Marken managen.
14.08.2024


Corporate Branding über LinkedIn
Warum Personal Branding mit LinkedIn wichtig ist und welche Kniffe dabei entscheidend sind, haben wir sowohl in Form eines Artikels als auch eines Web-Forums beleuchtet. Doch im Arbeitnehmermarkt ist vor allem für Unternehmen die Positionierung auf LinkedIn essenziell, um qualifizierte Mitarbeitende anzusprechen. Wie können sich Unternehmen auf LinkedIn effektiv branden? Welche Rolle spielt zusätzlich die B2B Kommunikation auf LinkedIn?
Effektives Brand Building und B2B-Kommunikation über LinkedIn:
Bei BRITA betreiben wir effektives Brand Building auf LinkedIn, indem wir unsere Marke authentisch und konsistent präsentieren. Unsere Inhalte fokussieren sich nicht nur auf unsere hochwertigen Wasserlösungen, sondern auch auf unsere Unternehmenswerte wie Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation. Eine klare und regelmässige Kommunikation dieser Werte schafft Vertrauen und stärkt unsere Markenposition.
Beim Corporate Branding im Vergleich zum Personal Branding liegt der Schwerpunkt darauf, das Unternehmen als Ganzes zu positionieren. Während Personal Branding auf die individuelle Expertise abzielt, konzentrieren wir uns beim Corporate Branding darauf, die kollektive Identität und die Unternehmensvision zu vermitteln. Dabei ist es entscheidend, dass die Markenbotschaft authentisch bleibt und das Unternehmen als vertrauenswürdiger Partner wahrgenommen wird.
Die B2B-Kommunikation spielt auf LinkedIn eine zentrale Rolle, da sie uns ermöglicht, gezielt mit Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten und langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Durch das Teilen von Fachwissen und Erfolgsgeschichten positionieren wir uns als Vordenker in der Branche.
Den Erfolg unseres Corporate Brandings messen wir an der Reichweite, dem Engagement und der Qualität der Interaktionen auf LinkedIn. Diese Kennzahlen helfen uns, unsere Strategie kontinuierlich zu optimieren.
Lumi Berisha, Senior Marketing Manager Switzerland, BRITA
Differenzierung statt Austauschbarkeit
Am Ende des Tages geht es in Sachen Brand Building auf LinkedIn um Authentizität der Arbeitgebermarke – und die Differenzierung zum Wettbewerb. Die Zeit, in der man sich als Arbeitgeber die passenden Mitarbeitenden auszuwählen konnte, ist längst vorbei. Heutzutage geht es darum, aus dem Überangebot von Jobs als authentische Arbeitgebermarke herauszustechen. Und das gelingt nur, wenn man den Mut hat, zu sagen, wer man ist und welche Besonderheiten einen ausmachen. Das gelingt bisweilen nur wenigen Marken und viele Themen auf LinkedIn sind generisch und austauschbar. Man muss sich klar darüber sein, was einen wirklich von anderen Arbeitgebern unterscheidet. Erst dann kann man seine LinkedIn Kommunikation auf ein Level heben, dass einen einzigartig macht. Hier kommt man dann um den Begriff „Employer Branding“ nicht mehr herum. Es kann ein Riesenvorteil sein, eigene Mitarbeitende als Corporate Influencer für sein Unternehmen sprechen zu lassen. Das funktioniert in Wechselwirkung am besten. Der Unternehmensaccount profitiert vom Aktivismus der Mitarbeitenden, die dessen Werte und Einzigartigkeiten kommunizieren und die Mitarbeitenden werden zu relevanten Gesichtern für unternehmemsspezifische Themen. Die Grenzen zwischen privaten und Unternehmensaccounts verschmelzen heutzutage, da Persönlichkeit einer Arbeitgebermarke nur mithilfe von Mitarbeitenden geschaffen werden kann. Gelingt dieses Zusammenspiel und legt man sich von Anfang an eine authentische Kommunikationsstrategie fest, wird man bestenfalls nicht mit einer Flut von Bewerbungen, sondern genau mit den Passenden belohnt. Mit denen, die sich in den kommunizierten Werten und Einzigartigkeiten wiederfinden. Ein weiterer Indikator für eine gelungene Kommunikation auf LinkedIn sind, wer hätte es anders erwartet, Interaktionen, die ebenso umkämpft sind wie die „High Potentials“.
