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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und der Hessische Fußball-Verband e.V. werden unter der Schirmherrschaft von Justizminister Christian Heinz eine Kooperation zur Bekämpfung von Straftaten im Kontext von Fussballspielen auf Hessens Sportplätzen schliessen. Die Unterzeichnung und Vorstellung der Kooperationsvereinbarung finden am Montag, 7. April 2025, statt.

Hessens Justizminister Christian Heinz stellte heute gemeinsam mit Generalstaatsanwalt Torsten Kunze sowie der Präsidentin und dem Vizepräsidenten des Hessischen Fussball-Verbands e.V. Prof. Dr. Silke Sinning und Dr. Axel Poth die Kooperation der Hessischen Justiz mit dem Hessischen Fussball-Verband e.V. vor. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und der Hessische Fussball-Verband e.V. schlossen dazu eine Kooperationsvereinbarung, die unter der Schirmherrschaft von Justizminister Christian Heinz und auf Initiative des Landespräventionsrats Hessen erarbeitet wurde. „Fast jede Woche kommt es zu Gewalt und Diskriminierung auf Fussballplätzen. Wir sind leider an einem Punkt angekommen, an dem, einfache‘ Beleidigungen von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern hingenommen werden und scheinbar nichts Besonderes, sondern alltäglich sind. Dem müssen wir entgegentreten. Es geht um den Schutz der Werte des Sports: Respekt, Anerkennung von Regeln, Fairness und Anstand. Vor allem aber sind wir es den ehrenamtlich tätigen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern schuldig, sie zu schützen. Die Kooperationsvereinbarung soll deren Schutz verbessern und ihnen helfen, sich die Freude an diesem wichtigen Ehrenamt zu bewahren“, so Justizminister Christian Heinz anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung im Hessischen Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat.

Die zwischen Hessischer Justiz und dem Hessischen Fussball-Verband e.V. geschlossene Kooperationsvereinbarung nimmt insbesondere Vorfälle in den Blick, die aufgrund Ihrer Erheblichkeit in die Zuständigkeit des HFV-Sportgerichts fallen, insbesondere solche von Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Gewalthandlungen gegen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im Kontext von Fußballspielen. Diese Fälle werden künftig im Rahmen eines abgestimmten Meldeverfahrens durch den Hessischen Fussball-Verband e.V. an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeldet, die nach einer ersten Prüfung und Bewertung die jeweils örtlich zuständige Staatsanwaltschaft über die Sachverhalte verständigt. Der Koordinator der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main für fussballtypische Straftaten wird dem Hessischen Fussball-Verband e.V. darüber hinaus als Ansprechpartner zur Seite stehen.

„Mit der Kooperation leistet die Justiz ihren Beitrag, um Fussballplätze in Hessen sicherer zu machen und Straftaten im Kontext von Fussballspielen konsequent zu ahnden. Mit der Vereinbarung fokussieren wir uns auf strafrechtlich relevante Vorfälle von Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung sowie Gewalthandlungen gegen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Straftaten, bei denen es nach unserer Einschätzung nicht immer zur Einschaltung von Strafverfolgungsbehörden kommt. Zugleich soll die Kooperation mit dem Hessischen Fussball-Verband Opfern und Betroffenen die Last abnehmen, sich selbst um Strafverfolgung zu bemühen“, erläuterte Generalstaatsanwalt Torsten Kunze. 

„In der abgelaufenen Saison wurden knapp 600 Fälle von Gewalt oder Diskriminierung festgehalten. Obgleich das ‚nur‘ in 0,5 Prozent aller Spiele vorkommt, steht hinter jedem Fall eine Geschichte, die wir vermeiden möchten. Wir arbeiten präventiv mit ‚Fair Play Hessen‘, aber steuern auch juristisch entgegen. Wir stellen eine deutliche Verschiebung der Grenzen des Anstands fest, der wir entgegenwirken möchten. Zudem kann es dazu kommen, dass eine sportgerichtliche Sanktionierung nicht möglich ist, zum Beispiel weil die Identität der Täter nicht bekannt ist. Auch in diesen Fällen ist eine Zusammenarbeit mit der Justiz zielführend. Unsere Vereinbarung ist beispielgebend in Deutschland, denn wir schließen ganz bewusst jede Form schwerer Diskriminierung und Gewalt gegen Unparteiische mit ein. Wer sich daneben benimmt, muss mit Konsequenzen rechnen – sportlich und strafrechtlich.“ sagten die Präsidentin des Hessischen Fussball-Verbands Prof. Dr. Silke Sinning und der Vizepräsident Dr. Axel Poth.

Sportministerin Diana Stolz erklärte hierzu abschließend: „Gewalt, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz und sind mit den Werten des Sports nicht vereinbar. Körperliche und verbale Angriffe, insbesondere auch auf Schiedsrichter, die für Regeltreue und ein faires Spiel eintreten, sind absolut inakzeptabel. Entsprechendes Fehlverhalten muss konsequent geahndet werden: zum einen durch die verbandseigene Sportgerichtsbarkeit, zum anderen im Falle von Straftaten durch die Strafverfolgung. Mit der Unterstützung des Projekts, Fair Play Hessen‘, der Sozialstiftung der Hessischen Fussballs, welches insbesondere Massnahmen zur Gewaltprävention, Konfliktmanagement und Fair-Play beinhaltet, unterstützen wir die wichtige Präventionsarbeit in diesem Bereich“.


Kontakt
Hessischer Fussball-Verband e.V.

Nicole Schonert (Referentin Marketing)
E-Mail: nicole.schonert@hfv-online.de
Web: hfv-online.de

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