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07.04.2020 // Alexander Klöpfer

Darum isst die Schweiz!

Welche Mahlzeiten nehmen Schweizer im Tagesverlauf ein und welche Motive liegen der Mahlzeitaufnahme zu Grunde? GIM Suisse untersucht das Essverhalten der Bevölkerung und liefert in ihrer Studie aufschlussreiche Facts. Die Studie „Darum isst die Schweiz!“ liefert zentrale Fakten und Zusammenhänge der drei Themenkreisen Ernährungsmotive, Nahrungsmittel und Verzehranlässe.

Motiationen – Anlässe – Situationen verstehen

„Essen und Trinken hält Leib und Seele beisammen“ – dieses Sprichwort sagt aus, worum es in der vorliegenden Studie geht: Um die psychologischen und sozialen Funktionen des Essens und somit um mehr als nur die physiologischen Aspekte der Ernährung. Für diese Studie wurden in der Deutsch- und Westschweiz in einer repräsentativen Online-Befragung 1'032 Personen ab 18 Jahre befragt und gebeten, jeweils zwei zufällig ausgewählte Mahlzeiten zu beschreiben. Dieses Vorgehen erlaubt es, Aussagen für alle Mahlzeiten in der Schweiz zu treffen. Neben der konkreten Situation und den verzehrten Speisen wurde insbesondere die Motivation für die jeweilige Mahlzeit erfragt. Diese reichten von physiologischen Motivationen wie beispielsweise „schnell satt werden“ oder „grossen Hunger stillen“ bis zu psychologischen Motivationen wie „meine Stimmung aufbessern“ oder „mich selbst verwöhnen“. Auf Basis der Antworten konnten die Essenssituationen in neun Situationstypen eingeteilt werden: Alle Mahlzeiten innerhalb eines solchen Typs befriedigen ähnliche Motivationen.

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Die Situationstypen lassen sich auch danach unterscheiden, ob in Gemeinschaft bzw. alleine gegessen wird und ob selbst zubereitete oder verzehrfertig gekaufte Gerichte gegessen werden. Drei Situationstypen, die für 36% der Situationen stehen, sind dabei eindeutig gemeinsame Esssituationen (siehe Diagramm unten rechts). Die drei Situationen unterscheiden sich aber hinsichtlich ihrer psychologischen Motivation: Beim ‚gemeinsamen Alltagsessen‘ (12% der Situationen) steht vor allem die Gemeinsamkeit und die Gemütlichkeit im Vordergrund. Hier wird gerne auf vertraute Speisen zurückgegriffen – Experimente sind unüblich. Anders ist dies beim ‘gemeinsamen Genuss‘ (15%), bei dem bewusst etwas besonders Gutes gegessen und gerne auch Neues ausprobiert wird. Hier kann die Gemeinsamkeit bereits mit dem gemeinsamen Kochen beginnen. Die ‚gemeinsame Auszeit‘ (9%) dient in erster Linie dem kurzen Abschalten vom Alltag. Da hier der Komplexität des Alltags entflohen werden soll, werden eher vertraute und bewährte Gerichte bevorzugt.

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Die ‚Me-Time‘ Situation (13%) dient als Ruhepunkt im Alltag: die Befragten sind hierbei alleine und nehmen sich bewusst Zeit für sich. Hier wird häufig auch beim Essen auf Gemütlichkeit geachtet – das Sofa ist daher ein typischer Ort für die ‘Me-Time‘. Im Kontrast zur ‚Me-Time‘ steht der ‚kleine Heisshunger‘ (12%): Hier geht es darum, kurzzeitig die Selbstkontrolle aufzugeben und den spontanen Gelüsten nachzugeben. Aufgrund der starken Spontanität wird am häufigsten auf verzehrfertige Speisen zurückgegriffen. Weitere Situationstypen sind das ‚schnelle Alltagsessen‘ (9%), bei dem die rasche und unkomplizierte Befriedigung des grossen Hungers im Vordergrund steht, und der damit verwandte ‚kleine Sattmacher‘ (11%), der ähnlich anspruchslos den kleinen Hunger zwischendurch stillen soll. Die ‚gesunde Stärkung‘ (10%) dient dem bewussten Auffüllen der Energiereserven. Die verzehrten Speisen müssen daher leicht bekömmlich und zugleich sättigend sein. Die ‚Suche nach Abwechslung‘ (10%) dient der Unterbrechung der Routine. Dies kann bedeuten, aus der alltäglichen Essenroutine durch weniger bekannte oder exotische Speisen auszubrechen – ebenso kann es aber auch die Unterbrechung oder die Aufwertung des Alltagshandelns durch Essen sein.

Neben den Motivationen wurden in der Studie auch Einstellungen zu Lebensmitteln bzw. deren Einkauf abgefragt: 47% der Befragten sind preisbewusst, 36% kaufen sogar hauptsächlich Sonderangebote. Dem stehen 28% der Befragten gegenüber, die gern mehr Geld für exquisite Markenlebensmittel ausgeben. Saisonale und regionale Produkte haben ebenfalls eine grosse Bedeutung – es müssen also im Winter nicht Erdbeeren sein: 57% der Befragten ist es wichtig, saisonale Produkte zu kaufen, und sie verzichten hierfür auch auf Auswahl, 54% achten darauf regionale Produkte zu kaufen. Qualität bzw. nachvollziehbare Qualität ist ebenfalls relevant: 55% möchten wissen, wie Lebensmittel hergestellt werden und woher sie kommen, 54% achten hierfür auf kontrollierte und zertifizierte Lebensmittel. 36% achten sogar immer auf Gütesiegel wie Fairtrade, MSC oder Bio. Auch gegenüber der Umwelt verspüren viele Befragte eine Verantwortung: 55% achten auf umwelt- und tierfreundliche Produktion und Verarbeitung.

Kontakt

GIM Suisse AG
Susan Shaw
E-Mail: s.shaw@g-i-m.com
g-i-m.ch

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