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04.12.2023

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Mit Interdisziplinarität zu nachhaltigen Sportstätten

PROPROJEKT unterstützt beratend unter anderem Sportarchitektur-Projekte. Dass Nachhaltigkeit beim Bau von Sportstätten ein Muss ist, ist nicht neu. Wie dies jedoch durch die Betrachtung verschiedenster Stakeholder realisiert werden kann, hat uns Christian Alfs im Interview erläutert.

PROPROJEKT ist auf Sportarchitektur spezialisiert. Wie sieht euer Leistungsportfolio konkret aus?

Unsere Kernkompetenzen liegen im Zusammenspiel von Architektur und Stadtplanung sowie Sport und Politik. Hierbei bieten wir ausgewiesene Fachkompetenz und proaktive Begleitung insbesondere für strategische Beratungen in frühen Projektphasen und bei Vorhaben, die kein Standard-Projekt darstellen, an. Sportbauten sind hierfür ein sehr gutes Beispiel.

Speziell für Projektentwicklungen von Sportbauten bieten wir neben Machbarkeits- und Konzeptstudien, strategischer Beratung hinsichtlich geeigneter Vergabe- und Realisierungsmodelle sowie Unterstützung in der politischen Gremienarbeit und im Stakeholdermanagement insbesondere Markt-, Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie Betreiber- und Nutzungskonzepte an.

Durch detaillierte Betrachtung der Erlöspotenziale und der Kostenseite – sowohl Investitions- und Finanzierungskosten als auch Kosten aus dem laufenden Betrieb und der Instandhaltung – und deren Zusammenführung in einer Wirtschaftlichkeitsanalyse bzw. in einem Businessplan, können wir es den Auftraggebern ermöglichen, fundierte Entscheidungen in den frühen Projektphasen zu treffen.

Zu euren Tätigkeiten im Sportbereich zählen unter anderem Machbarkeitsstudien, Beratungsmandate, Bedarfsanalysen, Nachhaltigkeitskonzepte für Internationale Verbände, Vereine oder Städte. Wie geht ihr solche Megaprojekte an? Welche Aspekte sind euch dabei besonders wichtig?

Zunächst gilt es bei solchen Projekten, die Stakeholder und das «Spielfeld» genau zu kennen, da die positive Einbindung der direkt oder indirekt am Projekt beteiligten Personen und Institutionen wesentlich zum späteren Erfolg eines Vorhabens beiträgt. Nur wenn man genau weiß, was der Bedarf, die Wünsche und die roten Linien der beteiligten Akteure sind, können solche komplexen Projekte zielführend und erfolgreich durchgeführt werden. Für uns ist dabei die Generierung eines allgemeinen „Projektvertrauens“ bei allen Stakeholdern im Hinblick auf die Legitimation des Projekts von größter Relevanz. Hierfür ist unser interdisziplinäres Team Gold wert, das neben der Abdeckung der breiten fachlichen Anforderungen solcher Projekte auch für eine positive und konstruktive Arbeitsatmosphäre sorgt.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Sportarchitektur? Sowohl für euch persönlich aber auch im Allgemeinen? Lässt sich hier in der Branche eine steigende Bedeutung in den letzten Jahren feststellen?

In der heutigen Zeit geht kein Weg mehr daran vorbei, Nachhaltigkeit als wichtigen Faktor immer mitzudenken. Uns als Büro ist Nachhaltigkeit sehr wichtig, was wir nicht nur in unseren Projekten, sondern auch in unserem Büroalltag leben. Jobticket und JobRad zur Förderung der nachhaltigen Mobilität, der Verzicht auf innerdeutsche Flüge, Ressourceneffizienz im Bürobetrieb, bis hin zur Auswahl nachhaltiger Anbieter für Verbrauchsmaterial sind hier nur ein paar Stichpunkte.

Was die Branche betrifft, so ist über die letzten Jahre ein deutlicher Anstieg der Bedeutung von Nachhaltigkeit zu beobachten. Nicht nur bei der Planung, der Errichtung, dem Betrieb und dem Rückbau von Sportstätten, im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, sondern auch im Bereich Sport Events – von kleinen regionalen Formaten bis hin zu Olympischen Spielen. Nachhaltigkeitskonzepte sind heute ein Muss, und wenn man ehrlich ist: Nichts ist weniger nachhaltig als eine Sportstätte, die am Bedarf vorbeigeht und dann nicht effizient und ausreichend genutzt wird.

Was muss eine Sportstätte 2023 können? Worauf sollte der Fokus in der Planung liegen?

Ganz einfach gesagt, muss eine Sportstätte 2023 mehr denn je genau den langfristigen Bedarf treffen und so geplant und ausgelegt sein, dass sie über den gesamten Lebenszyklus möglichst effizient und viel von den jeweiligen Nutzergruppen genutzt werden kann. Die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Erlebniswertsteigerung, Inklusion und auch zielgerichtete Kommerzialisierung wie z.B. durch optimierte Mantelnutzung zur Verbesserung der Rentabilität sind hier zentrale Schlagworte.

Ihr seid auch immer wieder als Sponsor/Förderer (ehrenamtlich) aktiv. Welche Relevanz hat Sponsoring für euch und welche Ziele verfolgt ihr hiermit?

Wir sind als Büro regelmäßig ehrenamtlich aktiv und wollen dadurch einen kleinen Beitrag zum gesellschaftlichen und sozialen Engagement leisten und etwas an die Gesellschaft zurückgeben. So haben wir uns z.B. seit 2017 für die Bolzplatzliga in Frankfurt engagiert, um die Zivilgesellschaft der Stadt zu stärken. 2021 haben wir für den Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. deren Liegenschaften immobilienökonomisch bewertet und den Verein unentgeltlich beraten und begleitet. Letztes Jahr haben wir uns bei den 3. Landesspielen von Special Olympics Hessen als Volunteers engagiert und damit einen kleinen Beitrag für die Inklusion im Sport geleistet, um nur ein paar Beispiele zu nennen.


 

Kontakt

PROPROJEKT
Christian Alfs (Projekt Director)
E-Mail: C.Alfs@proprojekt.de
Web: www.proprojekt.de

Weitere Interessen:

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