ESBD: eSport-Bund Deutschland zwei ESB-Mitglieder im Präsidium 30.11.2017

eSport-Szene | Interview | Niklas Timmermann | Fabian Laugwitz

Die Gründung des eSport Bund Deutschland (ESBD) ist ein weiterer Schritt zur Professionalisierung des eSports. Durch seine diversifizierte Aufstellung repräsentiert er einen großen Teil des deutschen eSport-Kosmos und wird daher nicht nur als Bindeglied zur Politik dienen, sondern eine Bühne des gegenseitigen Austausch sein.

 

Mit Niklas Timmermann wurde ein ESB Marketing Netzwerk Mitglied zum ersten Vizepräsident ernannt und das Präsidium wird von Fabian Laugwitz, ebenfalls Teil des ESB-Netzwerks, in einer neutralen Funktion abgerundet.

Wir freuen uns darauf, dass der ESBD im Rahmen des eSport Business Forum am 26. Januar 2018 die Bühne auf der DreamHack Leipzig nutzen wird und sich der Öffentlichkeit vorstellt. Wir konnten mit Niklas und Fabian während der Gründung sprechen:

1.) Wir freuen uns, dass zwei ESB-Mitglieder im Präsidium des neuen eSport-Bund Deutschland sitzen. Beschreibt doch kurz eure Rollen

Niklas Timmermann: Als erster Vizepräsident des Verbandes und Vertreter der Profiwelt obliegt es mir, Interessen der professionellen Sportler und Teams anzusprechen und dort Mehrwerte für selbige zu schaffen. Diese können sehr vielfältig sein. Als mögliche Beispiele wären die Vereinfachung von Reisen durch die Anerkennung des eSports als Sport oder die Schaffung von einheitlichen Strukturen hinsichtlich Wechselfristen, nationale Ligen etc zu nennen

Fabian Laugwitz: Ich bin als Vizepräsident Teil des Präsidiums des ESBD. Da ich anders als die übrigen Mitglieder des Präsidiums durch keine der Abteilungen (Vereine, Hochschulgruppen, Spitzensport, Veranstalter) des Verbands sondern Abteilungsübergreifend vorgeschlagen wurde, kommt mir innerhalb des Präsidiums eine neutrale Rolle zu. Inhaltlich werde ich mich in den nächsten Monaten vor allem mit der weiteren Strukturierung des ESBD befassen.

2.) Der DOSB hat sich bisher der Konfrontation mit dem Thema eSport entziehen können, weil  kein Verband als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Diese Lücke schließt ihr, welche Meinung vertretet ihr in Bezug zu den Olympischen Spielen und der Anerkennung des eSports als Sportart.

NL: Tatsächlich muss ich an dieser Stelle positiv überrascht erwähnen, dass der DOSB unserer Einladung für die Gründungsveranstaltung gefolgt ist und sich direkt über das Thema informiert hat. Was die olympischen Spiele selbst angeht, muss dort zunächst mit Blick auf die Aussagen von Herrn Bach  ein erhöhtes Verständnis für den eSport selbst und auch seine Titel entstehen, da eine mögliche Veranstaltung im Rahmen des aktuell vertretenen Standpunktes meiner Meinung nach nur bedingt funktionieren würde. Ein gutes Beispiel für eine authentische Veranstaltung wären da die World Cyber Games aus den frühen Tagen des eSports. Hinsichtlich der Anerkennung selbst sehe ich dort aber natürlich eine der großen Aufgaben für uns, der wir uns in den nächsten Zeit widmen werden.

FL: Die Anerkennung des eSports als Sportart ist eine der ersten großen Aufgaben des ESBD. Inwieweit eSport eines Tages als olympisch anerkannt wird, muss die Zukunft zeigen. Erste Entwicklungen lassen sich hier international ja aber bereits erkennen. Die rein strukturellen Voraussetzungen hierfür werden wir in den nächsten Monaten allerdings versuchen zu schaffen.

3.) Ihr seid beide als Speaker beim eSport Business Forum im Rahmen der DreamHack Leipzig eingeladen. Niklas, du wirst im Vorhinein der Veranstaltung sogar eine eSport-Masterclass halten. Warum müssen Firmen beim Event unbedingt vor Ort sein?

NL: Wenn man sich das konstante Wachstum und die nachhaltige Entwicklung des eSports in Kern- und Randgebieten in den letzten Jahren betrachtet kann man erkennen, dass es sich hierbei eben nicht um einen kurzfristigen Hype handelt, sondern wir eine vielfältige Sportart in ihrer Entwicklung vor uns haben. Da eSport im Vergleich zu klassischem Sport extrem viele Spielräume und darüber hinaus auch große Kostenvorteile bietet, wird es zum Pflichtprogramm für jede Marketingabteilung in den nächsten Jahren gehören. Die vor Ort vermittelten Grundkenntnisse werden bei möglichen Aktivitäten einen ungeschönten und realistischen Überblick über den Markt, seine Möglichkeiten und seine Titel geben und damit einen möglichen Einstieg ungemein erleichtern.

FL: Gerade in den letzten Monaten hat das Thema eSport in Deutschland extrem an Fahrt aufgenommen. Allein um die spannenden neuen Entwicklungen und das Potential des Themas für das eigene Unternehmen hier näher kennen zu lernen, ergibt es Sinn, beim eSport Business Forum hereinzuschauen.  




Kontakt:
eSport-Bund Deutschland e.V. (i.Gr.)
Hans Jagnow (Präsident)
E-Mail: praesidium[at]esportbund.de