Nüssli realisiert anspruchsvolles Projekt ''Mirage Gstaad'' 08.03.2019

Architektur | Landschaft | Kunst

Elevation 1049: Frequencies startete am Wochenende vom 1. Februar 2019 und präsentiert 'Mirage Gstaad', eine neue ortsspezifische Aussenskulptur des Künstlers Doug Aitken, die zwei Jahre lang in Gstaad zu besichtigen ist und die Gebirgslandschaft und die wechselnden Jahreszeiten reflektieren und mit ihnen interagieren wird. NÜSSLI realisierte die anspruchsvolle Skulptur in Form eines Holzhauses nach Vorgaben des Architekten.

Während der intensiven Planungsphase von anderthalb Monaten entwickelten die NÜSSLI Ingenieure eine Konstruktion, die alle Statik-Auflagen sowie gestalterischen Anforderungen erfüllte.

Die statischen Vorschriften verlangen, da die Aussenskulptur begehbar ist, in den Bergen gebaut ist und auch im Winter steht, dass sie Schneelasten von 470 kg/m2 zu erfüllen hat – das Gewicht entspricht ungefähr 65 Tesla-Autos auf dem Dach.

Der Künstler entwarf die Fassade vollständig verspiegelt und hatte dabei den ästhetischen Anspruch, dass das Montagesystem nicht zu sehen sein darf. Das NÜSSLI Team testete verschiedene Befestigungsmöglichkeiten und Werkstoffe, um sicherzustellen, dass sich die Fassadeplatten sowohl bei sommerlich-warmen als auch bei winterlich-kalten Temperaturen nicht verziehen und immer eine gleichmässig plane Spiegelfläche aufweisen.

Innerhalb zwei Wochen entstand auf einem temporären Schraubfundament eine Holzbau-Unterkonstruktion, die in weiteren vier Wochen mittels eines speziell entwickelten Einhängesystems mit den Spiegel-Verbundplatten aufwändig verkleidet wurde. Ausser dem Boden sind alle Wände innen und aussen verspiegelt.

Das 180 Quadratmeter grosse Kunstobjekt steht auf 1100 Meter Höhe entlang eines Wanderweges. Der Standort machte die Logistik aufwändig, da die Ladungen von den grossen LKWs auf ein kleines Fahrzeug umgeladen werden mussten. Ausserdem befindet sich die Skulptur nah an einem Flughafen. Aus diesem Grund war bei dem Projekt eine Abstimmung mit dem Flughafen notwendig, um eine Bewilligung zu erhalten bzw. aufzuklären, dass die Spiegelungen die Piloten beim Flug nicht verwirren. Zusammen mit der Vogelwarte Sempach wurde zudem ein Schutz für die Vögel entwickelt: Alle drei Zentimeter weist die Fassade einen schwarzen Querstreifen auf, der das Gebäude für die Vögel sichtbar macht.

Quelle: Nüssli Adunic AG

Kontakt:
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