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08.04.2020 // Alexander Klöpfer

PwC Sports Survey 2019: Transformation findet (noch) nicht statt

Im Rahmen von PwC’s Sports Survey 2019 befragte PwC Schweiz 590 Branchenführer aus 49 Ländern zum Innovationsbedarf etablierter Sportorganisationen, dem Wert des Vertriebs medialer Inhalte direkt an die Konsumenten und der zukünftigen Rolle der Sportverbände in der Branche.

David Dellea, Leiter Sports Business Advisory bei PwC Schweiz, unterstreicht die Kernaussage der Ergebnisse: «Ein Grossteil der Rechteinhaber in der Sportindustrie, insbesondere auch die Verbände, sind gefordert, mit dem Wandel der Branche mitzuhalten. Es bedarf einer Veränderung der Geschäftsabläufe und -prozesse im Vertrieb, genauso wie Innovationskraft.» Weltweit befinden sich die Akteure der Sportindustrie gemäss Dellea in unterschiedlichen Stadien ihrer Transformation. Die Ergebnisse der Studie sollen Aufschluss darüber geben, unter welchen Gesichtspunkten sich betroffene Organisationen neu ausrichten können, um den Wandel erfolgreich zu meistern.

Eine Branche, die den Rückstand aufholt

Während 94 Prozent aller Branchenführer im Sportbereich weltweit Transformation und Innovation als wichtig einstufen, setzen nur 46 Prozent davon konkrete Innovationsstrategien um. Die Sportorganisationen müssen ihren Fokus wieder auf die richtige Kombination aus Strukturen, Prozessen und Menschen ausrichten, um innovativ zu sein und in einer zunehmend wettbewerbsorientierten und disruptiven Branche relevant zu bleiben. Hinsichtlich ihrer Wachstumserwartungen sind die Organisationen optimistisch und prognostizieren für die nächsten drei bis fünf Jahre eine jährliche Wachstumsrate von sieben Prozent.

Medieninhalte sollen «Direct-to-Consumer» vertrieben werden

Die befragten Branchenführer bezeichnen den Direktvertrieb medialer Inhalte an die Verbraucher (Direct-to-Consumer) als schwierig und bisher wirtschaftlich enttäuschend. Schlüsselfaktoren für das erfolgreiche Umsetzen der «Direct-to-Consumer»-Strategie sind vor allem, die eigenen Kunden und ihre Bedürfnisse tiefgehend zu verstehen und fähig zu sein, eine direkte Beziehung zu den Fans aufzubauen. Organisationen, die diesen Aspekten bereits Rechnung tragen, haben gute Grundvoraussetzungen, auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben. Die weltweit am häufigsten genannten Herausforderungen bei der Implementierung einer Plattform für Over-the-Top-Content, also einem Online-Service für die Übertragung von Video und Audio, sind die Sicherstellung einer hohen Servicequalität (76 Prozent), ausreichende Inhalte, um langfristiges Interesse zu generieren (75 Prozent) und die Entwicklung einer effektiven Preisstrategie (68 Prozent).

Sportverbände müssen ihre Rolle sicherstellen

Die Ergebnisse des Sports Survey von PwC Schweiz zeigen auch, dass die Sportverbände noch viel zu tun haben, um weiterhin eine zentrale Rolle bei der Steuerung und Entwicklung des jeweiligen Sports zu spielen. So sollten sie fokussierte Strategien entwickeln, innovative Formate und Regeln etablieren, ihre Reichweite erweitern und Partnerschaften eingehen. Auf diese Weise können sie sicherstellen, über die richtigen Fähigkeiten zu verfügen, um gute Resultate zu erzielen und relevant zu bleiben.

Im Rahmen der Studie wurden dieses Jahr erstmals fast 600 Branchenführer aus knapp 50 Ländern befragt. Dellea dazu: «Es ist bemerkenswert zu sehen, wie viele Organisationen und Personen innerhalb des Ökosystems der Sportindustrie die Bedeutung einer unabhängigen Perspektive auf den Zustand der Branche schätzen.»

Kontakt

PwC Schweiz
David Dellea
Head of Sports Business Advisory
Tel.: +41 79 631 0508
E-Mail: david.dellea@ch.pwc.com

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