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Gesellschaftliche Normen, Verhaltens- und Kommunikationsregeln sind in einem rasanten Wandel. Bei Themen wie Klimaklebern, kultureller Aneignung, Veganismus und Gendersternchen gibt es (noch) kein «neues Normal». Unsere Partner MCI Group und FleishmanHillard haben einige Lösungsansätze für die Kommunikation von heiklen Themen anzubieten.

Ein Wandel ist erkennbar

Wir beobachten heute einen echten Wandel, der sich deutlich in den Anforderungen unserer Kunden widerspiegelt und sich seit 2020 deutlich beschleunigt hat. Eine wachsende Zahl von Kundenprojekten enthält bereits in der Ausschreibung Klauseln, die eine Dekarbonisierung und eine umweltfreundliche Beschaffung fordern. 

Einige unserer anspruchsvollsten Kunden gehen sogar noch weiter und verlangen ein standardisiertes Projektmanagement, das dem von "Green Events" ähnelt und die Standards der ISO 20121-Zertifizierung verwendet. 

Bei den Informationsanfragen, der Phase vor der Ausschreibung, verlangen unsere Kunden eine größere Transparenz in Bezug auf die angewandten Standards und/oder die Ambitionen in Bezug auf Vielfalt und Inklusion. Einige Länder verlangen auch eine jährliche Veröffentlichung dieser Standards und Ambitionen auf der Grundlage von zertifizierten DEI-Rastern.

Allerdings sind nicht alle Initiativen von unmittelbarem Erfolg gekrönt. So wurden wir beispielsweise mehrfach um Projekte im Bereich der inklusiven Kommunikation gebeten, doch unsere Kunden entschieden sich (noch?) dagegen und legten diese Projekte vorübergehend auf Eis.

Unsere Unternehmensvision treibt uns intern dazu an, unsere sozialen und ökologischen Ambitionen zu steigern, indem wir z. B. Beschaffungsverfahren einführen, die fleischlose, nur lokal bezogene Cateringleistungen fördern und den Grad der Dekarbonisierung klar angeben. Außerdem haben wir dieses Jahr beschlossen, das CO2-Bewertungsschema der NGO "Isla" für alle unsere Projekte zu übernehmen

Sebastien Tondeur, CEO, MCI GROUP

Werteverständnis ist gefragt

In Zeiten rascher gesellschaftlicher Veränderungen und enormem Druck von außen müssen beratende PR-Agenturen flexibel und vor allem einfühlsam bleiben. Statt ein „neues Normal“ zu forcieren, sollten sie einen respektvollen Dialog fördern und mit ihren Kunden eng im Austausch zusammenarbeiten, um deren Werte zu reflektieren und positive gesellschaftliche Veränderungen aktiv zu unterstützen. Gerade bei diesen Themen ist es wichtig, eine authentische und sensible Kommunikationsstrategie zu entwickeln, mit klaren Botschaften und einem respektvollen Werteverständnis.

Volker Pulskamp, Senior Vice President & Partner, Head of Crisis & Change Communications, FleishmanHillard Germany


 

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