Brain & Heart Communication erweitert Agenturpartnernetzwerk 13.08.2019

Omnichannel-Marketing | Content Produktion | Medien

Brain & Heart Communication setzt auf die koordinierte Zusammenarbeit mit mehreren spezialisierten Agenturen um einen Mehrwert zu schaffen. Für den Bereich PR und Content Produktion ist eine neue Kooperation mit Panta Rhei Pr zustande gekommen und das Agenturnetzwerk ausgebaut CMO Peter Erni gab ein Interview zum gemeinsamen Omnichannel-Marketing-Projekt.

 

 

 

Die Zukunft ist kanalübergreifend: Digital-Marketing- und Social-Media-Experte Peter Erni verrät im Interview, wie Omnichannel-Marketing funktioniert.

Die vier spezialisierten Onlinemarketing-Agenturen Mayoris, Semsea, Converto und Brain & Heart Communication schlossen sich für ein einzigartiges Kundenprojekt zusammen: Am Omnichannel-Marketing-Tag 2019 präsentierten sie das neue kanalübergreifende Marketingkonzept für den E-Shop des Spirituosen- und Weingeschäfts Paul Ullrich AG. Im Interview wollen wir von Peter Erni, Senior Partner bei Brain & Heart und Netzwerkpartner von Panta Rhei, wissen, was bei der Konzeptionierung wirklich wichtig war.

Peter, wieso arbeitet die Paul Ullrich AG für ihr Marketingkonzept mit vier verschiedenen Agenturen zusammen, anstatt sich an eine Agentur zu wenden?

Bei der Auseinandersetzung mit der Frage, auf welche Weise die Paul Ullrich AG in Zukunft Onlinemarketing betreiben will, wurde dem Unternehmen klar, dass dieser Bereich sehr vielschichtig ist und es zahlreiche Experten auf unterschiedlichsten Gebieten gibt. Die Möglichkeit, mit verschiedenen Agenturen gleichzeitig zusammenzuarbeiten, erschien mobiler und unabhängiger als die Zusammenarbeit mit einer einzigen Agentur. Ebenfalls hat sich nach ersten Recherchen und Gesprächen gezeigt, dass es die eine Agentur, die herausragende Experten in allen Gebieten aufweist, nicht gibt. In der Folge entwickelte man mit Mayoris eine erste Omnichannel-Marketing-Vision – und kurz darauf schlossen sich für die Detailausarbeitung des Konzepts die restlichen Agenturen an.

Wie sah denn das bisherige Onlinemarketing des Unternehmens aus?

Die Paul Ullrich AG betrieb bis anhin noch kein Onlinemarketing, was aufgrund ihrer guten Platzierung als Wein- und Spirituosenhändlerin im Schweizer Markt erstaunlich ist.

Worauf lässt sich das zurückführen?

Dafür gibt es hauptsächlich einen Grund: Nach der Finanzkrise 2008 erholte sich das Unternehmen nach und nach und die Zahl der Mitarbeitenden stieg seither von 35 auf 105. Unter anderem dieses rapide Wachstum liess bis heute keine Vertiefung im Onlinebereich zu – respektive: Es war schlicht nicht zwingend und die Möglichkeit, Onlinemarketing zu betreiben, wurde vernachlässigt.

Was hat das nun lancierte Onlinemarketing zum Ziel?

Interessant ist: In den letzten zehn Jahren gab es keine Onlinewerbung für den E-Shop, trotzdem ist das Unternehmen stetig gewachsen und online wurden so viele Produkte verkauft wie in einer einzelnen Filiale. Allerdings hat sich lediglich der Verkauf von Wein und Spirituosen an andere Unternehmen stark weiterentwickelt, während der Verkauf an Einzelkunden stagnierte. Durch den Onlineshop soll dieser «Business-to-Customer»-Bereich ausgebaut und mithilfe der neuen Massnahmen der Umsatz während zwölf Monaten verfünffacht werden.

Vier Agenturen, eine Kundin: Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen so zahlreichen Akteuren?

Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Agenturen sowie mit der Kundin ist unerlässlich. Im konkreten Beispiel legt Paul Ullrich das Gesamtbudget fest und die verschiedenen Partner teilen dieses untereinander sinnvoll auf. Die Basis der Zusammenarbeit bildet der Marketingplan, auf den alle Partner Zugriff haben. Von diesem Marketingplan werden ein Themen- sowie Redaktionsplan abgeleitet, anhand derer alle sehen, wann welche Massnahmen ergriffen werden müssen.

Und wie koordiniert ihr die einzelnen Aufgaben für die verschiedenen Akteure?

Zur Koordination und Planung kommt eine gemeinsame Projektmanagement-Software zum Einsatz. Zudem wird einmal monatlich ein «Jour Fixe Meeting» abgehalten, an dem die Paul Ullrich AG und alle beteiligten Agenturen teilnehmen. Weitere individuelle Meetings zwischen den Agenturen und den Mitarbeitenden der Kundin runden die Kommunikation ab.

Was sind für euch die wichtigsten Learnings aus diesem Projekt?

Erstens: Die Zusammenarbeit mit mehreren Agenturen bietet Unternehmen sowohl Mobilität als auch einen bestimmten Grad an Unabhängigkeit. Zudem erlaubt es der Paul Ullrich AG, ganz nah bei der Entwicklung und Umsetzung der Omnichannel-Marketingkonzepte dabei zu sein. Der Koordinationsaufwand ist allerdings nicht zu unterschätzen und es braucht unbedingt dedizierte Budgets für ein zentrales Projektmanagement auf Kunden- sowie Agenturseite.

Zweitens: Die vier spezialisierten Agenturen in diesem Beispiel meistern gemeinsam sechs der aktuell zehn wichtigsten Herausforderungen im Onlinemarketing. Das ist eine perfekte Grundlage, um den E-Shop zu stärken und die Umsätze weiter zu steigern. Es zeigt aber auch: Wir sind erst am Anfang einer längeren Reise.

Der dritte Punkt: Analytics respektive das strukturierte Sammeln und Auswerten von Daten wird eine der grossen Herausforderungen in diesem Projekt. Die Agenturen sind sich jeweils gewöhnt, relevante Zahlen und Auswertungen in ihren Teilbereichen zu liefern. Nun gilt es, diese Grenzen zu sprengen.

Und zu guter Letzt: Dieses Omnichannel-Marketingprojekt ist für die Paul Ullrich AG viel mehr als nur eine Marketingmassnahme. Es ist ein Change-Projekt im Bereich Digital Transformation. Das Projekt beeinflusst interne Prozesse genauso wie die Zusammenarbeit mit externen Agenturen.

Das Omnichannel-Projekt ist lanciert, der Start ist geglückt. Wie geht es weiter?

Nun gilt es, die Konzepte und Massnahmen umzusetzen – und im nächsten Frühling wird Bilanz gezogen. Am nächsten Omnichannel-Marketing-Tag 2020 werden wir die Resultate, Erfolge und Misserfolge der umgesetzten Kampagnen präsentieren.

Quelle: Brain & Heart Communication AG



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