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03.09.2020 // IST

IST-Studieninstitut: Wie positioniere ich mich als attraktiver Arbeitgeber?

Im Wettbewerb um die wertvollsten Talente und die besten Mitarbeiter müssen sich Unternehmen heute gute Strategien überlegen, um am Ende nicht leer auszugehen. IST-Sportbusiness-Experte Marcel Schumacher erklärt, wie man als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Warum ist es überhaupt wichtig, als „attraktiver Arbeitgeber“ wahrgenommen zu werden?

Zunächst gibt es natürlich sehr unterschiedliche Wahrnehmungen, was Arbeitnehmer sich von einem Arbeitgeber wünschen. Fest steht aber: Arbeitgeberattraktivität ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Nicht nur im Recruiting, sondern vor allem auch in der langfristigen Bindung guten Personals.

Die Vorteile für Arbeitgeber als „attraktiv“ wahrgenommen zu werden liegen auf der Hand:

  • bestehende Mitarbeiter arbeiten motivierter und tragen so direkt zum Unternehmenserfolg bei,
  • die Fluktuation sinkt und eine langfristige Personalplanung wirkt sich ebenfalls positiv auf das Unternehmen aus,
  • das Recruiting wird einfacher,
  • die Unternehmensmarke gewinnt an „Wert“ und Bekanntheit (glückliche Mitarbeiter treten deutlich einfacher als Corporate Influencer auf).

Das Thema „Arbeitgeberattraktivität“ muss langfristig auf die Agenda und in den Unternehmenszielen festgehalten werden, dieser Prozess funktioniert nicht von heute auf morgen.

Durch die Verschiebung vom Arbeitgebermarkt zu einem Arbeitnehmermarkt ist es heute aber umso wichtiger, sich als Arbeitgeber zu positionieren und positiv darzustellen, wenn man im Kampf um die besten Arbeitskräfte langfristig mitmischen will.

Gerade bei Klein- und mittelständischen Unternehmen sind die Arbeitgeber den Bewerbern und somit zukünftigen Arbeitnehmern häufig gar nicht bekannt. Da haben große Unternehmen und Konzerne natürlich deutlich mehr Möglichkeiten mit einem professionellen Employer Branding. Aber auch kleine Vereine und Unternehmen haben diverse Chancen und Möglichkeiten, sich hier zu positionieren und darzustellen.

Was hilft dabei, sich als Arbeitgeber positiv darzustellen?

Insgesamt hilft ein professioneller Gesamteindruck. Das fängt bei Stellenausschreibung und Website an, denn diese sind in der Regel die erste Anlaufstelle eines jeden Bewerbers. Noch gezielter können Bewerber natürlich über eine eigene Karriere-Landingpage angesprochen werden.

Aber auch im Bewerbungsverlauf gibt es einige Fallstricke für das Personalmanagement. Für mich gehören eine Eingangsbestätigung und ebenso auch eine freundliche Absage genauso dazu, wie eine Zwischenstandsmeldung, wenn die Entscheidung dann doch einmal etwas länger als erwartet dauert. Denn wenn ich das Gefühl habe, dass sich schon um einen Bewerber nicht ausreichend gekümmert wird, wie ist es dann erst bei bestehendem Personal?

Mit einem stetigen „Blick hinter die Kulissen“ hat jedes Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, die Attraktivität und die USPs des Unternehmens mit eigenem Wording darzustellen. Hier spielen die Social-Media-Kanäle eine entscheidende Rolle. Gerade dieser Punkt wird häufig vernachlässigt. Aber natürlich schauen sich Bewerber auch die Profilseiten auf diesen Kanälen an, um einen Eindruck vom Unternehmen zu bekommen.

Wenn es um die Tätigkeitsbereiche geht, so bringt die „Digitale Transformation“ natürlich viele neue Herausforderungen und neue Stellenbeschreibungen mit sich. Für die „Digital Natives“ ist es aber gerade dieses Thema, das entscheidend bei der Jobsuche sein kann.

Zudem haben sich die Prioritäten der Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Während früher die Themen Gehalt, Aufstiegsmöglichkeiten und Dienstwagen eine deutliche größere Rolle spielten, sind es heute eher Themen wie flexible Zeiteinteilung, Homeoffice, Nachhaltigkeit oder zusätzliche Angebote wie Fitnessstudiomitgliedschaften und kostenfreie Getränke. Das bedeutet nicht, dass die essentiellen Hardfacts wie Gehalt, Stellenbeschreibung und Position nicht mehr wichtig sind, aber die „weichen“ Gründe haben definitiv an Bedeutung gewonnen. Bei all diesen Themen spielt heute auch immer die „Work-Life-Balance“ mit. Auch wenn das Wort bei vielen Personalern „Schnappatmung“ auslöst, so sollte man sich um die Bedeutung für Bewerber und Mitarbeiter bewusst sein. Dies ist auch kein neues Phänomen, sowohl die Generation Z als auch Generation Y legen unter anderem auch durch die Verschiebung der klassischen Rollenbilder einen deutlich größeren Wert auf einen gesunden Ausgleich.

