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31.01.2022

Red Bull Ring als starker Motor für den Tourismus

Vor elf Jahren ist der Red Bull Ring in Spielberg offiziell eröffnet worden. Damit begann eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte für die ganze Tourismusregion. Nach der Strukturreform, die im letzten Jahr in der Steiermark stattfand, will die neu entstandene Destination Murtal mit Motorsport und sanftem Tourismus durchstarten. 

Murtal/St. Gallen - Die Rennstrecke ist in der Steirischen Seele fest verankert. „Sie gehört zu unserer Identität“, bestätigt Manuela Machner, die Geschäftsführerin der Tourismusregion Murtal. Erst seit Oktober 2021 existiert das Murtal als touristische Destination. Neun Tourismusverbände wurden fusioniert – darunter auch Spielberg mit dem Red Bull Ring.

Die neue Geschäftsführerin ist Manuela Machner. Sie leitete jahrelang den Tourismusverband Spielberg. Heute ist sie für die ganze Region zuständig. Es sei eine große Herausforderung, die noch unbekannte und neue Marke Murtal zu positionieren. Aber es habe auch einen Vorteil etwas Neues zu schaffen. Denn „wir sind mehr als Motorsport“, so Machner.

Dennoch schlägt ihr Herz für den Rennsport. Die Tourismuszentrale Murtal befindet sich direkt am Gelände des Red Bull Rings. Der Austausch zwischen Tourismus und Motorsport ist auch dadurch sehr eng miteinander verbunden. Regelmäßig gibt es Jourfix zwischen den Verantwortlichen des Rings und den Touristikern. Und auch Seitens des Rings ist das touristische Interesse groß.

Denn der Red Bull Ring ist weit mehr als eine permanente Motorsport-Rennstrecke. Als „Projekt Spielberg“ bietet man von April bis Oktober eine Erlebniswelt mit und ohne Motor für unterhaltungs- und abenteuerlustige Menschen an. Dazu kommt eine reichhaltige Hotel-, Gastronomie-, Businesswelt und nun auch die Therme. Es gibt zahlreiche Synergien. So hat man den Betrieben etwa 1000 gebrandete Fahrräder geschenkt. Einerseits können Gäste umweltfreundlich und ohne Stau zu den Rennen radeln, andererseits habe das die Fahrradoffensive auch abseits der Rennen angekurbelt.

„Wir gehen von knapp 40 Prozent Auslastung in der Region durch die Rennstrecke aus“, schätzt Machner. Dabei arbeite man mit extrem flexiblen Kapazitäten, wie etwa den Campingplätzen, zusammen. Am Renntag nächtigen gut 30.000 der insgesamt 100.000 Besucher auf den Zeltplätzen. Im Vergleich dazu erzielt die Region gut 560.000 Nächtigungen im gesamten Jahr.

„Wir haben nur 6000 Betten bei 600 Betrieben“, rechnet Machner weiter vor. Das sind im Schnitt 10 Betten pro Betrieb. Betten nicht Zimmer. Diese setzen sich vorwiegend aus Privatzimmerzimmervermieter und Familienbetrieben zusammen. Der Vorteil liegt laut Machner darin, dass man im restlichen Jahr keine leeren Bettenburgen stehen habe. Aber es fehle derzeit noch an größeren Urlaubshotels, die abseits vom Red Bull Ring Urlaubsgäste in die Region locken. 

Damit aus Motorsport-Fans Stammgäste des Murtals werden bietet man am Ring ein reichhaltiges Programm für Kinder und Familien an. Väter nehmen ihre Kinder und Frauen mit, die den Renntag mit einem Kurzurlaub erweitern. Die touristische Positionierung der Region beruht auf vier Säulen. Diese lauten: Motorsport, Aktivurlaub, Familien und Genussurlaub. Gerade abseits des Rings setzt man verstärkt auf den Gegenpol „Ruhe und Genuss“. „Wir müssen nicht Neues erfinden“, unterstreicht Machner. Dennoch stehe man erst am Anfang, um die neue Marke Murtal zu stärken. 

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