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21.09.2022 // Claude Sprenger

Meta: Die Meta Conversions API - ein Überblick

Die Meta Conversions API wird in naher Zukunft das Pixel 2.0. In diesem Artikel wird erläutert, was die Conversions API ist, welche Vorteile sie mit sich bringt, wie sie die Qualität der Conversions erhöht und welche Integrationsmöglichkeiten es gibt.

Die Meta Conversions API

«Die Conversions API ermöglicht dir eine direkte und verlässliche Verbindung der Marketingdaten (z. B. Website-Events und Offline-Conversions) deines Servers, deiner Website-Plattform oder deines CRMs mit Meta.»

(Quelle: Meta-Hilfebereich – Die Conversions API)

API: Die Abkürzung API steht für die englische Bezeichnung «Application Programming Interface» und kann mit der deutschen Übersetzung Anwendungsprogrammierschnittstelle gleichgesetzt werden. Eine API ist in diesem Fall eine Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Anwendungen, sodass eine Kommunikation zwischen den Systemen möglich wird. Betrachtet man die Conversions API, so handelt es sich hierbei um die Webseite und Facebook.

Website-Events und Offline Conversions: Events und Conversions sind Aktivitäten von Personen, die auf einer Website (Seitenzugriff, Formular ausgefüllt, Produkt gekauft) oder offline (Anrufe, Unterschrift unter Vertrag) durchgeführt werden und an Meta zur Erstellung von Zielgruppen oder zur Optimierung von Kampagnen gesendet werden.

Wie funktioniert die Meta Conversions API

Die Meta Conversions API nutzt den gleichen Mechanismus wie der bisherige Meta Pixel. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Conversions API es ermöglicht, diese Signale direkt vom eigenen Server an Facebook zu senden - anstatt sie über den Browser zu verschicken. Auch diese Events sind mit einem Pixel verknüpft und können weiterhin für die Messung, das Reporting und die Optimierung genutzt werden.

 

Was sind die Vorteile der Meta Conversions API?

1. Wann, wo und wie werden die Daten mit Facebook geteilt?

Werbetreibende tragen dazu bei, dass die Daten, die an Facebook übermittelt werden, immer zuverlässiger werden, wenn diese direkt an Facebook gesendet werden und nicht mit einer browserbasierten Methode übertragen werden. Diese können in dem sich ständig verändernden Ökosystem unzuverlässig werden.

2. VPNs und Ad Blocker umgehen

Ziel der Conversions API ist es, die bisher eingeschränkten Informationen des Meta Pixels wieder vollständig zur Verfügung zu stellen. Durch die Kommunikation direkt mit den Servern von Meta werden die bisherigen Einschränkungen, wie zum Beispiel VPNs und Werbeblocker-Plugins, umgangen. Dadurch sind Conversions und Zielgruppen wieder genauer und vollständiger.

3. Performance-Verbesserung nach IOS14

Die neuen Apple-Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre von Nutzern sorgen auch bei Werbetreibenden für Verunsicherung. Durch die Conversions API können zwar weiterhin keine Daten gesammelt werden, jedoch wird die Anzahl der an Meta gesendeten Signale erhöht. So können zumindest teilweise die Messdaten nachvollzogen werden.

4. Vorbereitung auf Cookie-less Ära

Werbetreibende müssen sich darauf einstellen, dass ihre Arbeit im zweiten Halbjahr 2024 deutlich anders aussehen wird. Denn sobald Google in seinem Browser Chrome Cookies von Werbeplattformen blockiert, funktionieren viele bekannte Lösungen einfach nicht mehr. Stattdessen werden serverseitige Tracking-Lösungen wie die Conversions API die einzige Quelle für die Messung von Conversion- und Performance-Daten sein.

5. Möglichkeit zur Full-Funnel-Transparenz

Die Conversions API bietet die gleichen Tracking-Optionen für Handlungen auf der Webseite wie das Meta Pixel. Gleichzeitig können, über die direkte Verbindung zu den Meta Servern, auch weitere Datenquellen (CRM, Zahlungsprovider, …) und Offline-Handlungen (Telefonanrufe, Vertragsabschlüsse, …) gemessen werden. Dadurch kann der bisher auf die Webseite beschränkte Funnel auf weitere Conversions erweitert werden, die sich im unteren Bereich des Funnels und ausserhalb der Webseite befinden.

So wird die Meta Conversions API integriert

Wie bereits erwähnt, fokussiert sich Meta mit der Conversions API auf Integrationen und Partner-Apps, um die Installation der CAPI zu vereinfachen. Im Moment stehen hierfür noch nicht viele zur Verfügung, dennoch gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten den Implementierungsprozess zu beginnen:

Integration über eine Partnerintegration

Die Plattform Meta arbeitet eng mit anderen zusammen und hat bereits eine Partnerintegration. Diese lassen sich bequem im Meta Events Manager einrichten, sodass für existierende E-Commerce-Plattformen Plugins verfügbar sind, die darüber verknüpft werden können. Hierzu gehören:

Shopify: Nutzer von Shopify können die Conversions API über die Applikation «Facebook Sales Channel» einrichten.

WordPress / WooCommerce: Für WordPress steht neben dem offiziellen Plugin von Meta auch weitere professionelle Tools wie zum Beispiel PixelYourSite zur Verfügung.

PrestaShop: PrestaShop bietet einen einfachen und schnellen Weg über die Integration des Moduls «Facebook», das die Conversions API enthält

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ZUR PARTNERINTEGRATION

Integration über das Tag Management System (Server-Side)

Wenn für das eingesetzte System noch kein Plugin existiert oder grundsätzlich auf Plugins verzichtet wird, empfiehlt es sich, ein Server-side Tagging über den Google Tag Manager (https://... einzurichten. Dabei wird ein «normaler» Google Tag Manager mit einem Tag umgesetzt, der die Informationen sammelt und dem Server-side Google Tag Manager zur Verfügung stellt. Der Server-side Google Tag Manager übermittelt dann die Daten über die Meta Conversions API an Facebook.

Vorteil hierbei ist, dass man mit einem bereits bekannten System arbeiten kann, das oft schon für die Integration des Pixels (und weitere Social Media Tracking Tags) eingesetzt wird. Im Gegensatz zu den Partnerintegrationen benötigt die Umsetzung allerdings vertieftes technisches Know-how.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ZUR INTEGRATION MIT DEM GOOGLE TAG MANAGER

Direktintegration

Die Conversions API ist auch als individuelle Lösung auf dem eigenen Server verfügbar. Diese erfordert allerdings umfangreichere Programmierkenntnisse und ist relativ aufwändig in der Umsetzung. Weitere Informationen hierzu sind in der Entwickler-Dokumentation der Meta Conversions API zu finden.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ZUR INDIVIDUALISERTEN DIREKTINTEGRATION


Text- und Bildquelle: Hutter Consult AG

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Hutter Consult AG
Sarah Fehr-Edelmann (Consultant Ditigal Advertising)
E-Mail: sarah@hutter-consult.com
Web: hutter-consult.com

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