Schröder Fischer: 'europarechtswidrig' 16.02.2015

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Die Diskussion in der Fussballbranche um die Teilhabe von Investoren an Spielertransfers hat an Schärfe gewonnen. Wie eine Sprecherin der EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager der FAZ bestätigte, ist bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen den Internationalen Fussball-Verband (FIFA) eingegangen. Zu den Beschwerdeführern wurde zwar nichts gesagt, doch stehen wohl die spanische und die portugiesische Liga hinter dem juristischen Verfahren.

Ihre Vereine gehören neben den Klubs in Südamerika zu den besonders Betroffenen des Verbots, das die FIFA etwas überraschend mit Beginn dieses Jahres weltweit verfügt hatte. Der Verband platzte damit mitten in die Transferperiode. Danach dürfen sich Vereine nicht mehr den Erwerb von Spielern durch Geldgeber finanzieren lassen oder die Erlösrechte aus Transfers anderweitig wirtschaftlich verwerten. Nur bestehende Verträge bleiben durch eine Übergangsregelung ausgenommen.

Experten wie der Düsseldorfer Jurist Frank Bahners, von der Schröder Fischer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, halten das von der FIFA angestrebte vollständige Verbot für "europarechtswidrig" und führen insbesondere die Kapitalverkehrsfreiheit, aber auch das EU-Kartellrecht an. Bahners, der die Poblematik mit einem Kollegen dezidiert geprüft hat, kritisiert, dass die wirtschaftliche Schere zwischen den Vereinen dadurch immer weiter auseinandergeht. "Gerade finanziell schwächer gestellte Klubs werden durch das Verbot benachteiligt, weil ihnen der Zugang zu dieser Art des Fremdkapitals jetzt verwehrt wird", sagt Bahners.

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(Quelle: FAZ)

 

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