Welche Fragen sollten sich Unternehmen regelmäßig stellen?

Um die eigenen USPs des Unternehmens im Employer Branding ständig zu hinterfragen und auf Aktualität zu prüfen, können sich Unternehmen mit relativ einfachen Fragen schnell klarmachen, wo das Unternehmen stehen will:

  • Wie ist das Betriebsklima?
  • Warum kommen die Mitarbeiter gerne zur Arbeit?
  • Welche Benefits werden geboten?
  • Was erwarten die Bewerber von uns?
  • Welche Entwicklungschancen werden Arbeitnehmern geboten?

Was macht moderne Arbeitgeber aus?

Stichwort „Change“. Die Führungsstile haben sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Neue Konzepte in der Beschäftigungsform sprechen junge Menschen mehr an, als das klassische Chef-Angestellten-Verhältnis von vor zehn bis 20 Jahren.

Moderne Arbeitgeber wissen um ihre eigenen Stärken und Schwächen. Vereinfacht gesagt: Die Arbeit am Wochenende fällt einem Arbeitnehmer voraussichtlich deutlich leichter, wenn es Regelungen gibt, die „zusätzliche“ Zeit unter der Woche auszugleichen. Das sind Themen, die gerade im Sportbusiness mit Spieltagen, Turnieren und Trainingslagern häufig als selbstverständlich vorausgesetzt werden – sind sie aber nicht. Auch wenn die Arbeit im Sport häufig mit großen Emotionen und viel Spaß verbunden ist - als Arbeitgeber steht man in Konkurrenz um Mitarbeiter mit Start-ups und fortgeschrittenen Unternehmen, bei denen mitunter gar kein Besuch im Büro mehr notwendig ist.

Nur die Unternehmen, die sich den neuen Wünschen junger Menschen zumindest in Teilen annähern, werden zukünftig gute Kandidatinnen und Kandidaten finden. Der Kampf um die Berufseinsteiger wird immer wichtiger, auch oder gerade in Zukunftsbranchen wie dem Sportbusiness. Da sind Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht!“ der Bremsklotz für jede Innovation und Motivation neuer Mitarbeiter und Bewerber.

Wer wird beim „War of Talents“ leer ausgehen?

Unternehmen, die sich vor dem Wandel verschließen, werden es zukünftig sehr schwer haben, gute Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Wer Themen wie „Digitalisierung“ und „flexible Arbeitszeitmodelle“ aufschiebt und hier keine unternehmenseigenen Regelungen schafft, wird im „War of Talents“ gegen junge Start-ups und auch Großkonzerne das Nachsehen haben.

Den größten Fehler, den Unternehmen begehen können, ist es, dem Irrglauben zu folgen, dass die Arbeitgeber ganz allein die Entscheidung über „Einstellung“ oder „Nicht-Einstellung“ treffen. In Zeiten von Fachkräftemangel und Arbeitnehmermarkt ist es umso wichtiger, seine Unternehmens-Stärken als Arbeitgeber zu kennen, denn künftig (und auch jetzt schon) werden vermehrt die Bewerber selbst entscheiden, wo und somit unter welchen Arbeitsbedingungen sie arbeiten möchten. Und dann muss der Arbeitgeber gute Argumente für sich liefern können.

Und wie kann das IST dabei helfen?

Wir unterstützen alle Unternehmen gerne bei den Themen Personalsuche, Matching und Ausbildung junger, motivierter Mitarbeiter.
Durch unsere höchste Flexibilität sind unsere Ausbildungsmodelle nahezu für alle Arbeitgeber im Sportbusiness und darüber hinaus interessant und umsetzbar.
Mit unserer Branchenexpertise – seit über 30 Jahren sind wir fester Bestandteil des Sports und unsere Absolventen zeigen uns täglich, dass wir hier den richtigen Weg eingeschlagen haben und gut ausgebildetes Personal für diese spannende Branche vorbereiten.

Bildquelle: IST-Studieninstitut

IST-Studieninstitut GmbH
Marcel Schumacher (Fachbereich Sport & Management / Online-Marketing)
E-Mail: mschumacher@ist.de
Tel.: +49 211 86668 614
Web: www.ist.de

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