Recht im Sport – neue Ausbildungsschienen 18.12.2015

mandatum Kanzleiberatung | Donau-Uni Krems | Master | 03.2016

„FIFA-Skandal“, „Fenninger droht ÖSV mit Rücktritt“, „Taboga geht gegen Bundesliga vor“: Nicht nur Schlagzeilen aus der Welt des Profisports haben fast immer einen rechtlichen Hintergrund, auch Breiten- Vereins- und Schulsport sehen sich auf allen Ebenen mit juristischen Fragestellungen konfrontiert. Und obwohl Sport in Österreich wirtschaftlich betrachtet einen der größten Märkte überhaupt darstellt und Expertise im Sportrecht somit sehr gefragt ist, gab es bis dato keine Ausbildungsmöglichkeiten in dieser wichtigen „Nische“ rechtlichen Fachwissens. Die Donau-Universität Krems schließt diese Lücke ab März 2016 und startet neue Studienprogramme, in denen Sportrecht erstmals als eigene akademische Studienrichtung angeboten wird.

Die Verrechtlichung des Sports ist ein stärker werdender Trend. Damit verbundene Fragen berühren AthletInnen, Verbände, Vereine ebenso wie Sponsoren und Fans. „Bis dato fehlt aber paradoxerweise gerade im Sportland Österreich eine systematische Auseinandersetzung mit den rechtlichen Aspekten im Sport – Deutschland und die Schweiz sind uns hier voraus“, meint Thomas Ratka, Universitätsprofessor für Wirtschaftsrecht an der Donau-Universität Krems.

Verrechtlichung des Sports schafft neues Fachgebiet
Auch die Professionalisierung des Breitensports und damit der Sportvereine verlangt nach Personen, die über tiefergehende juristische Kompetenzen im Sportrecht verfügen. Immer mehr Rechtsanwaltskanzleien entdecken diese Querschnittsmaterie zwischen privatem und öffentlichem Recht als neues Spezialgebiet, dessen Potenzial dennoch erst in den Kinderschuhen steckt.

Eine gediegene Ausbildung im Sportrecht vermittelt nicht nur Rechtskenntnisse in den einzelnen Materien – zum Beispiel im Haftungs- oder Anlagenrecht – sondern umfasst auch Kenntnisse in (Sport-) Betriebswirtschaft, Personalmanagement und im Organisationswesen. „Genau hier setzen wird an der Uni Krems an“ meint Ratka weiter, und: „Um etwa Haftungsfragen im Bergsport beurteilen zu können, muss man sich im Klaren sein, was am Berg überhaupt schiefgehen kann, um Verbandsrecht zu verstehen, muss man wissen, was in den Verbänden betriebswirtschaftlich warum vor sich geht. Unser Konzept in Krems ist daher ein Umfassendes“.

Neues Studium Sportrecht ab März 2016
Das berufsbegleitende Sportrechtsstudium startet ab März 2016 in drei Varianten:
-    LL.M.-Studium für JuristInnen, 4 Semester berufsbegleitend, 90 ECTS
-    MLS-Studium für AbsolventInnen anderer Studienrichtungen, 5 Semester, 90 ECTS
-    „Akademische/r Sportrechtsexperte/in“, 3 Semester berufsbegleitend, 60 ECTS

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