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Eidgenössisches Schwingfest: Rütter analysierte die Wertschöpfung

12.06.2014 - 10:19

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf im Emmental war im Jahr 2013 mit rund 300’000 BesuchernInnen die grösste Sportveranstaltung in der Schweiz. Welche Wirkungen ein Event dieser Grössenordnung haben kann, zeigt nun der Nachhaltigkeitsbericht, der durch das Organisationskomitee in Zusammenarbeit mit der BKW, der offiziellen Partnerin des «Eidgenössischen» 2013, erstellt wurde.

Event Analytics von Rütter Soceco hat im Rahmen dieses Nachhaltigkeitsberichts die Wertschöpfungsberechnung der Veranstaltung durchgeführt.

Eindrücklich sind die ökonomischen Kennzahlen: die vom ESAF 2013 ausgelösten totalen Umsätze beliefen sich auf 128 Mio. Franken in der gesamten Schweiz (je zur Hälfte bestehend aus den direkten und indirekten Wertschöpfungs- und Beschäftigungswirkungen). Daraus entstanden total 63 Mio. Franken Bruttowertschöpfung schweizweit. Betrachtet man nur die direkte Wertschöpfung (30 Mio. Franken), fallen 63 % (19 Mio. Franken) in der Region Emmental an. Dies ist für Events dieser Grössenordnung ein hoher Wert und zeigt, dass die regionale Verankerung der Veranstaltung auch in wirtschaftlicher Hinsicht funktioniert hat. Insgesamt hat das ESAF in der Schweiz 2013 vergleichbare wirtschaftliche Wirkungen wie die Eishockey-Weltmeisterschaft 2009 ausgelöst.

Um diese wirtschaftlichen Wirkungen zu realisieren, wurde ein Arbeitsvolumen von schweizweit 640 Vollzeitstellen benötigt – die Hälfte davon in der Region Emmental. Hinzu kommen die 125‘000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden der OK-Mitglieder und der Helferinnen und Helfer sowie die 5‘069 Manntage der Armee und die 5‘500 Diensttage des Zivilschutzes.

Die Festbesucherinnen und -besucher, die während der Veranstaltung in der Region waren, generierten Logiernächte und andere touristische Ausgaben und trugen so substanziell zur regionalen Wertschöpfung bei. Auswärtige Festbesuchende gaben pro Tag 160 Franken aus, solche mit Übernachtung 400 Franken. Besuchende aus der Region selbst gaben im Schnitt 120 Franken aus. In der Region und den angrenzenden Kantonen generierte der Anlass insgesamt 85‘000 Logiernächte in allen Beherbergungskategorien.

Ein Vergleich der Wirtschaftsindikatoren mit dem «Eidgenössischen» 2004 in Luzern zeigt eine Verdreifachung der ökonomischen Wirkung. So generierte das ESAF 2004 total Umsätze von 42 Mio. Franken gegenüber 128 Mio. Franken am ESAF 2013. Für die Region hatte das ESAF 2013 damit eine signifikante wirtschaftliche Bedeutung. Die Veranstaltung sorgte dafür, einmalig eine grosse Menge Menschen in die Region zu bringen. Langfristig sind nicht nur die unmittelbaren wirtschaftlichen Effekte relevant, sondern auch die Imagewirkung, die das ESAF 2013 für die Region hat. Zufriedene Besucherinnen und Besucher sind hervorragende Werbebotschafter für die Region. In dieser Hinsicht punktete das ESAF 2013 besonders stark: 97,4% der befragten Besucherinnen und Besucher gaben an, mit dem ESAF 2013 «zufrieden» oder «sehr zufrieden» gewesen zu sein.

Wenn am 31. März 2014 Geschäftsführer Patrick Sommer seine Arbeit für das ESAF 2013 offiziell beendet, endet auch ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des «Eidgenössischen» 2013, die vor bald neun Jahren ihren Lauf nahm. Sommer, der seit 2009 vollamtlich für das ESAF 2013 tätig war, hat zurzeit noch keine konkreten Pläne für die Zukunft.

Die Geschäftsstelle des ESAF 2013 im Kornhaus Burgdorf wird per 26. März 2014 geschlossen. Die Räumlichkeiten werden an die Stadt Burgdorf zurückgegeben. Der Verein ESAF 2013 bleibt jedoch noch drei Jahre bestehen. Die Auflösung des Vereins erfolgt nach der Übergabe der Eidgenössischen Fahne an den Nachfolger «Estavayer» 2016. Bis dahin schwelgt so mancher in Erinnerung an die warmen Spätsommertage in der Ey zu Burgdorf im Emmental.

Kontakt:
Rütter+Partner
Heinz Rütter
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Tel.: +41 44 724 27 70
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