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Die moderne Mitglieder- und Fan-Kommunikation findet zunehmend über soziale Medien und mit dem Ziel der Community-Bildung statt. Wir haben nach Best-Cases gefragt und uns angeschaut, welche Kanäle dabei eine zentrale Rolle spielen.

Spezielle Formate zur Sponsoren-Einbindung

Unsere Mitglieder- und Fan-Kommunikation erfolgt hauptsächlich über Facebook, da wir dort die meisten Follower und die höchste Interaktion in Form von Likes und Kommentaren haben. Instagram nutzen wir, um gezielt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen, und über WhatsApp erreichen wir Fans, die sonst nicht regelmäßig auf Social Media aktiv sind. So können wir verschiedene Zielgruppen optimal ansprechen und unser Engagement breit aufstellen.

Um unsere Sponsoren in die Kommunikation einzubinden, haben wir verschiedene Formate entwickelt, die unseren Partnern Sichtbarkeit bieten und den Fans zusätzlichen Mehrwert. Dazu gehören zum Beispiel das „FCM-Tor des Monats“, das in Kooperation mit einem Sponsor präsentiert wird, die „Spielerplaylist“ in Zusammenarbeit mit radio SAW sowie unsere „Matchday Posts“, unterstützt von Industriebau Wernigerode GmbH. Diese Formate schaffen eine starke Verbindung zwischen unseren Fans und Sponsoren.

Derzeit setzen wir keine Crowdfunding- oder Fundraising-Aktivitäten über Social Media um, halten jedoch Ausschau nach Möglichkeiten, um solche Ansätze zukünftig einzusetzen und so die Bindung zur Fan-Community weiter zu stärken.

Martin Geisthardt, Geschäftsführer, 1. FC Magdeburg

Strategische Partnereinbindung statt reiner Werbeplatzierung

In unserer Social Media Kommunikation ist Instagram aktuell der für uns wichtigste Kanal. Über das Netzwerk erreichen wir unsere Kernzielgruppen Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans gleichermaßen. Durch plattformgerechten Content, das können Spitzensportthemen, aber auch Themen von der Tennisbasis und dem Breitensport sein, erzielen wir auf Instagram zudem die größten Reichweiten. Nicht ungewöhnlich ist dabei, dass wir ein Vielfaches unserer 43.000 Follower erreichen und so auch außerhalb unserer direkten Zielgruppe Menschen mit Tennis in Verbindung bringen. Die Touchpoints mit den Nutzern auf Instagram wollen wir primär nutzen, um die erreichten Personen in unsere eigene digitale Welt auf tennis.de zu überführen.

Als weitere Kanäle werden aktuell aber auch TikTok und WhatsApp für uns relevant. Über TikTok erreichen wir vermehrt junge Menschen und entfachen bei ihnen Begeisterung für den Tennissport. Auf WhatsApp können wir ganz gezielt Inhalte an sehr interessierte Follower platzieren – eine Art Social-Media-Newsletter.

Bei all unseren Aktivitäten auf Social Media versuchen wir unsere Partner strategisch einzubinden und von einer reinen Werbeplatzierung wegzukommen. Das klappt mal besser und mal nicht so gut. Insgesamt können wir viele Sponsoren aber sehr themenspezifisch in unsere Content-Strategie einbinden. Beispielsweise haben wir in den vergangenen zwei Jahren durch eine Kooperation mit Sportdeutschland.TV Livebilder vom Grand-Slam-Turnier in New York auf unserem Instagramkanal platzieren können.

Peter Mayer, Vorstand, Deutscher Tennis Bund e.V.

Stärkung der gemeinnützigen Sportvereine durch Spendenplattform

Wir nutzen Social Media schon jetzt intensiv und in Zukunft noch mehr um Crowdfunding und Spendenaktivitäten gezielt zu fördern – gerade mit unserer neuen SPORTUNION-Spendenplattform! Diese Innovation bietet gemeinnützigen Vereinen eine einfache und effiziente Möglichkeit, Spenden zu sammeln und direkt über soziale Medien ihre Community anzusprechen. Unsere Plattform ist so konzipiert, dass Vereine unkompliziert Projektbeschreibungen, Bilder und Videos hochladen können, um die Aufmerksamkeit und Unterstützung ihrer Mitglieder und darüber hinaus zu gewinnen. 

Ein aktuelles Beispiel ist der Spendenaufruf für Sportvereine, die durch das Extremwetter im Osten Österreichs schwer getroffen wurden. Hier werden über die Plattform dringend notwendige Mittel gesammelt, um überschwemmte Sportplätze und beschädigte Clubhäuser wiederaufzubauen.

