„CSR im Sportverein. Soziale Verantwortung statt Marketing-Gag“ 08.11.2019

2bdifferent | Event | Nachhaltigkeit

Unter diesem Leitmotto stand die Herbsttagung des Freiburger Kreises e.V. vom 24. bis 26. Oktober 2019 in Kiel.


Dort war 2bdifferent eingeladen, um mit unserem Vortrag "Nachhaltigkeit im Sport - sozial denken - ökologisch handeln - ökonomisch profitieren" die Brücke zwischen dem übergeordneten Ansatz von Corporate Social Responsibility (CSR) und der praktischen Umsetzung im Sport zu bauen. Anhand von konkreten Beispielen zeigte 2bdifferent Referent Clemens Arnold den knapp 200 teilnehmenden Vorständen*innen und Geschäftsführer*innen die Möglichkeiten auf, wie sich die Sportvereine zeitgemäß mit einem nachhaltigen Geschäfts- und Spielbetrieb aufstellen können.

Gerade der Profisport u.a. im Fußball hat hier zum Teil noch großen Nachholbedarf. Vorbilder sind hier z.B. die TSG Hoffenheim. Erst im August gab sie stolz auf ihrer Vereinswebsite bekannt, komplett klimaneutral zu sein. Knapp 3.000 Tonnen CO2 habe man dafür bereits kompensiert. Das ist die Emissionsmenge, die der Verein nach eigenen Angaben pro Saison selbst verursacht. Auch habe man die Vereinsaktivitäten komplett auf Klimaneutralität umgestellt.

Oder der FSV Mainz 05: Geschäftsstelle, Stadion, Fanshops und Catering – alles ist mittlerweile auf regenerative Energien umgestellt. Um die eigene Klimaneutralität erreichen zu können, wird die unvermeidbare Restmenge CO2 wie bei Hoffenheim kompensiert. Auch Werder Bremen unternimmt viel in Sachen Klimaschutz: die Solaranlage am Weserstadion ist die größte gebäudeintegrierte Anlage Europas, seit Juli ist der Verein aktives Mitglied in der Initiative "Sports for Future" und auch über die Einführung von Dienstfahrrädern wird an der Weser diskutiert.

Was auffällt ist jedoch, dass der Fokus meist im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit liegt. Die ebenso wichtigen Bereiche soziale und ökonomische Nachhaltigkeit spielen häufig noch eine eher untergeordnete Rolle.

Ein weiterer Aspekt auf der Herbsttagung des Freiburger Kreises war die Umsetzung von nachhaltigen Sportveranstaltungen. Viele Vereine die nationale und internationale Sportveranstaltungen durchführen, sind hier noch verunsichert in welchem Maße Möglichkeiten einer nachhaltigen Umsetzung bestehen. Die Städte und Gemeinden, wo die Sportvereine angesiedelt sind, fordern hier vielerorts eine Vorbildfunktion – gerade von diesen größeren Sportvereinen – als sogenannte Leuchtturmprojekte.

Als Leuchtturmprojekt kann hier die Formula E genannt werden, die sich im Jahr 2018 mit der ISO 20121 zertifizieren lies. Die ISO 20121 ist der internationale Nachhaltigkeitsstandard für Veranstaltungen. Sie bietet ganzheitliche Orientierungshilfen und Best-Practice-Parameter, die dabei helfen, Veranstaltungen auf nachhaltige Weise zu organisieren und so die soziale Integration, den wirtschaftlichen Wohlstand und den Umweltschutz zu fördern. Die Formula E ist die erste Motorsport-Meisterschaft, die diese angesehene Zertifizierung erhalten hat.

Mit unserem Partner GUTcert GmbH können wir hierbei Sportvereine, Institutionen und große Sportveranstaltungen in der Vorbereitung und Umsetzung zu einer ISO 20121 Zertifizierung beraten und begleiten.

Fazit
Gerade der Sport bietet aus gesellschaftlicher Sicht viele Möglichkeiten das Thema CSR /Nachhaltigkeit in den Sportvereinen und bei Sportveranstaltungen zu verankern. Häufig bedarf es des Mutes der Ausrichter und Verantwortlichen hier die ersten Schritte zu unternehmen und das Thema in die DNA der Vereine zu implementieren. Der Sport kann hier eine wichtige gesellschaftliche Vorreiterrolle übernehmen.

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