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16.05.2025

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Virtuelle Welten im Sport: Der Weg vom Metaverse zu hybriden Erlebnissen

Durch Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) oder das Metaverse können Sportorganisationen und Marken interaktive und immersive Erlebnisse schaffen, die über die traditionellen Formen der Zuschauerinteraktion hinausgehen. Wie im Artikel zur Plattform «Deine Fussballwelt» bereits gezeigt wurde, entsteht dadurch eine neue und vielversprechende Möglichkeit des Fan-Engagements und der Markenaktivierung. Was die Experten in unserem Netzwerk zu dieser Entwicklung sagen, lest ihr in diesem Inside Artikel.

Integration der virtuellen Welten wird zunehmen

In den letzten Jahren haben sich virtuelle Welten rasant weiterentwickelt. Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) sind nicht mehr nur Spielereien, sondern werden zunehmend in verschiedenen Branchen eingesetzt. Das Metaverse, einst als Hype betrachtet, zeigt nun konkrete Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere im Sportbereich, wo immersive Erlebnisse für Fans geschaffen werden.

Dank unserer Kooperation mit MXR-Sports eröffnen wir sowohl B2B- als auch B2C-Kunden bereits heute den Zugang zu immersiven Sporterlebnissen. Ob Tischtennis, Golf oder Tennis – durch virtuelle Turniere, Ligen und Eventaktivierungen ermöglichen wir ein interaktives Eintauchen in die digitale Sportwelt. Diese innovativen Formate verbinden reale Bewegungsabläufe mit virtuellen Umgebungen und bieten somit neue Möglichkeiten für Training, Wettkampf und Fan-Engagement. Mit MXR-Sports gestalten wir die Zukunft des Sports aktiv mit.

Wir als LAOLA1 erwarten, dass virtuelle Welten zunehmend in den Alltag- sowie Profisport integriert werden. Mit fortschreitender Technologie werden immersivere und realistischere Erfahrungen möglich sein. Sportorganisationen sollten diese Entwicklungen nutzen, um innovative Fan-Erlebnisse zu schaffen und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Bernhard Brückl, Head of Sales & Marketing, LAOLA1

Aufwand für ein eigenes Club-Metaverse ist sehr hoch

In den letzten Jahren wurde das Metaverse als nahezu zwangsläufige Zukunft des digitalen Fan-Engagements angepriesen. Inzwischen hat sich allerdings gezeigt, dass der anfängliche Hype nicht flächendeckend gerechtfertigt war. Es gibt vielversprechende Konzepte, insbesondere im Bereich immersiver Fan-Erlebnisse, doch es fehlen bisher Umsetzungsbeispiele, die belegen, dass es sich hierbei um mehr als bloß Angebote für eine sehr schmale Zielgruppe handelt. Die spannendsten Use Cases und größten Potenziale sehe ich vor allem im Gaming-Bereich, etwa auf Plattformen wie Roblox, wo wir gemeinsam mit unserem Partner Puma auch erste Testprojekte durchgeführt haben.

Was den Aufbau eigener Club-Metaversen angeht, bleibe ich skeptisch. Solche Plattformen aufzubauen, sie regelmäßig redaktionell zu bespielen und Fans dauerhaft auf ihnen zu halten, ist kein Selbstläufer. Und die Frage bleibt: Wie viele Fans sind gewillt, ein derartiges Angebot regelmäßig zu nutzen? Ausblickend erwarte ich, dass sich hybride Modelle durchsetzen werden, die reale und digitale Elemente verbinden. Grundlage dafür sind vor allem Geräte, die alltagstauglicher sind als die aktuellen VR-Brillen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die großen Versprechen des Metaverse jemals vollständig realisiert werden oder ob sich spezialisierte und zielgerichtete Anwendungen dauerhaft etablieren.

Alexander Mühl, Direktor Marketing und Digitalisierung, Borussia Dortmund

Das isolierte Metaverse kommt nicht an

Die Entwicklung virtueller Welten war in den letzten Jahren von enormen Investitionen und viel Hype geprägt, aber die Realität ist ernüchternder. Mark Zuckerberg hat mit Meta fast 70 Milliarden Dollar in das Metaverse gesteckt, ohne dass bislang ein nachhaltiger Durchbruch oder ein rentables Geschäftsmodell sichtbar wäre. Die Vision einer allumfassenden, unabhängigen Metaverse-Welt hat sich nicht durchgesetzt – vielmehr dominieren offene Plattformen wie Roblox und Fortnite, die mit Millionen aktiver Nutzer und starker Markenkooperationen echte Reichweite und Engagement bieten. Manchester City etwa nutzt sowohl Fortnite für eigene virtuelle Erlebnisse als auch Roblox für Fan-Events und digitale Trikotlaunches. Auch die DFL hat mit der Bundesliga auf Roblox gezielt jüngere Zielgruppen angesprochen und innovative Formate wie Obstacle Courses und virtuelle Clubhäuser umgesetzt.

