Center of FanCommerce.
13.08.2026


Was von NFTs heute noch bleibt
NFTs sind leiser geworden – verschwunden sind sie nicht ganz. Statt spekulativer Verkäufe rücken heute konkrete Anwendungen wie Sammeln, Belohnen, Mitgliedschaften oder digitale Eigentumsnachweise in den Fokus. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern ein einfacher und relevanter Nutzen für Fans. In diesem Inside-Artikel beleuchten TMI und die BSC Young Boys, wie relevant NFTs heute noch sind.
NFTs als Hintergrund in einem Wallet
Aus unserer Sicht rückt die Technologie selbst zunehmend in den Hintergrund. Buzzwords wie NFT, Metaverse oder Augmented Reality, die ursprünglich gehypt wurden, lösen heute eher Skepsis aus – bei unseren Kundinnen und Kunden ebenso wie bei Endkonsumentinnen und -konsumenten. Viel wichtiger ist der user-zentrierte Usecase. Wir entwickeln beispielsweise digitale Schnitzeljagden, bei denen die einzelnen Posten im Hintergrund als NFTs in einem Wallet abgebildet sind. Für die Nutzenden selbst ist das kaum spürbar: Sie erleben ein simples, digitales Game, in dem sie phygitale Assets suchen und finden – mit einfacher, intuitiver und funktionierender Technologie. Besonders spannend finden wir Projekte im Freizeit- und Outdoor-Bereich sowie im Sport- und Festivalumfeld.
Aus unseren bisherigen Projekten haben wir gelernt, dass die Technologie vor allem dann funktioniert, wenn sie spannende, Gamification-basierte Usecases ermöglicht. Als Agentur hilft uns die NFT-Plattform, einfache und skalierbare Projekte umzusetzen. Entscheidend ist dabei, dass die Umsetzung für die Nutzenden relevant, einfach und im besten Fall mit echtem Mehrwert verbunden ist. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Technologie tendenziell eine jüngere Zielgruppe anspricht.
Der aktuelle KI-Boom wird die technologischen Fortschritte auf allen digitalen Ebenen sicher nochmals beschleunigen. Umso wichtiger wird es, für die jeweilige Zielgruppe relevante und einfache Umsetzungen zu finden – denn Technologie nur um der Technologie willen funktioniert nicht.
Nicolas Schibler, Managing Partner, Trade Marketing Intelligence

Die Finanzierung von NFT Projekten funktioniert nur über B2B Geschäfte
Der NFT-Markt hat sich seit dem Jahr 2021 stark verändert. Viele NFT-Angebote haben nicht überlebt; die Verkäufe von NFT gibt es in Europa kaum noch nachhaltig. In den USA sieht das im Sportumfeld teilweise besser aus. Als nachhaltig erweist sich die Ausgabe von NFT als kostenlose Sammelartikel in Form von Belohnungen, als Nachweis für Mitgliedschaften oder als RWA (Real World Assets): reale, greifbare oder finanzielle Werte aus der physischen Welt.
Der Verkauf von NFT ist aus unserer Sicht kein nachhaltiges Produkt. Der Einsatz der NFT im Bereich Sammeln, Belohnen und Eigentumsnachweis bietet grossartige technische Möglichkeiten. Aber der europäische Markt ist in der Akzeptanz stark abweichend vom amerikanischen und asiatischen Markt. Die Finanzierung von NFT-Projekten funktioniert nur über B2B Geschäfte. Die Fanbasis für unsere NFT Projekte ist durchaus lokal, sehr treu, aber nicht in der grossen Masse vertreten.
Die Entwicklung im Bereich RWA (Real World Assets) wird weitergehen. Ob sich das im Bereich Sport (Europa) durchsetzen wird, hängt nicht zuletzt von den regulatorischen Rahmenbedingungen ab.
Reto Steffen, CDO, BSC Young Boys AG











