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Aussteller realisierten gute Verkäufe bei Herbstpremiere der COLOGNE FINE ART

05.11.2007 - 09:15

Insgesamt rund 30.000 Besucher kamen zur Herbstpremiere der COLOGNE FINE ART und sorgten für gute Umsätze bei den rund 170 Ausstellern. „Es ist immer positiv in Köln“, sagt Margret Heuser. „Fulminante Messe mit zahlreichen Sammlern und guten Gesprächen!“ Dieses Fazit zog Bert Schlichtenmaier von der gleichnamigen Galerie. Beide Galeristen sind aus gutem Grund bester Laune: Die Düsseldorferin verkaufte Werke von Schlemmer, Feininger, Rohlfs und Delvaux und nahm zudem diverse Reservierungen entgegen. Schlichtenmeier gab gleich mehrere Werke von Willi Baumeister (125.000 – 360.000 Euro) sowie Pastelle von Adolf Hölzel (4.500 – 28.000 Euro) und Zeichnungen von Henri Michaux ab. „Ein Kompliment an die Teilnehmer, die mit ihrem Angebot und Engagement zum Erfolg der ersten COLOGNE FINE ART im Herbst beigetragen haben“, so Gérard A. Goodrow, Geschäftsbereichsleiter Kunst und Kultur der Koelnmesse.

Der Kölner Asiatika-Händler Hans-Martin Schmitz ist aufgrund guter Verkäufe „hochzufrieden“. Bei ihm waren kleine Sammelobjekte, Farbholzschnitte und japanische Malerei im Bereich bis 15.000 Euro gefragt. „Ich bin mit verhaltenem Optimismus in die Messe gegangen und wirklich überrascht von der regen Nachfrage“, so Schmitz. „Wir haben in Köln immer spannende Tage und viel Zuspruch“, berichtet der Galerist Christian Eduard Franke, „unser Einsatz hier wird honoriert“. Grobusch aus Aachen war mit Silberschalen von Allan Scharff erfolgreich, dem er bei seinem Messeauftritt „eine neue Fangemeinde“ erschlossen hat. Gute Umsätze meldete auch der Kunsthandel Thomas Schneider, der eine Landschaft von Max Clarenbach (30.000 Euro) abgab, für ein hochwertiges Gemälde aus dem Bereich der Klassischen Moderne 50.000 Euro erzielte und sich über den Absatz mehrerer Arbeiten von Alexander Kotchetow (9.000 - 22.000 Euro) freute. Ars Medievalis, Köln, verkaufte gleich zu Messebeginn eine Skulptur für 10.000 Euro. Metz de Benito, München, gab einen Steinlöwen aus dem 16. Jahrhundert für 20.000 Euro ab und reservierte eine Reihe größerer Stücke. Der Münchener Kunsthandel Westermeier, der auf Lampen spezialisiert ist, fand bei seinem Debüt auf der COLOGNE FINE ART „viel Anklang“ und verkaufte bereits am ersten Messetag Lampen im Wert zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Das Antiquariat Heuberger veräußerte unter anderem bibliophile Ausgaben, alte Drucke und eine Paeffgen-Mappe. 'Beim Steinernen Kreuz' wechselten neben Fotos und Fotobüchern auch ein Künstlerbuch von Wols mit Radierungen für 8.500 Euro den Besitzer. Rundum zufrieden war man auch bei Kunst Kabinett Strehler, wo nach kurzer Zeit ein Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert von Georg Hoefnagel (Flusskrebs mit Weltkugel) für 1.750 Euro einen neuen Besitzer fand. Maria Sibylla Merians „Zitrone mit Harlekinkäfer“ gab man für knapp 16.000 Euro ab. Sehr gut verkauft hat auch H.W. Fichter, Frankfurt/M., unter anderem eine berühmte Grafikmappe aus den 20er Jahren.

Beachtliche Umsätze machten Galeristen der Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst. Von einem „bombastischen Erfolg“ sprach die Galerie Utermann, Dortmund, die das Aquarell „Haus Seebüll“ von Emil Nolde (220.000 Euro) verkauft hat, außerdem zwei „interconnected sculptures“ von Abraham Christian David, ein Ölbild von Willi Baumeister, eine „Naturnotiz“ von Lyonel Feininger und einen „Kopf“ von Lothar Fischer für 5.800 Euro. 'Die Galerie' aus Frankfurt war erfolgreich mit Bildern der Cobra-Gruppe sowie Werken von Volker Stelzmann und Papierarbeiten von André Masson. Im sechsstelligen Bereich lagen hier die Umsätze. Peter Femfert: „Wenn Galeristen gute Ware mitbringen, wird die Messe erfolgreich.“ Beste Stimmung herrschte am Stand der Galerie Benden & Klimczak, wo das Hauptwerk, der Siebdruck „Querelle“ von Andy Warhol, für einen sechsstelligen Betrag verkauft wurde, außerdem Grafiken von Wesselmann, Lichtenstein und Jim Dine. Rote Punkte klebten auch an sämtlichen Siebdrucken von Alex Katz. Hubertus Melsheimer, Köln, fand zum Beispiel einen Käufer für ein Gemälde von Jörg Immendorff (90.000 Euro). „Wie geschnitten Brot“ gingen hier die Bleistiftzeichnungen von Thomas Kohl (200 Euro) weg; viele Interessenten gab es auch für die Kleinskulpturen von Hartmut Sy, (1.900 - 2.100 Euro). Klaus Gerrit Friese trennte sich unter anderem von einer großformatigen Papierarbeit Dieter Kriegs (16.000 Euro) und einem Werk von Heribert C. Ottersbach im Wert von 21.000 Euro. Die Düsseldorfer Galerie Schwarzer verkaufte eine Skulptur von John Chamberlain sowie ein Feininger-Aquarell aus den 20er Jahren für 120.000 Euro. Bei Springmann, Freiburg, ging Picassos „Taube“, eine Farbkreide-Zeichnung auf Papier, an einen Sammler; Abnehmer fanden sich auch für die Leuchtkästen von Daniele Buetti (4.700 - 14.900 Euro). Die Kölner Galerie Boisseree fand Käufer für Werke von Chagall, Miro und dem Spätexpressionisten Ernst Mollenhauer und reservierte eine Gouache von Poliakoff für einen Interessenten.