Jil Selina Giesswein, Social Media Managerin, Dorint
LinkedIn als unverzichtbares Kommunikations-Tool
LinkedIn hat in der Kommunikationsarbeit eine Rolle, die für uns nicht mehr wegzudenken ist. Wir haben gleich zwei Kanäle: einen für unsere Brand komoot und einen für unser B2B-Angebot komoot for Business. Den Overall-Kanal haben wir mit dem Ziel des Employer Marketings gegründet. Uns ging es anfänglich besonders darum, Mitarbeitende anzuwerben. Mit mittlerweile über 50K Followern haben wir gelernt, dass der Kanal auch gut für das Verbreiten von Pressemeldungen, Brand Initiativen und Kooperationen funktioniert. So entsteht dann auch ein noch besseres Verständnis davon, was komoot ausmacht und für was wir stehen. Der B2B-Kanal richtet sich an internationale Marketingverantwortliche aus dem Tourismus, Outdoor-Brands oder Bus und Bahn sowie an Stakeholder aus dem Naturschutz und von Wander-/Radfahrverbänden. Hier ist uns ebenso wichtig, dass unsere Partner und Prospects verstehen, welche Ziele sie mit uns erreichen können und wann sich eine Zusammenarbeit mit uns sich für unsere Partner auszahlt. Hierfür nutzen wir Inhalte, die auf unseren drei Content-Pillars fußen und stellen so sicher, dass wir ganzheitlich als B2B-Brand verstanden werden. Zusätzlich teilen wir Insights von Events, die wir besucht haben. Diese Beiträge kommen bei unseren Followern besonders gut an. Sie nehmen aktuelle Themen auf, leiten Wissen ab, das wir teilen und zeigen die (sehr sympathischen) Gesichter unseres Teams.
Bei beiden Kanälen kommunizieren wir ausschließlich in englisch, um eine internationale Community zu erreichen (da englisch aber auch unsere Business-Sprache ist, passt das auch zu uns als Arbeitgebermarke).
Personal Branding setzt im Vergleich zu Corporate Branding eher darauf, die eigenen Expertisen in den Fokus zu rücken. Als Head of Communications möchte ich mit relevanten Menschen und Netzwerken rund um Kommunikation im Austausch stehen und von Zeit zu Zeit meine Expertise mit meinen Followern teilen.
Im Corporate Branding geht es eben stärker um die Positionierung der Brand gegenüber Stakeholdergruppen wie Mitarbeitenden, Bewerbenden, Medienschaffenden, relevanten Netzwerken. Ich denke, in beiden Fällen sollten die Inhalte relevant sein und die Tonalität sowie die Bildwelt authentisch sein. Gerade in Zeiten von AI generierten Inhalten ist Authentizität unschlagbar. Daneben ist besonders bei Corporate Branding wichtig, dass die Inhalte möglichst hohen Qualitätsstandards entsprechen. Ich betrachte LI als erweiterten PR-Kanal und behandele ihn genauso.
Die Messbarkeit von erfolgreichem Corporate Branding hängt sehr stark von den Zielen der Organisation ab und der daraus abgeleiteten LinkedIn-Strategie. Geht es um Employer Branding, Brand Positioning, Thought Leadership, Sales, (B2B) Community Building? Je nachdem, was das Ziel ist, misst man unterschiedliche Parameter. Bei unserem B2B-Kanal geht es vor allen Dingen um Brand Positioning in der internationalen Marketing-Community, also schaue ich mir die Größe und Zusammensetzung unserer Follower an. Daneben spielt für uns Thought Leadership eine Rolle, weshalb ich auch die Engagement Raten unserer Beiträge im Auge behalte (die ist für uns auch relevanter als die reine Anzahl der Likes).
Jördis Hille, Head of Communications, komoot
Employer Branding auf LinkedIn durch Corporate Influencer
LinkedIn funktioniert über Emotionen und Persönlichkeit, das ist auch ein Grund, wieso die Unternehmensaccounts eher geringe Erfolge erzielen.
Der effektivste Weg um die eigene Brand auf LinkedIn zu stärken ist daher ein gut funktionierendes Corporate Influencer Programm.
Dies stellt für Unternehmen eine riesige Chance im Recruiting & Employer Branding dar, da günstig viele potenzielle Arbeitnehmer erreicht werden können und Brand Awareness aufgebaut werden kann. Und das so authentisch, wie es keine Werbeanzeige schafft.
Allerdings posten die Mitarbeitenden nicht von allein, zumindest nicht langfristig. Mit einem CI-Programm steigt nicht nur die Aktivität auf LinkedIn, die Reichweite und die Brand Awareness, es trägt zudem zur Mitarbeiterbindung und Stärkung der Community bei.
Durch gezielte Maßnahmen können Unternehmensinhalte transportiert werden und Expert:innen im Markt positioniert werden. Die Folge sind neue Kunden, mehr Bewerbende und eine deutlich gesteigerte Sichtbarkeit auf LinkedIn.
Wer mehr wissen will oder sich zu einem CI Programm beraten lassen will, kann sich jederzeit melden.
