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18.02.2020 // Alexander Klöpfer

Big Data im Sport-Tourismus

Google, Tripadvisor und andere globale Player begleiten Touristen rund um die Welt und sind zunehmend auch relevant für Sporterlebnisse. Am "SPORT.TOURISMUS.FORUM" in St. Gallen trafen Sportreiseanbieter, Tourismus-Destinationen und IT-Experten zusammen.

Daten sind die neue Währung. Gerade in der Tourismusbranche wird Big Data in naher Zukunft zum entscheidenden Faktor. Klassische Marketingaufgaben reichen laut Dr. Sommer, Professor an der Hochschule Kempten, heute nicht mehr aus. Denn potentielle Gäste informieren sich zunehmend über andere Kanäle, doch oft fehlt der Datentransport zu den Touristen. In seinem Vortrag beleuchtete der Experte die aktuelle Entwicklung der Digitalisierung und wie die Tourismusbranche auf die veränderten Bedingungen reagiert.

Globale Player schaffen neue Lösungen, um entlang der gesamten Customer Journey mit den Gästen zu kommunizieren. Die großen Portale, allen voran Google, bieten relevante Informationen direkt an, so dass eine Weiterleitung auf die Website einer Destination immer weniger stattfindet. Eigene Webseiten verlieren zunehmend an Bedeutung. Das stellt auch die Bedeutung von Destinationswebsites zunehmend in Frage. Die potentiellen Gäste informieren sich zunehmend über andere Kanäle.

Technisch möglich, noch fehlt der Wille
Die Technologie dafür steht bereit. Der Ball liegt bei den Tourismusregionen, diese auch zu nutzen. Ein Problem sieht Sommer derzeit noch in der Zugänglichkeit der Daten. Vielfach stehen Geodaten nicht offen zur Verfügung. Eine offene Bereitstellung von Geodaten sei ein wichtiger Baustein für eine funktionierende offene Dateninfrastruktur. Weitere Herausforderungen sieht Sommer darin, dass in vielen Orten Geodaten derzeit noch komplett fehlen. Das würde auch den Service am Gast enorm heben. Durch eine grosse Masse an Echtzeit-Daten könne man hier unterstützen.

Arbeit an richtungsweisender Datendrehscheibe
Ein erstes Projekt hierzu gibt es mit der «BayernCloud» bereits. Hier werden die Daten zunächst in die Cloud übertragen und anschliessend von künstlicher Intelligenz verarbeitet. Die als Datendrehscheibe geplante BayernCloud, bei der Guido Sommer selbst mitarbeitet, soll zukünftig einen einfachen Datenaustausch für unterschiedliche Akteure ermöglichen und möglichst alle relevanten touristischen Informationen in Bayern aktuell und zentral zur weiteren Nutzung bereitstellen. Durch den offenen Datenzugang kann hier jeder der Partner auf sämtliche Inhalte zugreifen. Strukturierte Daten sind dabei die Basis von digitalen Assistenten und künstlicher Intelligenz.

Kontakt

ESB Marketing Netzwerk
Peter Schappacher 
schappacher@esb-online.com
Tel.: +41 (0) 71223 78 82
www.sporttourismusforum.com 

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