Puzzle ITC: Eigener Lightning Network Hub für die Schweiz im Aufbau 07.02.2018

Open Source Spezialist | Bitcoin-Blockchain | Transaktionen

Der Open Source Spezialist Puzzle ITC will bei der Entwicklung des Lightning Networks vorne mitmischen und baut deshalb einen eigenen Lightning Network Hub auf. Damit will das Unternehmen dem Bitcoin in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen.




Kryptowährungen wie Bitcoin unterliegen per Design Restriktionen, welche den alltäglichen Gebrauch quasi verunmöglichen. Abhilfe schafft das Konzept des Lightning Netzwerks, welches auf einer bestehenden Blockchain aufsetzt. Im Gegensatz zu Bitcoin, wo eine Transaktion an sämtliche Knoten im Netzwerk gesendet und validiert wird, werden Zahlungen im Lightning Network über viele separate Micropayment-Kanäle zwischen den jeweiligen Vertragspartnern abgewickelt und nur das Öffnen und Schliessen des Kanals in die Blockchain geschrieben.

Lightning Network löst die grossen Probleme von Bitcoin
Lightning löst die grossen aktuellen Probleme von Bitcoin – Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und die fehlende Privatsphäre: Obschon die Bitcoin-Transaktion im Nu erfolgt, dauert deren Validierung durch das gesamte Netzwerk einige Minuten bis zu mehreren Stunden. Je mehr Teilnehmer bei Bitcoin mitmachen, desto höher wird die gesamte Datenlast und entsprechend länger dauert eine Transaktion. Da jeder Teilnehmer im Netzwerk sämtliche Transaktionen aufzeichnet, ist zudem die Privatsphäre auch nicht sichergestellt.

Mit Lightning wird ein zusätzliches Netzwerk “über“ dasjenige von Bitcoin angelegt, welches mit der Architektur des Internets verglichen werden kann. Zwischen zwei Teilnehmern wird dabei ein Zahlungskanal über ein bestimmtes Guthaben eröffnet. Nur das Eröffnen und das Schliessen des Kanals werden in der Blockchain verankert. Alle restlichen Transaktionen dazwischen werden nur zwischen den beiden Teilnehmern ausgetauscht und sind sofort gültig. Das gegenseitige Guthaben im Kanal kann also in Millisekunden und beliebig oft aktualisiert werden, ohne die Bitcoin-Blockchain zu belasten und ohne dass Dritte die Transaktionen im Detail verfolgen können. Zahlungen können über beliebig viele Kanäle hinweg getätigt werden, sodass man nicht mit jedem Zahlungsempfänger einen direkten Kanal eröffnen muss.

Einer der ersten Lightning Hubs in der Schweiz
Seit dem vergangenen Dezember sind mehrere miteinander kompatible Versionen der Software im Alpha-Status verfügbar. Die Engineers bei Puzzle konnten auf dieser Basis bereits erste Tests erfolgreich abschliessen. Ziel ist es nun, einen der ersten Lightning Network Hubs in der Schweiz aufzubauen und zu betreiben. Mit diesen Knotenpunkten lässt sich – ähnlich wie dies Router für das Internet darstellen – ein Netzwerk von unzähligen Kanälen aufbauen. Dank den eingesetzten kryptografischen Verfahren sind Zahlungen zwischen beliebigen Teilnehmern innerhalb des Netzwerks über mehrere Hubs hinweg möglich.

Lohnanteile ab Sommer in Bitcoin
Ziel bei Puzzle ist es, dass ab diesem Sommer bestimmte Lohnanteile über das Lightning Network ausbezahlt werden können. Bis dahin ist noch die eine oder andere technische und sicherlich auch rechtliche Hürde zu nehmen. Da die Technologie aber auch für andere Kryptowährungen eingesetzt werden kann, dürfte sich der Wissensaufbau bei Puzzle mittelfristig auch in Form von neuen Aufträgen und Projekten auszahlen. Bereits heute sind die Puzzle Engineers aktiv in der Community und teilen ihr Wissen in Meetups [0] und auf unserem Blog [1] sowie über Social Media [2].

[0] https://www.meetup.com/de-DE/Blockchain-Bern/events/246090323/?eventId=246090323
[1] https://www.puzzle.ch/blog/articles/2018/01/17/lightning-network-eine-skalierungsloesung-fuer-bitcoin [2] https://www.twitter.com/puzzleitc


Kontakt:
Puzzle ITC GmbH
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