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18.02.2020 // Alexander Klöpfer

eSPORT.BUSINESS.FORUM 2020

Millionen Investments in eSport-Teams sind international keine Seltenheit. In Deutschland sind die Investitionssummen kleiner und viele Teams schreiben rote Zahlen. Das „eSPORT.BUSINESS.FORUM“ am 24. Januar in Leipzig zeigte auf, dass sich die Szene rasant entwickelt und auch in Deutschland hervorragende Perspektiven bestehen.

Die Fanbase im eSport steigt. Das zeigte sich zuletzt auch bei der WM in League of Legends. Das Finale verfolgten 44 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen. Mit diesen Zahlen kann der internationale eSport problemlos mit etablierten Sportarten mithalten. Zumindest im internationalen Vergleich. Dort sind Investments in eSport Teams zwischen 30 bis 50 Millionen Euro keine Seltenheit. „Im Vergleich dazu kann man in Deutschland sehr viele Nullen streichen“, sagte Daniel Finkler von BIG Berlin International Gaming. Derzeit sei man in Deutschland noch weit von den Gagen und Investments internationaler Teams entfernt. Mit knapp zwei Millionen Euro Umsatz im Jahr spielt das Team BIG schon in der oberen Preisklasse großer deutscher Teams. Bis auf wenige Ausnahmen spielen jedoch fast alle Teams rote Zahlen ein. Grund dafür sieht Finkler auch in der fehlenden Vermarktung der Medienrechte. Die Teams stehen beim Sponsoring in Konkurrenz zu den Publishern und Ligen. Merchandising macht nur rund 10 Prozent der Einnahmen aus. Noch fehlt das perfekte Geschäftsmodell, aber die Branche professionalisiert sich zunehmend. Am Podium in Leipzig wurden dazu zahlreiche Beispiele vorgestellt.  

Junge Hamiltons geben mit Porsche Gas
Mit der Porsche SimRacing Trophy unterstreicht Porsche den Stellenwert des virtuellen Motorsports innerhalb der eigenen Firmenphilosophie. Die Markenhistorie des Automobilbauers hilft dabei, authentisch als endemische Marke im eSport aufzutreten. Ein großer Vorteil gegenüber Engagements in anderen Spielen ist, dass Sim-Racing im deutschen Motorsportbund bereits als Sport anerkannt ist.

Bayerischer Fußball-Verband startet eAkademie für Talente
Auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt mit eFootball verstärkt auf das digitale Pendant zum realen Fußball. Damit ist der BFV der erste Verband Deutschlands, der seinen Vereinen eine Plattform für eSport bietet. Die Frage, ob eSport echter Sport ist, stelle sich im Verband nicht. Um den Nachwuchs zu fördern, wird mit diesem Jahr erstmals eine e-Akademie der Sportschule Oberhaching gegründet. Jugendliche werden auf den virtuellen Rasen geschickt. Zunächst mit Fokus Bayern. Aber weil eSport keine Grenzen kennt, soll die Akademie bald auch Talente außerhalb Bayerns aufnehmen.   

Der Goldene Controller
Im Rahmen des Kongresses wurde erstmals der Goldene Controller verliehen. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die den eSport in Deutschland nachhaltig geprägt haben. Den Preis erhielt mit Fatih Dayik alias „gob b“, ein ehemaliger eSportler, der durch seine Erfolge in der Disziplin Counterstrike (CS:GO) bekannt wurde. Fatih Dayik ist der erste deutsche CS:GO-Spieler, der einen Vollzeit-Profivertrag unterzeichnete. Rund zwei Millionen Euro hat er in seiner Karriere verdient. Der heute 32-jährige begann bereits mit 15 Jahren zu spielen. Auch nach seiner aktiven Karriere bleibt er BIG Berlin International Gaming treu und fungiert heute als Head of CS:GO.

Kontakt

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Daniel Luther
E-Mail: luther@esb-online.com
esportbusinessforum.de

Daniel Luther Portraitfoto

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