Die Zukunft liegt meiner Meinung nach nicht in isolierten, proprietären Metaverse-Welten, sondern in offenen, etablierten Plattformen, die Social Gaming, User-generated Content und Markenintegration verbinden. Roblox und Fortnite sind aktuell die spannendsten Beispiele dafür und setzen Standards für Fan-Engagement und digitale Markenaktivierung. Ob das Metaverse in der von Meta erhofften Form noch relevant wird, bleibt fraglich – die Nutzer entscheiden sich für flexible, zugängliche Ökosysteme, nicht für geschlossene Paralleluniversen.

Philipp Pilatowicz, Head of Partnerships, cheeer

Hybride Erlebnisse sind die Zukunft

Virtuelle Welten haben sich von der Hype-Phase zu einer spannenden Spielwiese für konkrete Marken- und Fan-Experiences entwickelt. Während das Metaverse aus dem täglichen Medienfokus gerückt ist, entstehen im Hintergrund nachhaltige Formate mit echtem Mehrwert.

Ein starkes Beispiel dafür sind unsere Projekte mit Hugo Boss und Imaginary Ones, bei dem wir phygital Merchandise mit einer virtuellen Experience in Roblox und Ready Player Me verknüpft haben. Fans erhielten über ein physisches Produkt digital Zugang zu ihrem exklusivem Outfit – ein nahtloses Zusammenspiel von physischer Identifikation und digitaler Selbstdarstellung.

Für uns liegt die Zukunft in genau solchen hybriden Erlebnissen: Plattformübergreifend, individuell und erweiterbar. Virtuelle Welten werden sich dort durchsetzen, wo sie echten Mehrwert bieten – sei es über digitale Sammelobjekte, AR-Erweiterungen oder vernetzte Avatare. Das physische Produkt bleibt zentral – aber es wird durch digitale Layer emotional aufgeladen und interaktiv erlebbar gemacht.

David Geisser, Co-Founder & COO, ZATAP by collectID AG

© ZATAP

KI belebt virtuelle Welten neu

Virtuelle Welten haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt – nicht zuletzt durch die Pandemie, in der digitale Touchpoints zur zentralen Schnittstelle zwischen Marken und Kunden wurden. Auf den anfänglichen Metaverse-Hype folgte zwar ein spürbarer Gegentrend hin zu physischen Events und Messen, doch mit dem Durchbruch der Künstlichen Intelligenz erlebt das Thema virtuelle Welten aktuell ein starkes Comeback.

Gerade im B2B-Bereich, wo persönlicher Austausch besonders wichtig ist, stellt die digitale Interaktion noch eine Herausforderung dar. Hier eröffnet KI enormes Potenzial: Intelligente 3D-Avatare, die auf Unternehmensdaten zugreifen und Expertenwissen vermitteln können, schaffen eine neue Qualität der Kundeninteraktion in virtuellen Räumen.

Bei Jamaze setzen wir bereits heute auf maßgeschneiderte virtuelle Marken-Showrooms – zum Beispiel mit Fortnite-Technologie – und integrieren aktiv KI-Avatare, um echte Mehrwerte zu schaffen. Gleichzeitig treiben Innovationen wie die Apple Vision Pro die Visualisierungsqualität von Virtual Reality Welten voran. Je kompakter und zugänglicher solche Hardware wird, desto größer wird in Zukunft das Potenzial virtueller Welten – auch über den B2B-Bereich hinaus.

Joel Allenspach, Gründer & Geschäftsführer, jAMAZE AG

Nahtlose Verbindung digitaler und physischer Welten

Virtuelle Umgebungen haben sich in den letzten Jahren von bloßen Technologiedemonstrationen zu effektiven Werkzeugen für Markenaktivierung und Kundenbindung entwickelt. Auch wenn der anfängliche Hype rund um das Metaverse abgeklungen ist, gewinnen zentrale Technologien wie Augmented Reality (AR) und KI-gestützte Personalisierung zunehmend an Bedeutung.

Bei Sensape stellen wir eine stetig wachsende Nachfrage nach immersiven Lösungen fest, die digitale und physische Erlebnisse nahtlos miteinander verbinden – insbesondere in den Bereichen Sport, Events und Entertainment. Unsere interaktiven AR-Lösungen ermöglichen es Marken, ihr Publikum in Echtzeit anzusprechen und aktiv in das Markenerlebnis einzubinden.

Besonders erfolgreich sind Formate wie AR-Games oder webbasierte AR-Anwendungen, die sich durch hohe Interaktionsraten und geringen technischen Zugang auszeichnen.

Wir sind überzeugt: Während vollständig virtuelle Welten mittelfristig Nischen bleiben, werden AR- und Mixed-Reality-Lösungen zu relevanten, kontextbewussten Erweiterungen der realen Welt. Die Zukunft gehört Erlebnissen, die immersiv, personalisiert, leicht zugänglich und nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Matthias Freysoldt, Geschäftsführer, Sensape GmbH

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