Schul-AG bereitet auf Blaulicht-Berufe vor 20.02.2019

Nachwuchsförderung | Projekt Blaulicht AG | Köln

Den Blaulicht-Berufen fehlt es an qualifiziertem Nachwuchs. Das soll sich jetzt ändern. Auf einer Pressekonferenz in Mönchengladbach wurde heute das Projekt „Blaulicht-AG“ vorgestellt, das die Attraktivität der Berufsgruppen Feuerwehr, (Bundes)Polizei, Zoll und Rettungsdienst steigern soll und gezielt auf die Anforderungen und Belastungen vorbereitet.

„Die Begeisterung für die Blaulicht-Berufe ist immer noch da, hat in den letzten Jahren aber nachgelassen. Wir wollen den Schülerinnen und Schülern diese Berufe schmackhaft machen und ihnen die positiven Seiten von Arbeit im Team aufzeigen“, so Ralf Schellander, Sportbeauftragter der Flughafenfeuerwehr Köln/Bonn. Auch die mangelnde Fitness der BewerberInnen ist ein Problem bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften: „Mehr als die Hälfte fällt beim sportlichen Eignungstest der Feuerwehr durch“, so Dr. Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln. Bereits 2010 wurde das Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik der Sporthochschule mit der Erstellung und Validierung eines geschlechterneutralen Eignungstests für die Berufsfeuerwehr sowie mit der Erstellung eines Testhandbuches und vorbereitenden Übungen beauftragt.   

Ein Teil der Blaulicht-AG bereitet daher gezielt auf den Eignungstest der Feuerwehr vor. Das Pilotprojekt findet derzeit an der Realschule Wickrath statt. Insgesamt vier Mädchen und zehn Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren nehmen an dem freiwilligen Sportangebot teil, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Sportbeauftragten der Flughafenfeuerwehr Köln/Bonn und der Deutschen Sporthochschule Köln konzipiert wurde.

„Unser Ziel ist es, die Blaulicht-AG flächendeckend in Deutschland an den Schulen einzuführen“, so Schellander. Neben der gezielten Vorbereitung auf die Blaulicht-Berufe geht es in der Sport-AG auch um eine allgemeine Verbesserung des Fitnesszustandes der SchülerInnen sowie um die Förderung von Teamarbeit und Sozialkompetenz.

Quelle: DSHS Köln

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