Schweiz Tourismus: Vorstellung zukünftiger Marketingpläne 20.04.2018

Martin Nydegger | Produktentwicklung | Winteranalyse

Wie die ESB bereits berichtete, fand in dieser Woche der Schweizer Ferientag von Schweiz Tourismus statt. Neben der PRIX BIENVENU Preisverleihung, präsentierte Direktor Martin Nydegger auch die Zukunftspläne und Strategien. Das Stichwort «Produktentwicklung» stand dabei im Fokus. Vielen Gästen aus dem Ausland sei der Wintersport in der Schweiz zu aufwändig.

Darum will ST künftig dafür sorgen, dass alles Nötige bereits im Hotel bereitsteht und das Gepäck von der Haustüre zum Feriendomizil transportiert wird. Seine Vision sei eine nationale Plattform für dieses neue Convenience-Angebot, so Nydegger. Konkret angekündigt wurde eine neue Kooperation mit der SBB.

ST will die Eltern mehr ansprechen und einen günstigeren Einstieg für Kinder in den Wintersport ermöglichen. Gemeinsam mit den Bergbahnen prüft man offenbar ein national gültiges Kinderangebot. Wintersport ist Gemeinschaftserlebnis, auch für dieses soll es künftig noch mehr Produkte und Marketing geben. Mehr zu den Chancen des Wintertourismus findet man in der aktuellen Winteranalyse von ST.

Nydegger zufolge soll das Thema Gesundheits-Tourismus noch viel mehr in den Fokus rücken. Derzeit wird ein Konzept für die «Health & Medical Destination Switzerland» erarbeitet.

Das SCIB (Switzerland Convention & Incentive Bureau) hat die «Destination Weddings» als neuen Markt entdeckt. Familien, die über die Welt verstreut wohnen, treffen sich an einem schönen Ort irgendwo auf der Welt zur Hochzeit. Dieser Markt wird neu aktiv von ST bearbeitet.

Gemeinsam mit der Swiss entwickelt ST ein Stopover-Angebot, bei dem sich Fluggäste bis zu fünf Tage ohne Ticket-Zusatzkosten in der Schweiz aufhalten und ein Extra-Angebot inkl. Swiss Travel Pass beanspruchen können. Ab Sommer wird dies zunächst in Indien und den USA und dann in weiteren Ländern ausgerollt. Für die Einheimischen wird das Thema Herbst und für die Individualtouristen im Sommer 2018 besonders der Velotourismus im Fokus stehen.

Rund 800 Meetings & Kongresse mit einem Umsatz von CHF 89 Mio. hat ST im Jahr 2017 akquiriert. 2011 waren es noch 667 Kongresse mit einem Umsatz von CHF 79 Mio. Verbände und Interessengruppen werden dabei immer wichtiger. Nydegger nannte unter anderem den wachsenden Bereich E-Sports, der ganze Hallen fülle und mit viel Geld verbunden sei.

Allgemein fasste Nydegger seine Ausführungen auf drei Hauptpunkte zusammen: das Re-Mixen von bestehenden Einzelangeboten für Produktinnovationen (unter entscheidender Mithilfe der Destinationen), die nationale Einheitlichkeit von Angeboten und einen entsprechenden Marketingplan seitens ST.


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