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21.09.2022 // Björn Kowalski

CGI im Fashionbereich

Virtuelle Produktvisualisierungen, beispielsweise in der Automobilbranche, sind seit vielen Jahren gang und gäbe. Basis hierfür bilden Konstruktionsdaten, aus denen digitale Zwillinge erstellt werden. Die digitale Produktentwicklung, Computer Generated Imagery (CGI), ist hier schon lange Standard. Beschleunigt durch die Corona-Pandemie ziehen diese Technologien auch verstärkt in die Modebranche ein.

Besonders im B2B-Bereich nimmt der Part der virtuellen Contentproduktion zu. In der Regel werden neue Modedesigns entworfen und in die Produktion gegeben. Anschließend werden diese Musterkollektionen zu den „Entscheider:innen“ geliefert. Erst nach deren Zusage startet die eigentliche Produktion. Allein die Produktion der Muster inklusive Lieferung dauert teilweise mehrere Wochen. So entstehen hohe Kosten, die durch eine virtuelle Abbildung der Mode verringert werden. Die Modebranche ist, wie viele andere Branchen auch, sehr schnelllebig. Die saisonalen Kollektionen folgen dicht nacheinander und die Time-to-Market-Produktion erfolgt durch den Einsatz von CGI wesentlich schneller. Teure und aufwendige Produktionen von Musterkollektionen lassen sich durch die digitale Visualisierung einsparen – ein enormer Pluspunkt. Außerdem können automatisierte Massenbildproduktionen für Vertrieb und Marketing erstellt werden. Hier lassen sich innerhalb kürzester Zeit verschiedene Farben und Muster eines Designs abbilden.

Technische Umsetzung von CGI

Fotorealistische Darstellungen von komplexen Passformen, realistischen Faltenwürfen und Materialanmutungen bilden das Fundament des Wandels von realen Shootings hin zu CGI-Fashion-Produktionen. Bereits heute entfalten Produktionspipelines im Bereich der CGI-Büsten-Fotografie ihre Vorteile, wie: hohe Frequenz bei Shootings, schnelle Produktion, weniger Aufwand und Digital-End-to-End. Auch im Bereich Modelshooting beschleunigt sie den Wandel. Durch die Kombination von realem Model mit digitaler Kleidung – der sogenannten Hybridtechnologie – eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten.

Innovationsprojekte zeigen darüber hinaus bereits den nächsten Schritt von Produktionen im CGI-Fashionbereich. Dank neuster Softwaretechnologie entstehen rein virtuell digitale Models. Ausgestattet mit digitaler Kleidung auf Basis von Schnittmustern/Konstruktionsdaten und mittels Motion-Capture-Daten zum Leben erweckt, präsentiert das digitale Model mit natürlichen Bewegungen die Kollektion. Und das, ohne ein einziges, echtes Musterteil produzieren zu lassen.

Die Zukunft der Modebranche

Von der ersten Designskizze über Musterkollektionen bis hin zum Marketingmaterial: Digitale End-to-End-Prozesse bieten viele Vorteile, heben Synergien und schaffen neue Möglichkeiten. Virtuelle Fotoshootings auf Basis von 3D-Daten erlauben Artwork auf einem hohen kreativen Niveau. Umso deutlicher wird die Relevanz der eigenen Konstruktionsdaten, die als 3D-Daten dienen. Unternehmen sollten stets die Hoheit darüber besitzen und diese am besten rechtlich absichern.

Stellen Avatare einen dauerhaften Ersatz für echte Models in Shootings dar? Aktuell nicht. Bis es so weit ist, wird es noch einige Zeit dauern. Die Dynamik, die in Shootings mit realen Models rüberkommt, sowie Bild- und Videoaufnahmen in Bewegung, kann eine 3D-Produktion noch nicht gänzlich nachbilden. Dennoch funktioniert die virtuelle Contentproduktion im Bereich der Büsten- und Legeware bereits sehr gut. Auf Grundlage von Rohdaten zu Schnittmuster, Stoffdicke, Stoffart, Faltenwurf etc. lässt sich ein digitaler Zwilling erstellen, der dem realen Produkt unglaublich ähnlich ist.

Alles in allem ist die Komplexität von CGI im Fashionbereich eine andere und herausfordernder als beispielsweise in der Automobilbranche. Es ist wesentlich mehr zu beachten: von den zahlreichen unterschiedlichen Formen der Kleidungsstücke und Schuhe bis hin zu den verschiedenen Schnitten und Materialien, die abzubilden sind.

Vorteile aus dem Digital End-to-End

Effizienzsteigerung & Kostenoptimierung

  • Einsparung teurer und aufwendiger Produktion von Musterkollektion durch digitale Visualisierung.
  • Automatisierte Massenbildproduktion für Vertrieb und Marketing.

Beschleunigung der Time to Market

  • Beschleunigter Entwurfsprozess durch digitale Prozesse.
  • Designs können visuell und funktional digital getestet werden.
  • Marketingmaterialien können rein digital schon vor realem Produktionsstart erstellt werden.
  • In-Season Kollektionen können schneller am Markt platziert werden.

 Erweiterung von Services & Geschäftsfeldern

  • Neue Services für Endkunden: Von CGI Fashion-Konfiguratoren bis zu VR & & AR.
  • Zukunftsfeld digital Fashion: Rein digitale Mode für Computerspiele und Digital-Fast-Fashion.

Text- und Bildquelle: Effekt-Etage & neusta sports

Kontakt

Effekt-Etage
Björn Kowalski (Geschäftsführer)
E-Mail: bjoern.kowalski@effekt-etage.de

neusta sports
Guido Bennecke (Senior Sales Manager & Consultant)
E-Mail: g.bennecke@neusta.de

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