Lukas Weisser, Gründer & Geschäftsführer, Weisser Emotions
Kontinuierliches Storytelling für nachhaltiges Brand Building auf LinkedIn
Brands müssen auf Business Kanälen wie LinkedIn ganzjährig also kontinuierlich zum Erlebnis avancieren – nur dann kann man Emotionen mit der Marke aufbauen. Unabhängig, ob die Marke schon einen hohen Bekanntheitsgrad hat oder nicht. Dabei ist ein klares Storytelling mit einer Vision, die wir über das ganze Jahr hinweg kommunizieren, von entscheidender Bedeutung, um langfristige Reichweite bei Targetgroups auf LinkedIn aufzubauen. Effektives Brand Building zeichnet sich ebenso durch eine hohe Qualität der Foto- und Videoinhalte aus. Product-Placement war gestern, Brand Storytelling und „Heldenreisen“ sind heute.
Vergleicht man Personal Branding mit Corporate Branding, ist zu beachten, dass die effektive Wirkung von Unternehmens-Botschaftern nicht zu unterschätzen ist. «Corporate Ambassadors» sind – die wundervolle Verbindung von Personal und Corporate Branding. Mitarbeitende ermöglichen es mit ihrem Fachwissen zum Unternehmens-Branding beizutragen. Werte und Kultur des Unternehmens kann bei LinkedIn auf ganz besondere Weise authentischen Content kreieren.
Die Reichweite, das Engagement und die Anzahl neuer Follower sind natürlich wichtige Indikatoren. Außerdem sind qualitative Aspekte wie Relevanz, wie die Marke bei der Zielgruppe ankommt und wie man potenzielle Mitarbeitende und Geschäftspartner langfristig binden kann, im B2B-Bereich ziemlich wichtig. Wenn ein Unternehmen als Marke etabliert ist, zeigt sich das auch daran, wie gut es gelingt, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber und vertrauenswürdigen Partner zu positionieren.
Emil Martini, Head of Sport Sponsoring & Vermarktung, LOBECO
Authentizität als Schlüssel zum Erfolg
Bei Linvelo gehen wir effektives Brand Building über LinkedIn strategisch an. Ein reines Unternehmensprofil reicht da bei weitem nicht aus. Beim Brand Building geht es um so viel mehr als die Präsentation der eigenen Produkte oder Dienstleistung. Menschen kaufen von Menschen und LinkedIn ist die ideale Plattform, um die eigene Unternehmenskultur und Werte zu vermitteln. Echte Authentizität ist dabei der Schlüssel.
A und O für ein erfolgreiches Corporate Branding (und auch sonst) sind eine klare Definition der Markenidentität und der Zielgruppe. Diese Identität (Wer sind wir? Wofür stehen wir? Wovon distanzieren wir uns?) sollte sich in allen Inhalten widerspiegeln, sei es in Beiträgen, Artikeln oder Interaktionen mit der Community.
Unternehmen denken häufig, sich entscheiden zu müssen. Setzen wir auf Employer bzw. Personal Branding oder auf Corporate Branding? Personal Branding bezieht sich auf eine Person, Corporate Branding auf das Unternehmen. Außerdem unterscheiden sich Ansprache und Zielgruppenbreite. Während Personal Branding oft auf die individuelle Expertise und Persönlichkeit fokussiert, zielt Corporate Branding darauf ab, das Unternehmen als Ganzes zu positionieren.
Fakt ist, beide Formen können sich sehr gut ergänzen. Für uns funktioniert eben diese Mischung aus Employer und Corporate Branding am besten. Verschiedene Mitarbeiter agieren innerhalb ihrer Expertise als Markenbotschafter und vertreten unsere Unternehmenswerte so vor einer breiten Zielgruppe und gleichzeitig konsistent. Bei Valerii zum Beispiel dreht sich alles um Erklärvideos, unsere Ilona und ich stehen für alle Themen rund um KI-Beratung und -Umsetzung während Eduard über unsere interaktiven KI-Workshops (KI im Geschäftsalltag und in Produkten) informiert. Uns allen ist es dabei wichtig, nicht nur zu informieren, sondern in den Austausch zu kommen und die Themen lebendig zu gestalten.
Erfolgreiches Corporate Branding auf LinkedIn messen wir durch unterschiedliche Metriken. Dazu gehören Reichweite und Engagement, die Qualität der Interaktionen und die Anzahl der hochwertigen Follower. Besonders wichtig ist aber, die Resonanz der Inhalte innerhalb der gewünschten Zielgruppe zu analysieren. Außerdem überprüfen wir regelmäßig, ob das Follower-Wachstum mit unseren Unternehmenszielen übereinstimmt. Diese Zahlen nutzen wir, um die Effektivität unserer Strategie zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen, um uns als Marke weiter zu stärken. Dabei möchte ich aber auch betonen, wie wichtig stille Mitleser sind. Gerade sie werden häufig zu den besten Kunden.
Oleksandr Kotsyuba, Geschäftsführer, Linvelo