Mit einem Klick können Fans und Unterstützer helfen – und erhalten sogar eine persönliche Dankesnachricht, die die Bindung zur Community stärkt. Die Abwicklung über die Spendenplattform ist transparent und bietet steuerliche Vorteile für Spender. Das bedeutet eine nachhaltige finanzielle Stärkung lokaler Sportvereine. Diese Plattform ist ein echtes Zukunftswerkzeug, das Bewegung in die Förderung bringt und den Vereinsleben revolutioniert.

Stefan Grubhofer, Generalsekretär, SPORTUNION ÖSTERREICH

Hohe Reichweite und Interaktionsrate als Ziel

Unser wichtigster Social-Media-Kanal für die Kommunikation mit unseren Mitgliedern ist nach wie vor Facebook. Aber auch das verbandseigenes Print-Magazin „Ski&Berge“ sowie unsere neu gelaunchte Website sind, mit Blick auf die Altersstruktur und Zielgruppe, nach wie vor extrem wichtige Kommunikationsplattformen für diese Zwecke. Bei den eigentlichen Fans (und unsren jüngeren Mitgliedern) sieht das natürlich schon etwas anders aus. Hier hat Instagram seit einigen Jahren Facebook als primäre Plattform abgelöst. Denn in der Fan-Kommunikation bietet uns Instagram die ideale Möglichkeit, durch visuelle Inhalte eine enge Bindung zu unserer Community aufzubauen und unsere Teams zu inszenieren. Durch regelmäßige Posts, Stories und Reels können wir direkt mit unseren Fans interagieren und somit auch unmittelbar für unsere Partner und Stakeholder attraktiven, emotionalen Content verbreiten.

Zuverlässige, wiederkehrende redaktionelle Inhalte über aktuelle Entwicklungen bieten das Informations-Gerüst für unsere Fan-Community. Instagram ist vor diesem Hintergrund nicht nur besonders effektiv, da wir hier unsere Zielgruppe auf eine sehr persönliche und authentische Weise erreichen können, sondern in der Zielgruppenansprache deutlich tiefgründiger und vielfältiger einsetzbar als es bspw. TikTok ist. Diese und weitere Plattformen wie LinkedIn ergänzen unsere B2C und B2B Kommunikation. Die Integration von Sponsoren erfolgt bei uns auf Basis vertraglicher Aktivierungen durch gezielte Content-Strategien. Wir schaffen gemeinsamen Mehrwert, indem wir gesponserte Beiträge, Story-Übernahmen und Produktplatzierungen organisch und unterstützt in unsere Inhalte einbinden. Beispiele hierfür reichen von Posts mit Sponsorenmarkierungen über Gewinnspiele bis hin zu Meta-basierten e-Commerce Kampagnen. Dabei sind Aktionen mit hoher Reichweite und Interaktionsrate, die sowohl unseren Sponsor als auch unsere Community begeistern, besonders erstrebenswert. Im Bereich Crowdfunding und Fundraising nutzen wir die Stärke unserer Social-Media-Community bislang noch nicht. Unsere insgesamt 16 Social Media Kanäle verstehen wir vor allem als Medium für Fans, Dienstleister für unsere Team-Interessen sowie als ergänzendes Marketing-Tool für unsere Sponsoren. 

 Jörg Flechtner, Präsidium, DSV Marketing GmbH

Zielgerichteter Einsatz und nachhaltige Wirkung

TikTok und Instagram sind derzeit zentrale Kommunikationskanäle für den Deutschen Turner-Bund (DTB), um Mitglieder, Fans und die jüngere Generation für den Turnsport zu begeistern. Auf TikTok liegt der Fokus auf dem Turn-Team Deutschland, also unseren Nationalmannschaften; hier kommen trendorientierte Inhalte wie Mini-Tutorials und kurze Turn-Videos zum Einsatz, untermalt von populärer Musik. Diese Inhalte sprechen besonders die jüngere, trendaffine Zielgruppe an und sollen eine authentische Verbindung zum Turn-Team Deutschland schaffen, das sich nahbar und dynamisch präsentiert. Instagram hingegen ermöglicht eine umfassendere Darstellung des DTB und seiner vielfältigen Aufgabenfelder. Neben olympischen Sportarten finden auch nicht-olympische Disziplinen, Shows und Conventions Platz. Hier werden sportliche Erfolge gefeiert, Events angekündigt und die Faszination des Turnsports breit kommuniziert. 

YouTube unterstützt diese Strategie mit dokumentarischen Formaten, die tiefer in die Materie eintauchen und organische Reichweite generieren. Facebook dient dagegen verstärkt der Information unserer Mitglieder zu Verbandsthemen und aktuellen Entwicklungen. LinkedIn und X (ehemals Twitter) positionieren den DTB im Bereich der Sportpolitik auf Bundesebene. LinkedIn spielt dabei auch eine zentrale Rolle im Networking mit Partnern und Stakeholdern aus Wirtschaft und Sport. 

