Harald Fux, Geschäftsführer von RAUMKUNST ZT GmbH, erklärt im Interview die aktuellsten Entwicklungen im Stadionbau.

Raumkunst ZT GmbH ist auf Sportarchitektur spezialisiert. Wie sieht euer Leistungsportfolio konkret aus?

RAUMKUNST ZT GmbH/SPORTARCHITEKTUR bearbeitet Projekte im Sportbau von Schulturnhallen, Leichtathletikanlagen, kommunalen und vereinsgeführten Sportzentren mit und ohne Außenanlagen bis hin zu Stadien und Veranstaltungsstätten. Zusätzlich bin ich als Experte in der österreichischen Normung aber auch in internationalen Gremien tätig. 

Ihr habt u.a. mit der Raiffeisen Arena ein einzigartiges Stadion entworfen. Wie geht ihr so ein Projekt an? Welche Aspekte sind euch dabei besonders wichtig?

Zuerst wird bei einer Bauaufgabe, ob groß oder klein, immer der Ort und die Topografie analysiert sowie die Anforderungen an das Projekt damit abgeglichen. Dabei entsteht in unseren Köpfen ein Bild, sozusagen eine Vision, wie diese Aufgabe architektonisch optimal gelöst werden könnte, die wir dann im Planungsprozess weiterverfolgen und verfeinern. In einem weiteren Schritt kommt dann die planerische Umsetzung und Überprüfung auf Machbarkeit. Im Fall der Raiffeisen Arena war die Auseinandersetzung mit dem beengten Platz einerseits und die Anrainer andererseits eine große Herausforderung. Gelöst werden konnte diese dadurch, dass im Zuge der Genehmigung keine großen Probleme auftraten und die Anrainer heute eine Verbesserung der Situation gegenüber der vorherigen sehen können. Im Hinblick auf das Design der Arena war uns wichtig, allen Nutzergruppen von Spielern auf dem Rasen bis selbstverständlich zu den Fans in allen Preisklassen ein besonderes, unverwechselbares Stadionerlebnis zu bieten. Wichtig war uns auch, mit Neuerungen, wie dem Tunnel Club – der erstmals außerhalb Grossbritanniens in Europa umgesetzt wurrde - unsere Expertise und Wissen aus internationalen Arenen einzubringen. 

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Sportarchitektur? Sowohl für euch persönlich aber auch im Allgemeinen? Lässt sich hier in der Branche eine steigende Bedeutung in den letzten Jahren feststellen?

Wir arbeiten z.B. sehr gerne in der Sanierung mit bestehenden Gebäuden, da ein Aspekt unseres Selbstverständnisses Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ist. Die Auszeichnung "Klima aktiv Gold" für die Sanierung der Wiener Rundturnhallen hat uns hier in unserem Denken bestätigt. Wir haben mit unserem Konzept den europaweiten Wettbewerb gewonnen und erst im Nachhinein die Zertifizierung angestrebt – unser Urspungskonzept war dabei bereits so nachhaltig, dass es auf Anhieb die Gold Auszeichnung erhielt. Im Bereich der Neubauten ist es für uns selbstverständlich auf Nachhaltigkeit in allen Aspekten wie der Haustechnik der Materialien und Konstruktion, aber auch des Designs zu setzen.

Was muss eine Sportstätte 2023 können? Worauf sollte der Fokus in der Planung liegen?

Sehr wichtige Themen sind für uns neben einer wertigen, stimmigen baukünstlerischen Gestaltung Funktionalität, Effizienz und eine gut angelegte, übersichtliche Erschließung,. Denn damit steht und fällt die Qualität eines Projektes.

Wir denken Sportstätten «out of the box» und jenseits der bisherigen, aus unserer Sicht überkommenen Vorstellungen, wie Sportstätten aussehen müssen. Besonders wichtig ist uns, Sportstätten aus der «designfreien» Zone zu heben und sie für die Aktiven gestalteten Räume mit entsprechendem Anspruch zu realisieren. 

Ihr seid auch immer wieder als Sponsor aktiv so beispielsweise bei der diesjährigen 3x3 Weltmeisterschaft in Wien. Welche Relevanz hat Sponsoring für euch und welche Ziele verfolgt ihr hiermit?

Auch hier versuchen wir bei der Auswahl der Projekte, bei denen wir als Sponsor aktiv sind, Themen zu fördern, die uns wichtig sind und uns Spaß machen. Beispielsweise weil sie neu oder unkonventionell bzw. auch zukunftsweisend sind.


Kontakt

RAUMKUNST ZT GmbH
Harald Fux (Geschäftsführer)
E-Mail: fux@raumkunst.at
Web: raumkunst.at

@RAUMKUNST

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