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MediaConcepts: Natürliche Sicherheitsrisiken einschätzen

03.03.2016 - 08:51

Rosenmontagsumzüge | Event | Sicherheit | Gefahren | Lerneffekte

Aus Sorge vor orkanartigen Böen des Sturmtiefs „Ruzica“ haben Karnevalshochburgen wie Düsseldorf und Mainz dieses Jahr die traditionellen Rosenmontagsumzüge abgesagt. Viele Feierlustige stellten sich jedoch die Frage, inwiefern die getroffene Sicherheitsmaßnahme der Veranstalter im Verhältnis zu den tatsächlichen Wetterbedingungen am Rosenmontag standen und ob man eine Absage der Rosenmontagszüge auch hätte verhindern können.


Welche Gefahren bergen Stürme für Rosenmontagszüge?


Grundsätzlich müssen alle Gefährdungspotenziale während der Planungsphase einer jeden Veranstaltung genauestens analysiert werden. Hierzu zählen zusätzlich zu möglichen Terrordrohungen und –anschlägen seit jeher auch natürliche Sicherheitsrisiken wie Sturmböen, Gewitter und Starkregen. Bei Unwettern mit Sturmböen liegt die Gefahr für (Rosenmontags-)Züge zumeist in der baulichen und statischen Unsicherheit der Fahrzeuge und in umherfliegenden Dekorationsteilen. Auch Pferde können bei einem Rosenmontagszug schreckhaft auf Unwetter und Sturmböen reagieren und dadurch nicht nur eine Gefahr für ihre Reiter, sondern auch für die Zuschauermenge und andere Zugteilnehmer darstellen.

Laut Einschätzungen des Wetterexperten Jörg Kachelmann wäre in diesem Jahr in Düsseldorf sogar der Eintritt eines Tornados nicht komplett auszuschließen gewesen. Damit stand für Kachelmann fest: "Für die Durchführung [der Rosenmontagszüge] braucht man bei dieser Ausgangslage sehr viel Gottvertrauen oder die Überzeugung: Et hätt noch immer jot jejange. (Focus.de)"

Was können Veranstalter aus dem Karneval 2016 lernen?

Grundsätzlich sollten Veranstalter während der Planungsphase verschiedene Risikoszenarien durchspielen und Handlungsschwellen bereits im Vorfeld definieren. Kann die Sicherheit aller Beteiligten ab einer bestimmten Windstärke nicht mehr gewährleistet werden, sollte eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Windstärke als Absagegrund genügen. Jedwede Entscheidungshilfe für eine Veranstaltungsabsage gilt es bereits im Vorfeld im Sicherheitskonzept festzuhalten, sodass es bei Eintritt der Situation nicht noch zu Diskussionen unter den Verantwortlichen kommen muss. Zudem empfiehlt es sich, Informationen über einen eventuellen Veranstaltungsabbruch so früh wie möglich zu kommunizieren und den Besuchern – insofern das möglich ist – eine sichere (Feier-)Alternative anzubieten.

(copyright: "Ihr Event - Mit Sicherheit erfolgreich" Olaf Jastrob, Weidmann & Jastrob)

Dabei handelt es sich um den ersten Teil der Serie "Sicherheit bei Großveranstaltungen" unseres Partners MediaConcepts.

Hier gelangen Sie zum zweiten Teil "Wie effektiv sind Personen-Eingangskontrollen?".


Hier gelangen Sie zum dritten Teil "Wie können Veranstalter bei sexuellen Übergriffen reagieren?".



Kontakt:
MediaConcepts GmbH

Ulf Weidmann
Zur Linde 27
D-51515 Kürten

Tel.: +49 2207 8476681
E-mail: info@mc-company.com
Web: www.mc-company.com

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