Die Herausforderung, die jeweils passende Sprache und Präsentationsform zu finden, ist angesichts der Vielzahl der Kanäle und Zielgruppen hoch. Wir sehen jedoch, dass sich der Aufwand auszahlt, da die Communitybindung und die Reichweite stetig wachsen.

Die Integration von Sponsoren erfolgt gezielt und dynamisch, abgestimmt auf die individuellen Marketingziele unserer Partner. Ob es darum geht, die Markenbekanntheit zu steigern, Geschichten zu erzählen oder Leads zu generieren: Für jede Zielsetzung entwickeln wir passgenaue Inhalte, die die Authentizität des DTB bewahren und den Sport in den Mittelpunkt stellen. Klassische Logo-Platzierungen auf den Trainingsanzügen der Athlet*innen, Gewinnspiele mit attraktiven Preisen und speziell auf TikTok zugeschnittene Formate mit unserer eigenen Creatorin haben sich dabei als besonders erfolgreich erwiesen. Ein herausragendes Beispiel für die Reichweitenstärke unserer Kanäle zeigt sich etwa bei Ticketverkäufen für Events wie die Deutschen Meisterschaften, die durch gezielte Instagram-Promotions signifikante Verkaufsanstiege verzeichnen.

Mit der „Turncrowd“ hat der DTB in Kooperation mit FAIRPLAID eine Plattform ins Leben gerufen, über die Vereine und Organisationen finanzielle Unterstützung für Turnprojekte erhalten können. Auch in den nicht-olympischen Disziplinen zeigt sich das Potenzial sozialer Medien: Sie bieten exzellente Möglichkeiten, um gezielt Spenden für Wettkampfkosten einzuwerben und Unterstützer zu gewinnen.

Der strategische Einsatz sozialer Medien hat nicht nur zur Mitgliedergewinnung beigetragen, sondern auch die Vielfalt und die Faszination des Turnsports einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch eine stetig wachsende Reichweite und ein hohes Community-Engagement schafft der DTB attraktive Angebote für aktuelle und potenzielle Partner und positioniert sich gleichzeitig erfolgreich als zentrale Instanz im deutschen Sport.

Lucas Flümann, Leitung Vertrieb und Partnerbetreuung, Deutscher Turner-Bund e.V

Content-Differenzierung je nach Plattform

Für die Kommunikation mit unseren Fans sind Facebook und Instagram unsere wichtigsten Kanäle. Auf diesen Plattformen erreichen wir unterschiedliche Zielgruppen direkt und emotional, da die Interaktionsmöglichkeiten mit unseren Inhalten sehr hoch sind. Insbesondere Facebook ist für die Kommunikation mit langjährigen Fans essentiell, während Instagram eher jüngere Fans anspricht und auch durch visuelle Elemente - wie Highlight Reels und emotionale Momente - besonders gut ankommt. Auf Instagram setzen wir daher verstärkt auf emotionale und dynamische Videoinhalte. 

LinkedIn und TikTok gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden gezielt eingesetzt, um sowohl unsere Reichweite bei Businesspartnern auszubauen als auch neue, junge Zielgruppen zu erschließen. Von TikTok ziehen wir die User mit gezielten Strategien auf Instagram und unsere Homepage und binden sie so an die Eisbären Regensburg.

Unsere Partner binden wir rund um die Spieltage umfassend ein. Ein gelungenes Beispiel ist der Sponsor of the Day, der mit kreativen Giveaways, Mitmachaktionen und exklusivem Content vor und nach dem Spieltag besonders in den Fokus gerückt wird. Auf diese Weise schaffen wir eine enge Bindung zwischen unseren Fans und unseren Partnern, aus der oft langfristige Partnerschaften entstehen. Im Idealfall gelingt es, durch die Kooperation eine hohe Reichweite für beide Seiten zu generieren und den Sponsor mit seiner klaren Botschaft besonders emotional in den Vordergrund zu rücken. Dies ist bei unseren Sponsor of the Day Partnerschaften der Fall. Auch die Highlight-Videos auf Instagram bieten uns die Möglichkeit, Werbung strategisch und visuell ansprechend zu platzieren, was sowohl für uns als auch für unsere Partner einen Mehrwert bietet.

Wir nutzen Crowdfunding nicht für die Profimannschaft, da unser Fokus auf unserer sozialen Verantwortung für die Region und ihre Menschen liegt. Über unser Sozialprojekt „Arena der Träume“ engagieren wir uns für wichtige soziale Anliegen und nutzen unsere Reichweite, um beispielsweise das Crowdfunding von lokalen Sozialprojekten zu unterstützen, aber auch Fundraising für eigene Sozialprojekte wie unsere eigene Therapiehundestaffel, die Eisbären Traumpfoten, zu betreiben. So fördern wir Gemeinschaft und soziales Engagement - ohne den Fokus auf reine Fundraising-Aktivitäten für den Profisport zu legen.

Peter Holmgren, Leiter Standortentwicklung, Eisbären Regensburg


 

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