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Leogang ist bereit für die Mercedes-Benz UCI Downhill 2020

13.06.2019 - 08:58

Mountain Bike | Worldcup | rasoulution

Der Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup in Leogang hatte alles zu bieten: Lautstarke Fans, eine tückische Strecke und Highspeed-Action vom feinsten. Hier sind die Highlights des Rennwochenendes in den österreichischen Alpen.

 

 

Leogang stellte erneut unter Beweis, dass der kleine Ort unterhalb der Leoganger Steinberge ein Mekka der Downhill-Szene ist und begrüßte auch in diesem Jahr tausende Zuschauer aus ganz Europa zum großen Kräftemessen auf dem „Speedster“. In Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr zeigte, die Strecke in diesem Jahr aber ein neues Gesicht mit neuer Streckenführung. Die Zuschauer sahen elektrisierende Rennaction bei bestem Sommerwetter und die dadurch ausgetrocknete und staubige Strecke sollte das Können einiger Fahrer mächtig auf die Probe stellen. Die Fans sorgten für eine unvergleichbare Stimmung vom Startgate bis ins Ziel und zeigten sich bei der Generalprobe für die WM 2020 von ihrer lautesten und bike-verrücktesten Seite – Kettensägen und Kuhglocken als Krachmacher inklusive. Eins ist klar: Leogang wird ein sensationeller Gastgeber für die UCI Downhill Mountain Bike World Championships vom 4.-6. September 2020.

 

 

Die Franzosen sind ‚on fire’

Es scheint als ob in diesem Jahr kein Weg an den Franzosen vorbei geht. Loic Bruni fuhr seinen zweiten Sieg in dieser Saison ein und fand nach seinem achten Platz in Fort William in die Erfolgspur zurück. Nach einer mittelmäßigen Leistung im Qualifying zeigte Bruni allen im Finallauf, wo der Hammer hängt. Bruni schoss aus dem Startgate und erarbeitete sich schnell einen Vorsprung von 0,7 Sekunden bis zur ersten Splitzeit. Nachdem er den Motorway hinter sich gelassen hatte, manövrierte er seine Downhillmaschine scheinbar mühelos durch die technischeren Wald-Passagen im mittleren und unteren Streckenteil. Im Ziel stand ein Vorsprung von über drei Sekunden auf der Anzeige. Dennoch musste er bis zum letzten Rider zittern und bangen, bevor sein Jubel keine Grenzen mehr kannte. Denkbar knapp setzte er sich gegen den Altmeister Greg Minnaar (RSA) und Troy Brosnan (AUS) durch. Kleine Fehler kosteten den beiden den Sieg und somit feierte Bruni den dritten französischen Sieg in diesem Jahr nachdem Landsmann Amaury Pierron in Fort William siegreich gewesen war.

 

Der Altmeister ist zurück

Nachdem 2018 aufgrund von Verletzungen ein Jahr zum Vergessen war, er sich in Maribor nicht für das Finale qualifizierte und er auf seiner Lieblingsstrecke in Fort William „nur“ sechster wurde (er hat bereits 7 mal in Schottland gewonnen), hatte Greg Minnaar sicherlich ein wenig Wut im Bauch und reiste hochmotiviert nach Leogang, um es endlich wieder allen zu zeigen. Der 37-Jährige verbindet mit Leogang zumindest viele positive Erinnerungen. Bereits acht Mal hatte er auf dem Podium gestanden und gewann dort den Weltmeistertitel in 2012. Ob diese Erinnerungen ihm dieses Jahr Rückenwind gegeben haben, ist nicht überliefert, aber nach der Quali wusste man, dass der Südafrikaner schnell unterwegs ist. Er ließ keine Zweifel an einer Qualifikation für das Finale aufkommen und sollte am Sonntag als letzter den Speedster hinab düsen. Während Bruni unten im Zielbereich nervös auf dem Hotseat hin und her rutschte, machte Minnaar kurzen Prozess und konnte den Rückstand von einer knappen Sekunde im weiteren Rennverlauf verkürzen. Als Minnaar bei der letzten Split nur noch 0,259 Sekunden zurücklag, war die Spannung kaum mehr auszuhalten. Am Ende sollte zwar doch der Franzose jubeln, doch „The GOAT“ meldete sich vergangenes Wochenende eindrucksvoll zurück und unterstrich, dass man ihn in den kommenden Rennen wieder auf dem Zettel haben sollte. 

 

Nina Hoffmann klettert und klettert 

Die deutsche Downhill-Hoffnung Nina Hoffmann, die erst in ihrer zweiten UCI Saison am Start ist, setzte das nächste Ausrufezeichen bei den Frauen und muss zukünftig von allen Experten wohl in den Favoritenkreis für zukünftige Podestplätze aufgenommen werden. Nach ihrem beeindruckenden dritten Platz in Fort William, zeigte sie, dass ab sofort mit ihr zu rechnen ist. Keine Eintagsfliege also, sondern eine beständige Topfahrerin, die in Leogang sowohl in der Qualifikation also auch im Finale den etablierten Größen das Fürchten lehrte. „The Hoff“ wie sie schon liebevoll im Rennzirkus genannt wird, demontierte die bis dahin führende Zeit von Kate Weatherly (NZL) und nahm freudig Platz im Hotseat mit nur noch zwei Fahrerinnen am Start. Nachdem Rachel Atherton (GBR) den staubigen Verhältnissen zum Opfer fiel, konnte lediglich Tracey Hannah (AUS) die Deutsche verdrängen. Dennoch, Nina Hoffmann erreicht mit dem zweiten Platz in Leogang zum zweiten Mal in Folge das Podium und setzt ihren Trend fort. Wird sie den Schwung mit nach Andorra nehmen können?

 

Die Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup aus Leogang gibt es on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv.

 

 

Quelle: rasoulution GmbH

 

Kontakt

rasoulution GmbH
Manuel Deutschmeyer
Tel. +49 (0) 89 386 67 09 15
E-Mail: high@rasoulution.com

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