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06.04.2020 // Alexander Klöpfer

Radiowerbung – warum Sie gerade in Krisenzeiten gerne genutzt wird

Wie hoch ist die Reichweite von Radiowerbung und für welche Unternehmen lohnt sie sich in Coronazeiten? Das ESB Marketing Netzwerk hat nachgefragt bei Dirk Makritzki, Geschäftsführer von Eurostream in Berlin.

ESB: Für wen lohnt sich Radiowerbung gerade jetzt? Welche Zielgruppen erreichen Unternehmen jetzt (besser)?

Dirk Makritzki: Radio ist in Krisenzeiten nach wie vor einer der präferierten Informationskanäle – nur hier gibt es blitzschnelle Echtzeitinformationen, auch mit lokalem Aspekt. Im Moment haben wir einen starken Zulauf von Unternehmen, die schnell und direkt mit Ihren Kunden kommunizieren wollen. Dabei geht es zum einen um Neukundenakquise für z.B. online Shops, aber auch um Kundenpflege mit "wir sind nach wie vor für Sie da" Nachrichten. Die E-Commerce Branche erlebt im Moment einen starken Zulauf von Kunden, die bisher noch nie oder selten online eingekauft haben. Diese "Nichtonliner" erreicht man eher offline als online. Ein weiterer entscheidender Faktor für einen Test von Radiowerbung sind die derzeit unschlagbar günstigen Konditionen. Den Radiosendern sind eine Vielzahl Ihrer klassischen Werbekunden weggebrochen. Um das zu kompensieren, locken Sie mit äußerst lukrativen Sonderkonditionen.

ESB: Sollten auch Unternehmen, die gerade nicht verkaufen können (Reisebranche, Airlines, Autohäuser,…) dennoch durch Radiowerbung präsent bleiben und können diese sich so für die „Zeit nach Corona“ vorbereiten?

Dirk Makritzki: Das ist wohl in erster Linie eine Budgetfrage, wer aktuell nicht verkaufen kann und dadurch Liquiditätsprobleme hat, wird wohl kaum in Werbung investieren. Daher auch die hohen Stornoquoten bei den Radiosendern. Wer es sich leisten kann, kann natürlich bei den derzeit günstigen Konditionen auf Imagewerbung setzten und bei cleverer Kommunikation einen nachhaltigen Sympathiegewinn aus der Krise mitnehmen.

ESB: Welche Kampagnen / Arten von Clips sind momentan zu empfehlen? Was kommt gut an? (Werbeclips / „Dankeclips“?)

Dirk Makritzki: Wir haben grundsätzliche einen Produkt- / Unternehmensspezifischen Ansatz. Der klassische Clip im Werbeblock kann ein funktionierendes Kommunikationsmittel sein. Der Eurostream-Ansatz ist allerdings ein anderer. Wir schauen uns immer das Produkt / Unternehmen genau an und entwickeln dann ein kundenspezifisches Kommunikationskonzept. Radiowerbung ist eben soviel mehr als der klassische Spot im Werbeblock. Es gibt Marken, die passen mit einer eigenständigen Sonderwerbeform ins redaktionelle Programm. Für andere machen «Patronate» Sinn oder ein zielgenaues Targeting im digitalen Audiobereich.

Durch diesen intensiven Beratungsansatz unterscheidet sich Eurostream von vielen klassischen Mediaagenturen. Die Hälfte des Unternehmens hat einen Radiobackground, sei es aus dem Verkauf oder auch der Redaktion. Wir kennen dieses Medium und seine Wirkungsweise aus dem Effeff.

ESB: Welche Zahlen liefert Radiowerbung momentan? Reichweite, Response-Rate, TKP?

Dirk Makritzki: 80% aller Deutschen hören täglich Radio. Durch die Smartspeaker-Technologie, wie z.B. Alexa oder Sonos Systeme, hat sich das Hörverhalten zwar verändert, aber Radio bleibt das Begleitmedium Nummer 1. Der durchschnittliche TKP für Radiowerbung liegt bei 5-6€. Wir erreichen durch unsere Konditionen und Planungsansätze in der Regel einen Wert unter 3€. Die Respons-Rate hängt wie in jedem Medium von vielen Faktoren ab. Wir haben Kunden, bei denen wir die Zugriffraten oder sogar Sign-ups, auf deren Webseiten durch eine Radiokampagne um bis 50% steigern.

Die brandaktuelle Studie im Auftrag der Radiovermarkter : „Media Feeling – Media Reach“ vom 23.03.2020 hat ergeben, dass 52% der deutschen Bevölkerung Radio für unverzichtbar halten. Damit führt Radio das Mediennutzungsranking an. Social Media folgt mit 39% auf Platz 2 gleichauf mit Videostreaminganbietern.

18% halten Radio für das vertrauensvollste Medium. Nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen schätzen 21% als noch vertrauensvoller ein.

Social Media/Print/Privatfernsehen landet mit 5-6% auf den hintersten Rängen.

ESB: Wie sieht die Zukunft aus? Wird das Radio langfristig als Werbeform von Corona profitieren oder bleibt die „Renaissance“ nur eine kurze Erscheinung?

Dirk Makritzki: Radio war immer da und ist ein unverzichtbarer Baustein eines intelligenten Mediamixes. Wir sehen das nicht als Renaissance. Unsere Argumente für Radiowerbung sind aktuell deutlich nachvollziehbarer. Die momentane Preisstruktur und der Verkaufsdruck bei bestimmten Kunden machen den Zugang zu einem Testflight derzeit tatsächlich einfacher.

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Kontakt

Eurostream GmbH
Dirk Makritzki
E-Mail: dm@eurostream.de
Tel.: +49-30-21915 824-10
www.eurostream.de

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