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05.06.2020 // Smart Pricer

Die Menschenmenge regulieren - Wie ihr Unternehmen von Kapazitätsmanagement profitieren kann

Franz Blechschmidt, Managing Director von Smart Pricer, im Interview mit dem ESB Marketing Netzwerk.

ESB: Welche Möglichkeit gibt es in der aktuellen Lage, um die Wirtschaft wieder „hochzufahren“ und dabei gleichzeitig die Gesundheit der Menschen zu schützen?
Blechschmidt: Mit den ersten Lockerungen kommen auch Regelungen, die die Standards für Gesundheit und Sicherheit garantieren sollen. Am Wichtigsten ist es, die Anzahl der Personen zu begrenzen, die gleichzeitig an einem Ort versammelt sein dürfen. Dies zwingt Geschäftsinhaber dazu, neue Prozesse einzuführen. Glücklicherweise gibt es bereits die Werkzeuge, die benötigt werden, um mit den Kapazitätseinschränkungen umzugehen. Branchen, wie die Fluggesellschaften, die mit ihren stark segmentierten und festen Kapazitäten auf variable oder unsichere Nachfrage stoßen, haben diese Werkzeuge bereits entwickelt. Ein solcher Prozess, der direkt auf die aktuelle Situation angewandt werden kann, ist das sogenannte Kapazitätsmanagement. Mit dem entsprechenden Prozess können Unternehmen sowohl die Bemühungen der Regierung als auch ihr eigenes Wachstum unterstützen.

ESB: Was ist Kapazitätsmanagement und wie funktioniert es?
Blechschmidt: Die Kapazität bezieht sich auf die Gesamtzahl der Personen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Veranstaltung oder einen Ort betreten können. Kapazitätsmanagement ist ein Prozess, der es einem Unternehmen erlaubt, seine Erlöse zu managen, indem es die Anzahl der Kunden, sowie deren Aufenthaltszeit in den jeweiligen Einrichtungen, kontrollieren lässt. Dies wird erreicht, indem marktbasierte Ziele (Wettbewerbsfähigkeit, usw.) gegen die Verfügbarkeit der Ressourcen (insgesamt verfügbare Anzahl von Sitzen, usw.) abgewogen werden. Bei Fluggesellschaften sind das zum Beispiel wettbewerbsfähige Preise, die gegen verfügbare Sitzplätze gemanagt werden, oder im Sport, die Einnahmen aus dem Ticketverkauf gegen die Füllung des Stadiums. Ein Prozess für das Kapazitätsmanagement hilft ihrem Unternehmen nicht nur Einnahmen zu erzielen, wenn künstliche Kapazitätsbeschränkungen gelten. Es bringt Ihr Unternehmen auch nach der Krise auf einen Wachstumsorientierten Kurs mit vielen Vorteilen:

● Bessere Verwaltung und Allokation von Ressourcen,

● Steuerung der Nachfrage zwischen Spitzen- und Nebenzeiten

● Allgemeine Kundenzufriedenheit aufgrund der Zunahme an verfügbaren Angeboten.

Zu Beginn müssen Unternehmen die für sie zugelassene Kapazität unter den Corona-Restriktionen wissen. Sobald Sie Ihre Kapazität kennen, kann das Pricing dazu verwendet werden, die Auslastungsdichte (die Anzahl an Personen pro Quadratmeter) zu verwalten, indem Sie Kunden zu Randzeiten Ihres Business lenken. Sie können die Preissetzung auch an Ihrer Verkaufsstelle nutzen, um Eintrittszeiten zu staffeln und zu überprüfen, wie viele Personen gleichzeitig eintreten. Dies ähnelt dem Boarding-Prozess einer Fluggesellschaft (z.B. Boarding Gruppen oder Zeitfenster) und kann den Personenfluss auf die Veranstaltung oder den Raum steuern.

Hier finden Sie einen kleinen Einblick in die betrieblichen Kapazitätsprozesse, die sie einführen können und die Ihnen, in Kombination mit intelligentem Pricing, dabei helfen, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und gleichzeitig profitabel zu werden.

Online (Mobile) Buchung: Bringen sie Ihre Verkäufe online, um Reservierungen und kontaktlose Käufe zu fördern. Ein positiver Nebeneffekt ist hierbei die Sammlung weiterer Kundeninformationen auf Ihrer Webseite.

Zeitkontingente: Begrenzen Sie die Zeit, die Personen bleiben können (“Zeitfenster” und Anreize, sich an das gebuchte Zeitfenster zu halten.)

Zuordnung: Teilen Sie ihre Attraktion/Veranstaltung in Buchungsbereiche auf, um besser verwalten zu können, wie die maximal zulässige Anzahl von Personen an Ihrem Standort/Bereich erreicht werden kann

Gestrecktes Boarding: Dehnen Sie die Zeit ihres Check-in oder Eintrittsvorgangs aus, indem Sie Eingänge staffeln und mit Angeboten werben, die Leute früher heranbringen. Implementieren Sie zeitbasierte Zugänge/Eintritte (X Anzahl an Personen in einer Stunde.)

Risikogruppen: Halten Sie bestimmte Zeiten für Risikogruppen bereit.

ESB: Wie wichtig ist TicketPricing in der Nach-Corona-Zeit?
Blechschmidt: Es ist jetzt mehr denn je an der Zeit Wege zu finden, Ticketeinnahmen zu maximieren - nicht nur, um die künftige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen, sondern auch um die Wirtschaft zu unterstützen und sicherzustellen, dass Unterstützung für jene Unternehmen verfügbar ist, die noch nicht ihre Tore öffnen können. Wir bei Smart Pricer vertreten folgende Philosophie:

● Veränderung kommt nicht erst noch, sie ist bereits da

● Veränderung ist kein Gegner, sondern eine Gelegenheit, ihr Unternehmen neu zu definieren

Es liegt in unserer Verantwortung als Unternehmensführer mit Innovationen nicht nur unsere eigenen Unternehmen zu stärken, sondern die Wirtschaft im Allgemeinen.

Bildquelle: Smart Pricer

Kontakt

Smart Pricer
Franz Blechschmidt (Managing Director)
E-Mail: franz.blechschmidt@smart-pricer.com
smart-pricer.com

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