Neustart

Vom 24. bis 27. Juni 2026 trifft sich die internationale Bikebranche auf der Eurobike in Frankfurt am Main. Im Interview erklärt Fairnamic-Geschäftsführer Philipp Ferger, wie die Messe auf die Herausforderungen der Branche reagiert, welche Veränderungen bereits 2026 sichtbar werden und warum das kommende Jahr als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Neuausrichtung ab 2027 gilt. 

Herr Ferger, die Eurobike 2026 gilt als Übergangsjahr vor der großen Neuausrichtung ab 2027. Welche konkreten Veränderungen werden Besucher und Aussteller bereits in diesem Jahr tatsächlich spüren

Philipp Ferger: „Besucher und Aussteller werden folgende erste Veränderungen spüren: eine klarere Struktur auf dem Gelände, kurze Wege, einen stärkeren Fokus auf Business-relevante Inhalte, effizientere Formate und eine deutlich internationalere Ausrichtung. Mit dem neuen ‚Retail First‘-Ansatz stärken wir gezielt den Fachhandel, schaffen bessere Plattformen für Austausch und Networking und setzen gleichzeitig neue thematische Akzente. In einem eigenen Areal werden wir auf der Eurobike 2026 unsere Vision der Eurobike der Zukunft vorstellen.“

Die Fahrradbranche kämpft aktuell mit Preisdruck und zurückhaltendem Konsum. Welche Rolle muss eine Leitmesse heute übernehmen, um für Industrie und Handel überhaupt noch relevant zu bleiben?

Philipp Ferger: „Eine Leitmesse darf heute nicht nur Produktshowcase sein. Sie muss Orientierung geben, Märkte zusammenbringen und konkrete geschäftliche Mehrwerte schaffen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen Unternehmen effiziente Plattformen, auf denen internationale Entscheider, Handel, Marken und neue Partner zusammentreffen. Genau darin sehen wir die Aufgabe der Eurobike: relevante Kontakte ermöglichen, Marktimpulse setzen und den Dialog über die Zukunft der Branche aktiv moderieren. Messe bedeutet heute deutlich mehr als Quadratmeter – es geht um Community, Wissenstransfer und belastbare Business-Netzwerke.“

Klassische Messemodelle werden zunehmend kritisch hinterfragt. Wie muss die Eurobike künftig aussehen, damit internationale Marken wieder einen klaren Business-Nutzen erkennen?

Philipp Ferger: „Internationale Marken erwarten von Messen neue Formate. Der Nutzen muss klar erkennbar sein – in Form von relevanten Kontakten, effizienter Leadgenerierung, internationaler Sichtbarkeit und hochwertigen Gesprächen. Deshalb entwickeln wir die Eurobike konsequent weiter: mit stärker kuratierten Formaten, mehr Zielgruppenfokus und einer engeren Verzahnung von Messe, Medien, Content und Community. Die Zukunft liegt nicht in größer um jeden Preis, sondern in relevanter, internationaler und wirkungsvoller.“

Mit Themen wie Ecomobility, KI, Automatisierung, Urban Logistics und neuen Retail-Konzepten erweitert die Eurobike bereits 2026 ihren Fokus deutlich. Wird die Messe künftig eher Branchenplattform als klassische Fahrradmesse sein?

Philipp Ferger: „Das Fahrrad bleibt klar das Herz der Eurobike. Gleichzeitig sehen wir, dass neue Mobilitätslösungen und -technologien zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb entwickeln wir die Eurobike Schritt für Schritt zu einer umfassenderen Branchenplattform weiter – mit dem Fahrrad als zentralem Ausgangspunkt. Themen wie digitale Services, neue Handelsmodelle, urbane Mobilität und neue Logistiklösungen sind heute keine Randthemen mehr, sondern beeinflussen die Branche direkt. Genau diese Entwicklungen wollen wir auf der Eurobike sichtbar machen und aktiv mitgestalten.“

Sie setzen stark auf Workshops, Advisory Boards und direkte Gespräche mit der Industrie. Was haben Sie aus den kritischen Rückmeldungen der vergangenen Monate gelernt und welche Fehler darf die Eurobike in Zukunft nicht mehr machen?

Philipp Ferger: „Wir müssen auf die Bedürfnisse der internationalen Marktteilnehmer achten. Dazu braucht es Dialog und Transparenz. Deshalb pflegen wir einen intensiven Austausch mit wichtigen Branchenvertretern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Weiterentwicklung des Messekonzepts 2027 und darüber hinaus. Ein wichtiger Baustein hier ist die Einbindung unseres neuen Beirats.

Über Philipp Ferger

Er ist seit Januar 2026 Geschäftsführer der Fairnamic GmbH und damit verantwortlich für die strategische Weiterentwicklung der Eurobike. Der diplomierte Kaufmann kam 2009 zur Messe Frankfurt und verantwortete dort zuletzt als Bereichsleiter die internationale Weiterentwicklung großer Konsumgütermessen wie der Ambiente. Zudem war er Geschäftsführer der digitalen B2B-Plattform nmedia. Mit Ferger setzt die Eurobike künftig stärker auf Dialog mit der Branche, effizientere Messeformate und eine strategische Neuausrichtung ab 2027. Sein Ziel: die Eurobike wieder als internationale Leitplattform für Bike, Ecomobility und neue Mobilitätskonzepte zu positionieren.

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Weitere Bilder zur Messe


 

Kontakt

EUROBIKE
Frank Gauss (Leiter Kommunikation & Pressesprecher)
E-Mail: frank.gauss@messe-fn.de 
Web: www.eurobike.com

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