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SIDELINES: „Durch langfristiges Agenda-Setting erreicht man Konsumenten"

04.04.2017 - 19:02

Interview | Olaf Markhoff | Sponsoring | Aktivierung | Storytelling | Deutschland | Kommunikation

Olaf Markhoff, Geschäftsführer der Sidelines - Agentur für Kommunikation GmbH, zeigt auf, dass sich die Sponsoringbranche an einem Scheideweg befindet und warum er mit seiner Agentur den richtigen Weg gehen will.

1. Mit dem Competence Circle möchten Sie den Wissensaustausch innerhalb der Branche fördern und u.a. Whitepapers erstellen. In einem aktuellen Whitepaper schreiben Sie über die Zukunft des Sponsorings. Wohin geht der Weg?

OM:
Aus meiner Sicht befindet sich die Branche an einem Scheideweg. Wer es als Sponsor schafft, durch wirkungsvolle Aktivierung und inspirierendes Storytelling seinen Konsumenten zu erreichen wird auch in Zukunft Freude an seinen Investitionen haben. Alle anderen eher nicht. Die schlichte Platzierung des Logos wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Deshalb werden sich Sponsoringgeber und Sponsoringnehmer in Zukunft im verstärkten Maße auch über Kommunikationsziele verständigen müssen. So werden sich zum Beispiel Vereine über die Integration der eigenen Sponsorenzukünftig mehr einfallen lassen müssen, als ein standardisiertes „Sponsorship of the Day", welches einmal im halben Jahr eine Anzeigenseite im Stadionmagazin und ähnliche starre Rechte beinhaltet. Und die digitalen Möglichkeiten bieten hier durchaus viel mehr Spielraum und große Chancen für alle Beteiligten.

2. Durch welche Sponsoringmassnahmen gelingt es den Unternehmen ihre Kunden zu emotionalisieren beziehungsweise die Sponsorings zu aktivieren?


OM:
Immer dort, wo ein langfristiges Agenda-Setting existiert und ein klares inhaltliches Kommunikationsziel definiert ist, gelingt es Sponsoren ihre Konsumenten wirkungsvoll zu erreichen. Marken, wie Nike, Red Bull oder auch Opel gelingt es sehr gut ihre Audience zu unterhalten und somit ihr Sponsorship mit Content aufzuladen. Diese Inhalte müssen gut orchestriert und miteinander verlinkt werden. In Zukunft wird das Thema Membership von Apps und die Verlinkung der Aktivierungsmaßnahmen zum eigenen Brandshop sehr weit oben auf der Agenda stehen. Hiermit bekommt das Sponsorship auch eine kommerzielle Dimension.

3. Mit der SIDELINES Agency unterstützen Sie Tag für Tag Unternehmen bei der Umsetzung von Marketingprojekten. Welches Know-How ist heute besonders gefragt oder wo drückt der Schuh am meisten?

OM: Es kommt durchaus nicht selten vor, dass Marken sich nicht intensiv genug mit dem Ziel ihres Sponsoring-Engagements auseinandergesetzt haben. In der bisherigen Auffassung reichte oft die schlichte Sichtbarkeit des eigenen Firmenlogos aus, um die Beteiligten glücklich zu machen. Das Logo erzählt aber nichts über die Marke als solches und noch viel weniger über den kontextuellen Zusammenhang des Unternehmens mit dem gesponserten Umfeld. Mit anderen Worten, es fehlt die Story. Der Konsument ist gelangweilt oder nimmt das Sponsoring Engagement erst überhaupt nicht wahr. Hier braucht es Kreativität und Know-How in der Kommunikation und das Wissen um die durchaus nützliche Responsivität digitaler Netzwerke / Social Media und relevanter Mulitplikatoren.

4. Die Sidelines Agency ist eine Full-Service Kommunikationsagentur. Was sind ihre wichtigsten Kompetenzen und worin sehen Sie ihre Kernkompetenz?

OM:
SIDELINES hat ein klares Profil. Wir beraten unsere Kunden in ihrer strategischen Positionierung und Kommunikation bis hin zu operativen Kampagnen und Projekten. Wir fokussieren uns auf den Sport- und den Lifestyle-Bereich. Kern unserer Arbeit ist eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Marken, Vereinen und Persönlichkeiten, bei der wir zunächst sehr viel Zeit auf Insights verwenden, die in der Positionierung und der Kommunikation eine Relevanz haben. Unser Ziel ist es, unsere Kunden langfristig und emotionalisierend im Mindset ihrer Konsumenten zu platzieren.

5. Sie haben für namhafte Kunden wie Nike, Wilson oder Ferrero Projekte umgesetzt. Weshalb sind Sie auch oder gerade auch für kleinere Projekte zu haben?

OM:
Wir glauben, dass wir unseren Background und unser Wissen aus der Zusammenarbeit mit diesen großen Marken – ich selbst war ja auch sehr lange für eine dieser Marken tätig -  auch sehr gut auf andere Unternehmen und Marken projezieren können. Diese Art der Sozialisierung von Know-How funktioniert sehr gut – auch bei vermeintlich „kleineren“ Projekten.

6. Geben Sie uns eine kleine Einsicht in eines ihrer aktuellen Projekte, die Sie besonders spannend finden?

OM:
Oh, da gibt es viele. Vielleicht ist eines der jüngsten Projekte für den Handball Sponsor AOK ein gutes Beispiel. Wir haben mit der AOK, als Gesundheitspartner des Deutschen Handball Bundes, an Insights gearbeitet, welche die Attribute der Sportart Handball und die der AOK in einer Symbiose bringt. Unter #nähergehtnicht haben wir eine Social-Media-Kampagne zur Aktivierung des AOK Sponsorships bei der Handball WM ins Leben gerufen und trotz des frühen Ausscheidens des DHB-Teams eine Reichweite von 146 Millionen und 365.000 Engagements erreicht. Für Handball ein sehr gutes Ergebnis.

Hier zum aktuellen WHITEPAPER: Logo statt Dialog..


Kontakt:
Deutscher Marketing Verband

Sidelines - Agentur für Kommunikation GmbH
Löwengasse 27 Haus G
DE-60385 Frankfurt am Main

Homepage: www.sidelines.agency
Telefon: +49 69 389 982 0
Email: info@sidelines.agency

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