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21.10.2022

Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation bei den ZSC Lions

yawave wagte sich letzte Woche in die Höhle der Löwen und besuchte den ZSC in seiner neuen Spielstätte. Markus Koch (Co-Founder und CCO, yawave) und Romano Caviezel (Chief Transformation Officer, ZSC Lions) schauten im Gespräch auf die gemeinsamen Reise innerhalb der Club-Digitalisierung zurück und diskutierten zentrale Erfolgsbausteine für die ZSC Lions auf dem Weg in eine digitale Zukunft. 

Markus Koch (MK): Zu Beginn eine persönliche Frage: Was bedeuten die ZSC Lions für dich?

Romano Caviezel (RC): Für mich bedeuten die ZSC Lions Emotionen, Sport, Passion und Herz. Es ist hervorragend bei einem Sportclub wie den Lions zu arbeiten. Diese Emotionen tagtäglich mitzubekommen, das Herzblut auszuleben und die Passion zu spüren, ist einfach wunderbar.

MK: Welche Ausgangssituation hast du bei deinem ZSC-Start angetroffen?

RC: Als ich meine Arbeit beim «Zett» anfing, traf ich einen gut organisierten Sportverein an, der im Bereich der Digitalisierung aber noch in den Kinderschuhen steckte. Die Lions waren sehr traditionell organisiert, Papier war omnipräsent. Ich glaube dies trifft übrigens heute noch auf viele Vereine zu. Die ZSC Lions wollten dies ändern, sich der digitalen und organisatorischen Transformation stellen und wachsen. Deshalb suchten sie nach einer geeigneten Person für diese Aufgabe. Ich traf auf eine Umgebung mit viel Potenzial und bekam auch viel Spielraum, etwas aufzubauen. Man konnte Vieles optimieren und verbessern und hatte auch den Willen zur Veränderung. Genau das ist die perfekte Kombination.


Es war mir von Anfang an klar, dass es zuerst eine klare Auslegeordnung und Zielvorstellung braucht, bevor man loslegen kann.  […] Zu diesem frühen Zeitpunkt ist yawave ins Projekt involviert worden, um das künftige Fanerlebnis zu orchestrieren und eine Roadmap mitzugestalten.
 

MK: Was waren die ersten Schritte und Massnahmen?

RC: Diesbezüglich konnte ich auf Erfahrungen und ein Konzept zurückgreifen, welches in meiner Zeit bei Ticketcorner und der damit verbundenen Digitalisierungsaktivitäten gereift ist. Es war mir von Anfang an klar, dass es zuerst eine klare Auslegeordnung und Zielvorstellung braucht, bevor man loslegen kann. Ich habe mir in dieser Phase auch andere Vereine angeschaut und analysiert, welche Lösungen es auf dem Markt gibt. Zu diesem frühen Zeitpunkt ist yawave ins Projekt involviert worden, um das künftige Fanerlebnis zu orchestrieren und eine Roadmap mitzugestalten.

MK: An was erinnerst du dich besonders beim Rückblick auf die letzten drei Jahre?

RC: Schwierige Frage. Ich glaube das wohl grösste Highlight erleben wir gerade jetzt mit dem Einzug in die neue Arena. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, wo man das erste Mal sieht, wie sich die verschiedenen Puzzlestücke zusammenfügen. Wir haben uns vor drei Jahren mit den Partnern Dinge ausgedacht, die heute im Verbund funktionieren. Klar, innerhalb eines Projektes gehört es dazu, dass man auch mal schwierige Zeiten hat. Umso schöner ist jetzt der Moment, wo wir als «Zett» in die Arena einziehen dürfen und positive Aufmerksamkeit für das Projekt auf dem Markt spüren.

MK: Du hast gerade die Partner erwähnt. Ihr habt bewusst entschieden, diese Reise mit mehreren Partnern und ihren spezifischen Fähigkeiten zu gehen, statt auf eine einzige Lösung zu setzen, die verspricht alles abzudecken. Warum?

RC: Ich gehöre zu denjenigen Menschen, die fest daran glauben, dass man für den grössten Erfolg mit spezialisierten Lösungen arbeiten muss und diese dann über Schnittstellen miteinander kommunizieren müssen, um beispielsweise zentral Kundendaten zu sammeln. Ich habe nicht den Anspruch, dass alle Systeme selbst gebaut werden sollen – das macht man ja bei der Stadioninfrastruktur auch nicht. Aus meiner Sicht sollte man als Club diejenigen Anbieter suchen und an Bord holen, von denen man der festen Überzeugung ist, dass man mit Ihnen die hochgesteckten Ziele erreicht.


Es braucht Partner, welche auch über den Tellerrand hinausschauen. Genau das war einer der zentralen Erfolgsfaktoren.
 

MK: Was war entscheidend für das erfolgreiche Zusammenspiel zwischen so vielen spezialisierten Partnern?

RC: Es braucht Partner, welche auch über den Tellerrand hinausschauen. Genau das war einer der zentralen Erfolgsfaktoren. Wir haben Partner gefunden, welche über ihre eigene Lösung hinausdenken konnten. Gerade bei unserem Projekt, in welchem viele Dinge gleichzeitig umgesetzt wurden und sechs Partner an einem Tisch sassen, war das «gemeinsam Lösungen finden» essenziell. Darum kam es bei der Auswahl der verschiedenen Partner stark darauf an, dass man die gleiche Sprache spricht und sich versteht. Gerade in eurem Bereich der Experience-Orchestrierung und Softwarelösung gab es auch andere Anbieter, die wir angeschaut haben. Mit yawave befanden wir uns aber von Anfang an auf der gleichen Wellenlänge, da wir ähnlich oder gleich denken. Ich habe auch schon andere Digitalisierungsprojekte erlebt, wo man zwar miteinander geredet, sich schlussendlich aber aufgrund von verschiedenen Mindsets nicht verstanden hat.

MK: Wir hören oft von Clubs, Ligen und Verbänden, dass man mit der zentralen Datensammlung anfangen, sich zu einem Medienhaus entwickeln und Potenziale bei der digitalen Vermarktung besser nutzen will. Wie stehst du zu diesen Themen und welche Rolle spielen sie beim ZSC?

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Bildquelle: yawave 

Kontakt

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Patrick Müller (Junior Consultant)
E-Mail: patrick.mueller@yawave.com
Web: yawave.com

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