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27.10.2026 - 08:00
Österreichischer Fußball-Bund und Leistungssport Austria setzen wissenschaftliche Partnerschaft fort
Der Österreichischer Fußball-Bund und Leistungssport Austria verlängern ihre strategische Partnerschaft. Ziel ist es, Wissenschaft, Analyse und Training im österreichischen Fußball noch enger zu verzahnen. Die Zusammenarbeit umfasst neben dem Frauen-Nationalteam auch die Talenteförderung, die Akademien und weitere Nationalteams.
„Wissenschaft, Analyse und Entwicklung gewinnen im Fußball stetig an Bedeutung. Wir haben dafür im ÖFB eine eigene Abteilung aufgebaut, und mit Leistungssport Austria haben wir einen Partner, der mit seiner externen Expertise viele Facetten abdeckt und Synergien schafft – für die bestmögliche Betreuung unserer Spielerinnen und Spieler“, Bernhard Neuhold, Geschäftsführer ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.
Ganzheitliche Begleitung über die gesamte Karriere
Die Partnerschaft begleitet Spielerinnen und Spieler langfristig, ab einem Alter von 10 Jahren. Regelmäßige Testungen in den Landesleistungszentren und Akademien liefern die Datengrundlage. Der ÖFB arbeitet dabei auch eng mit der Bundesliga, den Landesverbänden und weiteren Partnern zusammen.
Zu den gemeinsamen Projekten zählen unter anderem:
- Die Ausbildung von Athletiktrainerinnen und Athletiktrainern
- Konzepte für den Nachwuchs im Alter von 10 bis 14 Jahren
- Turnieranalysen, unter anderem zur WM 2026
- Die Partnerschaft als „Role-Model”
Für Leistungssport Austria ist die Zusammenarbeit mit dem ÖFB mehr als eine klassische Kooperation. Fußballspezifisches Know-how wird mit sportwissenschaftlichen Kompetenzen aus Medizin, Ernährung, Anthropometrie und Regeneration verbunden. Seit Beginn der Partnerschaft wurden im Nachwuchs und im Frauen-Nationalteam umfangreiche Datenbestände aufgebaut. Sie werden in den Systemen von Leistungssport Austria und ÖFB verarbeitet und praxisnah umgesetzt.
„Unsere Zusammenarbeit geht weit über eine reine Leistungsvereinbarung hinaus. Sie beruht auf Vertrauen und Respekt und führt fußballspezifische und sportwissenschaftliche Kompetenzen zusammen. Für ein kleines Sportland wie Österreich ist das ein Role-Model: Ressourcen effizient nutzen und Wissen gemeinsam weiterentwickeln“, bestätigt Stefan Krubhofer, Vorstand Wirtschaft Leistungssport Austria.
Monitoring, Belastungssteuerung und Prävention
Kern der Arbeit ist ein Regelkreis aus Monitoring, Belastungssteuerung und Regeneration. Daten werden erfasst, analysiert und interpretiert. Daraus wiederum werden konkrete Trainingsanpassungen abgeleitet. Ergänzend kommen präventive Ansätze zum Einsatz, etwa Stoßwellen als Trainingsreiz. Dabei steht die individuelle Betrachtung im Vordergrund, denn die Unterschiede zwischen einzelnen Athletinnen und Athleten sind oft größer als jene zwischen den Geschlechtern. So führen etwa unterschiedliche VO2-Werte im Stufentest zu differenziertem Training.
„Im Zentrum steht immer die Athletin bzw. der Athlet. Wir erfassen Daten, analysieren und interpretieren sie korrekt und leiten daraus konkrete Trainingsanpassungen ab. Mit präventiven Ansätzen wie Stoßwellen als Trainingsreiz wollen wir Spielerinnen und Spieler schneller, stärker und widerstandsfähiger machen“, erklärt Gregor Högler, Vorstand Sport Leistungssport Austria.
Nutzen in der Praxis
Im Frauen-Nationalteam, wo die Forschungslage historisch dünner ist, liefern die über Jahre gesammelten Daten eine wichtige Grundlage für Trainingsplanung und Belastungssteuerung. Im Alltag gehören dazu tägliche Befindlichkeitsbögen, GPS-Daten aus dem Training und subjektive Belastungsabfragen, die in enger Abstimmung zwischen Sportwissenschaft, medizinischem Team und Trainerstab ausgewertet werden.
Lars Söndergaard, Teamchef Frauen-Nationalteam: „Die Partnerschaft mit Leistungssport Austria ist sehr wichtig, weil es im Frauenfußball viel weniger Forschung als im Männerbereich gibt, die physiologischen Unterschiede aber groß sind. Die vorhandene riesige Datenmenge hilft uns, die Spielerinnen gut auf die Spiele und ihre weitere Karriere vorzubereiten. Für mich ist auch der Kontakt mit den ausländischen Vereinen der Spielerinnen von großer Bedeutung, um über Vorbelastungen Bescheid zu wissen.“
Kontakt
ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH
Michael Schmid (Leiter Marketing & Sales)
E-Mail: michael.schmid@oefb.at
Web: oefb.at
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