Ein weiteres Standbein der COLOGNE FINE ART ist die Fotografie. Bei Jan Schlütter wechselten monumentale Fotos von Peter Fürst für 9.600 Euro den Besitzer. „Die Resonanz ist sehr gut“, befand der Kölner Galerist. Bei der Impulse Galerie Christian Löhrl waren die Fotografien von Anett Stuth begehrt; die Arbeit „Stille Wasser“ ging für 9.800 Euro an einen Käufer, außerdem wurden sämtliche Arbeiten von Christof Klute verkauft. Christian Löhrl: „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen; wir sind vom Publikum und von den Abverkäufen positiv überrascht. Wir freuen uns außerdem, dass unsere jungen Künstler so gut angekommen sind“. Die in focus Galerie sprach „von der besten Messe, an der wir je teilgenommen haben“. Hier richtete sich das Interesse insbesondere auf Glasobjekte von Michal Macku (3.200 – 6.500 Euro) sowie auf Architektur-Tableaus von Thomas Kellner.

Ebenfalls zufrieden gaben sich die Galeristen des hochkarätig besetzten Art-Brut-Bereichs. „Der Eindruck ist sehr gut, das Angebot an Art Brut ist erstklassig“, so der Kunsthandel Fischer aus Berlin, der sich von Werken von Paul Goesch aus den 20er Jahren und Arbeiten von  Michel Nedjar trennte. Ein Museum sicherte sich bei Ritsch-Fisch eine raumgreifende Assemblage von Francis Marshall, verkauft wurde auch eine aus elektrischen Teilchen gefertigte Assemblage von A.C.M. „Sehr stark und konzentriert“, lautete das Urteil der Straßburger zum Art-Brut-Bereich, den die Galerie Zander aus Köln und der New Yorker Andrew Edlin vervollständigten. Zander gab eine Zeichnung von Chris Hipkiss für 18.000 Euro ab sowie sechs Arbeiten von Foma Jaremtschuk (je 2.400 Euro). „Der Art-Brut-Bereich war qualitativ noch nie so hochwertig wie jetzt, die Aufbauarbeit hat sich gelohnt“, so Susanne Zander, „bei allen Art Brut-Galerien hat ein internationales Sammlerpublikum gekauft“.

Viel Zuspruch verzeichneten auch die Editions-Galerien. „Wir sind deutlich in der Gewinnzone“, so Rainer Ehrt von Osthand-Editionen, „wir haben uns mittlerweile ein Kölner Stammpublikum aufgebaut“. Bei Ehrt gab es vor allem bei Grafik und Künstlerbüchern zwischen 200 Euro und 800 Euro Nachfrage, ebenso bei der Edition Copernicus. Grafik-Serien und große Formate waren bei der Dreipunkt-Edition gefragt; bei der Dreier-Edition  entwickelten sich die witzigen Leuchtobjekte von Roland Roure zum Renner.

Auf gute Resonanz stießen auch die vier musealen Sonderschauen zur COLOGNE FINE ART. Ein Expertenteam um Claudia Dichter, Michael Krajewski und Susanne Zander präsentierte unter dem Titel „The Message. Das Medium als Künstler“ ein bislang wenig bekanntes bildnerisches Phänomen: Zeichnungen und Gemälde, die unter dem Eindruck außerpersönlicher Lenkung entstanden sind. Eine dokumentarische Gemeinschaftsausstellung des ZADIK –Zentralarchiv des Internationalen Kunsthandels – mit dem Kölnischen Stadtmuseum konzentrierte sich auf den Kölner Fluxus-Künstler Wolf Vostell (1932-1998), der vor wenigen Tagen 75 Jahre alt geworden wäre. Im Spätsommer 2008 wird diese Ausstellung in erweiterter Form in den Räumen des Kölnischen Stadtmuseums präsentiert. Des Weiteren zeigte eine Sonderschau Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts, das die Bad Pyomonterin Brigitte Britzke zusammengetragen hat. Ebenfalls mit einer Sonderschau gewürdigt wurden die COLOGNE FINE ART-Preisträger Gert und Uwe Tobias.

Die COLOGNE FINE ART in Zahlen
An der COLOGNE FINE ART 2007 beteiligten sich 172 Aussteller aus 11 Ländern, davon 10 Prozent aus dem Ausland, und präsentierten 30.000 Besuchern Kunst und Kunstgewerbe aus drei Jahrtausenden. Von den 30.000 Kunst- und Antiquitätenliebhabern haben rund 15.000 Tageskarten erworben. Hinzu kamen die Gäste der Professional Preview sowie zahlreiche Ehrengäste und kunstinteressierte Besucher der EXPONATEC COLOGNE und der zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen SOLARIA, aquanale und FSB.

Die nächste COLOGNE FINE ART findet 2008 vom 29. Oktober bis 2. November in der Koelnmesse statt.

Aktuelle Fotos von der COLOGNE FINE ART finden Sie in der Bilddatenbank im Pressebereich auf der Homepage www.cologne-fine-art.de


Kontakt:

Presseteam Kunstmessen
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Koelnmesse GmbH
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