Hockenheimring: Übersicht zum Saisonauftakt 16.04.2018

DTM | Audi, BMW, Mercedes-AMG | Timo Glock

„Endlich geht es wieder los!“, sagt freudestrahlend BMW-Star Timo Glock, denn der Saisonauftakt vom 4. bis 6. Mai im Badischen rückt immer näher. Wer steht wo? Modifikationen an den DTM-Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG haben die Karten neu gemischt: Vor allem die Reduzierung aerodynamischer Teile soll Überholmanöver leichter machen und das Können des Fahrers stärker gewichten. „Wir werden tollen, fahrerorientierten Rennsport erleben“, prognostiziert BMW-Sportchef Jens Marquardt.

Audi-Sportchef Dieter Gass erwartet „viele wechselnde Sieger“. Dass Audi als Aero-König und Meister aller Klassen 2017 durch die Änderungen Vorteile einbüßt, nimmt Gass der Sache wegen hin.

„Das Feld wird noch enger zusammenrücken“, ist auch Meister René Rast überzeugt. Audis Speerspitze erklärt die Wirkungsweise der geringeren und zwischen den Marken angepassten Aerodynamik: „Man sollte in den Kurven noch dichter auf den Vordermann auffahren können. Dort näher dran zu sein, ist entscheidend dafür, dass man dann auf oder am Ende der folgenden Geraden überholen kann.“ Rast, im vergangenen Jahr als DTM-Rookie überraschend zum Titel gefahren, freute sich besonders auf die beiden Auftaktrennen auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs: „Die Rennstrecke ist eine der schönsten, die es gibt“, sagt der 31-Jährige. „Sie hat einen tollen Charakter, weil sie alles bietet: langsame und schnelle Ecken, viele Überholmöglichkeiten. Und ich mag die Stadionatmosphäre sehr gern.“

Nach zwei Jahren in der Formel 1 kehrt Pascal Wehrlein sichtlich gereift in die DTM zurück. Der Schwabe freut sich auf die DTM: „Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen“, sagt Wehrlein. Der Schritt vom Monoposto in den Tourenwagen sei groß. „Ich spüre die Feinheiten des DTM-Autos noch nicht“, sagt der 23-Jährige. „Mit nicht vorgeheizten Reifen loszufahren, wird eine besonders große Umstellung für mich.“ Wehrleins Comeback fällt in ein Jahr mit Wehrmutstropfen: Ende der Saison verlässt Arbeitgeber Mercedes-AMG die DTM – nach 30 erfolgreichen Jahren. Sportchef Ulrich Fritz verspricht: „Wer uns kennt, weiß, dass wir das nicht austrudeln lassen. 2018 wird die ultimative Herausforderung.“ Und er kündigt an, seine sechs Piloten unter folgenden Bedingungen von der Leine zu lassen: „Faire Zweikämpfe sind auch innerhalb der Marke erlaubt.“

2017 war mit drei Trainingsbestzeiten, einem Sieg und drei weiteren Podiumsplätzen die stärkste DTM-Saison von Timo Glock. Da liegt die Frage auf der Hand: Und nun der Titel, Timo? „Nie werde ich sagen, dass ich um den Titel mitfahren werde“, beteuert der Ex-Formel-1-Fahrer. „Nie! In der DTM liegen alle so eng beieinander, da kommt es doch auf winzige Kleinigkeiten an. Da muss alles 100 Prozent passen, sonst verliert man gleich zwei, drei Zehntel und das bedeutet viele Startplätze im Qualifying.“ Der nach dem DTM-Abschied von Mattias Ekström hinter Gary Paffett (Mercedes-AMG) zweitälteste Fahrer im Feld wünscht sich schlicht „spannende Rennen für die Zuschauer auf der Tribüne und viele Fahrer, die um den Titel kämpfen.“

Tiefenentspannt zeigt sich der Titelverteidiger. „Ich hatte 2017, in meinem ersten Jahr, mehr Druck als jetzt. Es war völlig offen, ob ich überhaupt Punkte holen würde. Aber jetzt weiß ich ja, dass ich in der Lage bin, vorne mit dabei zu sein“, meint René Rast in seiner bescheidenen, unaufgeregten Art. Also Ziel Titelverteidigung? Rast vorsichtig: „Man sollte wohl um die Meisterschaft mitfahren können.“ Das will auch Rückkehrer Pascal Wehrlein: „Wenn mein DTM-Mercedes mitmacht, möchte ich da weitermachen, wo ich 2015 aufgehört habe.“Tickets für die Rennveranstaltungen können hier bestellt werden.

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