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25.05.2020 // ESB Marketing Netzwerk

EventAssec: Versicherung von alternativem Geschäft wie Autokinos

Matthias Glesel, Geschäftsführer von EventAssec im Interview mit dem ESB Marketing Netzwerk.

ESB: Die Corona-Pandemie verlangt von der Veranstaltungsbranche jede Menge Ideenreichtum. So erleben zur Zeit in ganz Deutschland Autokinos eine regelrechte Renaissance. Wie schätzen Sie als Versicherer diesen Trend ein?

Glesel: Da das Interesse an jeglicher Art Freizeitaktivität aufgrund der Einschränkungen von jeglicher Art Zusammenkünften, Freizeitaktivität, Kultur etc. sehr groß ist, auf jeden Fall eine auch technisch, bzw. vom Aufwand ziemlich einfach umsetzbare Variante. Wir haben Kunden, deren geplante Aufführungen bereits für 2 Monate ausverkauft sind.

Sicher wird das Interesse nicht dauerhaft so hoch bleiben, aber um die Sommersaison zu retten, durchaus auch wirtschaftlich interessant, solange es nicht in jeder Strasse ein Autokino gibt. Wir haben jetzt auch bereits erste "DriveIn-Konzerte", bzw. "DriveIn-Volksfeste" auf dem Tisch.

ESB: Ist ein solches Event versicherbar und warum benötigt es hier eine Versicherung?

Glesel: Ja, wie jeder Art von Veranstaltung. Als Freiluftkino vom Risiko sogar harmloser als ein Musikfestival. Der Veranstalter haftet ganz normal gegenüber den Gästen, oder Dritten für verschuldete Schäden, oder auch den Vermietern von Location und Equipment gegenüber sowohl verschuldensabhängig, aber auch aus Vertrag ohne Verschulden.

ESB: Wie sieht eine Versicherung, z.B. für ein Autokino konkret aus? Welche Schäden können versichert werden?

Glesel: Veranstaltungshaftpflicht ganz normal nach vermuteter Gesamtbesucherzahl, wobei wir hier vereinfachend die Stellplätze der KFZ hochrechnen, dazu Schäden an LED-Wand, Ton, Licht, ggf. Bühne Pavillons, Sanitärcontainer usw. Optional auch Ausfall-hauptsächlich Wetterdeckung. Behördliches Verbot wegen Corona. leider keine Chance. Ein Beispiel: 4 Wochen 25 Aufführungen 100 Stellplätze, 5 Millionen EUR Haftpflicht- ab 135 EUR, Equipmentwert 50 TEUR ab 120 EUR. Ausfall Kosten gesamt 50 TEUR ab 700 EUR.

ESB: Was muss der Veranstalter beachten (hygienische Vorschriften etc.), damit der Versicherungsschutz überhaupt greifen kann?

Glesel: Ganz normal das Bestehen einer Genehmigung und die Einhaltung der Auflagen inklusive des Hygienekonzeptes. Zusätzliche Auflagen gibt es für die Haftpflicht nicht, das Equipment muss zu den Schließzeiten verschlossen im Container sein, wenn man Versicherungsschutz gegen Diebstahl haben will. oder das Gelände umfriedet und bewacht, der Aufbau sollte branchenüblich gegen Sturm gesichert sein.

ESB: Wie schätzen Sie die Versicherbarkeit künftiger Events allgemein in Bezug auf Pandemie ein? Werden mehr Veranstalter dem Beispiel von Wimbledon folgen und sich gegen eine Pandemie versichern?

Glesel: Derzeit ist eine marktoffene Lösung nicht absehbar. Einzelne Versicherer, oder auch Rückversicherer erwägen, individuell in Einzelfällen künftig wieder Versicherungsschutz anzubieten, mit Selbstbehalten, limitierten Versicherungssummen, höheres Beitragsniveau ist anzunehmen (der Zuschlag betrug bei uns bis Februar 0,2% auf die Grunddeckung). Aber auch ähnlich wie nach Nine Eleven im Bereich der Terrorgefahren mit EXTREMUS ist es denkbar, dass eine Lösung als solche kommt, bei der die beteiligten Versicherer in einen Pool zahlen, der Staat eine Haftung für Schäden über z.B. 25 Mio. EUR übernimmt und bis dahin die Poollösung greift. Doch so was dauert und wird auf keinen Fall günstiger.

Prämie berechnen: https://tarifrechner.eventassec.de/veranstaltungsversicherungen

Kontakt

EventAssec GmbH & Co. KG
Matthias Glesel (Geschäftsführer)
Tel.: +49 30 474867 0
E-Mail: mglesel@eventassec.de
eventassec.de

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