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06.05.2022 // Reachbird

Social Commerce - Next Level: Influencer Commerce

Wer heutzutage als Unternehmen seine Zielgruppe erreichen will, der muss in den sozialen Netzwerken sichtbar, transparent und nahbar sein. Die Social-Media-Kanäle müssen als Werkzeuge eingesetzt werden, um die Markenbekanntheit zu steigern, Mehrwert zu liefern, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und vor allem Verkäufe zu generieren.

Social Commerce oder Social Shopping beschreibt den Abverkauf von Produkten über Social Media. Damit ist Social Commerce eine besondere Form des E-Commerce. Die Kunden werden aktiv durch Interaktion einbezogen und ihr Einkaufserlebnis wird erlebbar und teilbar gemacht. Auch der Austausch der Kunden untereinander steht im Vordergrund, um durch Word-of-Mouth-Marketing, Verkäufe zu erzielen. Diejenigen, die bisher noch nicht aktiv Social Commerce vorantreiben, sollten damit möglichst schnell starten, denn 90% aller Online-Shopper sind auch Social-Media-Nutzer, so Shopify (Quelle: https://www.shopify.de/blog/social-commerce). Der Verkauf über die eigene Social-Media-Plattform durch Produktmarkierungen oder einen eigenen Instagram-Shop ist für viele Unternehmen schon lange nichts Neues mehr. Auch alle großen sozialen Netzwerke wie Instagram, Facebook, Pinterest, YouTube und TikTok rüsten dahingehend auf und entwickeln Features, die eine Shopping-Experience ermöglichen, bei der User die Plattform für den Kauf nicht mehr verlassen müssen. Bisher ist dies in der DACH-Region nur in wenigen Beta-Versionen oder Tests möglich.

Laut einer Studie von Datatrans, gehen über die Hälfte der befragten Schweizer Online- und Multichannel-Anbieter davon aus, dass sich Bestellungen, die unmittelbar aus Social Media Plattformen heraus getätigt werden, bis zum Jahr 2025 überdurchschnittlich entwickeln werden (E-Commerce Report Schweiz 2020, Datatrans; FH Nordwestschweiz,). In dieser prognostizierten Entwicklung stecken wir inzwischen schon mittendrin. Wie groß der Einfluss von Social Media auf die Kaufentscheidung ist, wird beim Lesen des agof DMEXCO Sonderberichts klar. Die Umfrage ergab, dass 36,8% aller digitalen User bereits Produkte oder Dienstleistungen aufgrund von Social-Media-Inhalten gekauft haben. Weitere 11,1% können sich einen Kauf aufgrund von Social-Media-Empfehlungen vorstellen (agof facts & figures, „Influencer Marketing“, 2021).

Schaut man sich diese Zahlen an, wird klar, warum Social Commerce einer der aktuellen Megatrends ist!

INFLUENCER COMMERCE

Influencer haben ganz klar die Nase vorne, wenn es um den Einfluss auf die Community geht! So gab im Rahmen der Studie „Social-Media-Atlas 2021“ 1 von 5 Befragten an, mindestens ein Produkt gekauft zu haben, weil es von Influencern empfohlen wurde (Faktenkontor & Toluna). Warum also nicht auch dieses Potenzial nutzen und Influencer stärker für die Produktverkäufe auf Social Media einbinden?

Influencer Commerce ist eine Unterkategorie von Social Commerce – und eine neue Methode, um mit Hilfe von Influencern Produkte zu verkaufen. Doch was hat es damit auf sich und wie können Marken dies für sich nutzen?

Bislang liefen Kooperationen mit Influencern meist nach diesem Schema ab: Die Influencer machen auf Produkte oder Services aufmerksam und leiten die Community zu den Onlineshops oder Landingpages der Marken weiter. Dort können die Interessierten die Produkte kaufen. Influencer Commerce liefert einen völlig neuen Ansatz: Es geht darum, dass Influencer die Produkte von Brands nun direkt auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen vertreiben.

Dies wird sich zukünftig auf den Einsatz von Influencern im Marketing-Mix auswirken. Denn Influencer Commerce bietet vor allem einen großen Vorteil gegenüber der herkömmlichen Methode des Influencer Marketings. Wenn Influencer Produkte auf ihren eigenen Kanälen verkaufen, anstatt Fans zu externen Angeboten weiterzuleiten, bleibt die Community in ihrer vertrauten Umgebung. Der Klick auf externe Links oder abschließende Landingpages entfällt, was die Komplexität des Funnels reduziert und einen Schritt im Funnel spart! Damit wächst unweigerlich auch die Relevanz der Conversion als zentrales Ziel von Influencer Kampagnen.

Das bedeutet aber auch, dass Unternehmen und Agenturen bei ihrer Influencer-Auswahl zukünftig noch genauer darauf achten müssen, die richtigen Influencer für ihre Kampagne zu verpflichten. Denn neben dem Brand Fit braucht es vor allem auch den Product Fit sowie fundierte Erfahrungswerte, in welchen Produktkategorien und zu welchen Verkaufspreisen die Community bisher auf „Kaufen“ klickte. Nur so kann für die Marke ein Best-Case-Szenario mit klarem Abverkaufs Ziel geschaffen werden.

Wie geht es zukünftig weiter?

Viele wünschen sich einen Funnel wie diesen: Ich sehe ein Produkt bei meinem Lieblings-Influencer auf Social Media. Ich klicke auf den Post und kaufe das Produkt mit nur wenigen Klicks.

Doch erst, wenn die Onlineshops und Websites der Unternehmen ideal in die von Social Media beeinflusste Customer-Journey passen, wird ein solcher Funnel möglich sein. So sollte sichergestellt werden, dass der Wechsel von Social Media zum Bestellprozess im Onlineshop möglichst „smooth“ ist. Aber auch die Social-Media-Plattformen müssen aufrüsten, um den Kaufprozess zu erleichtern.

Für Influencer Commerce braucht es also in erster Linie kompatible Onlineshops, aber auch neue Features auf den Social-Media-Plattformen. Speziell geht es um Check-out-Funktionen, die es Influencern erlaubt, Produktverkäufe direkt über die Plattform abzuwickeln. Aktuell ermöglicht Instagram den Influencern bereits, Produktangebote von Partner-Brands in ihre Posts zu integrieren. In der Beta-Version können die Follower das Produkt dann direkt über einen Klick auf den Post in Instagram bestellen. Eine weitere Möglichkeit ist das neue Feature „Shop now“, das TikTok derzeit testet. Es erlaubt Influencern die direkte Einbettung von Kaufaufrufen in ihren Videos. Auch die neue Funktion „Shopping Spotlights“ bei Pinterest ermöglichen es Influencern, Kollektionen von Pins zu beworbenen Produkten zusammenzustellen und ihrer Community zu präsentieren. Nutzer können einzelne Produkte dann direkt in der App kaufen.

Diese und weitere Aspekte werden vonReachbird im Forum „SOCIAL MEDIA 2022: INFLUENCER & COMMERCE“ beim SCHWEIZER MARKENKONGRESS am 13. Juni in Zürich thematisiert und diskutiert.


Bildquelle: Reachbird

Kontakt

Reachbird AG
Annabelle Knappe (Product & Marketing Manager)
E-Mail: annabelle@reachbird.io
Web: www.reachbird.io

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